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Adventskalender 08.12: Ein Tipps fürs Leben – Das Tagebuch

Statt einem materiellem oder digitalem Geschenk gibt es heute einen kleinen Tipp, der meinen Alltag massiv bereichert hat. Mit nur 5 Minuten am Tag kann ich meine Tage mehr geniessen, lerne mehr und erreiche mehr. Ich hoffe, dass der Tipp Dir genauso viel Freude bereitet wie mir.

Wer mein Landschaftsfotografie-Buch gelesen hat, weiss, dass ich meine grösseren Shootings mit einem Notizbuch plane. Diesen Foto-Tagebuch-Tipp habe ich auch hier im Blog schon gegeben. Seit ein paar Tagen führe ich zusätzlich am Morgen und Abend Tagebuch. Kurz besinnen, was besonders schön war, was ich gelernt habe und was ich mir vornehme. Den Tipp habe ich aus dem Buch Tools of Titans von Tim Ferriss (Affiliate Link). Ich nutze seit vielen Jahren die günstigen Notizbücher von Idena (Affiliate Link).

Ihr merkt es, bei mir ist der Dezember der Monat der Reflektion und Planung. 5 Dinge über das Fotografieren, die ich 2016 gelernt habe und Ziele erreichen sind nur zwei von vielen Artikel rund um dieses Thema. Mit einigen Adventskalender-Beiträgen versuche ich Dich ebenfalls dazu zu bringen, z.B. mit der Frage nach Deinem Zielfoto für 2017 oder danach, was Du 2017 lernen möchtest.

 

Das Tagebuch am Morgen und Abend

Der entscheidende Punkt für mich war, dass er ein Gerüst vorschlägt. Das wird man sicherlich individuell anpassen, aber es ist ein guter Startpunkt. Hier sind die Punkte, die ich aktuell verwende. Es sind Kleinigkeiten. Und das ist der wichtigste Punkt:

Man lernt (wieder) sich über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen

Das zurückblättern im Tagebuch macht Spass und hilft mir zusätzlich, in einer positiveren Grundstimmung zu sein. Deswegen ist es so wichtig, die Punkte positiv zu formulieren. Nie vergessen

Es gibt keine Fehler – nur Lektionen.

Tagebuch am Morgen

  • Ich bin dankbar für
  • Was würde heute einen fantastischen Tag machen?
  • Meine Top 3 Dinge, die ich heute machen möchte
  • Ich freue mich darauf heute

Hier ein konkretes Beispiel:

Ich bin dankbar dafür, dass ich gut geschlafen habe. Ohne Wecker aufgewacht.

Heute wird ein super Tag, weil ich am Morgen zum Pumpen gehen kann. 34kg Kurzhantelbankdrücken, juchhee! Mittags sollte es Sonne geben und ich kann eine Stunde an die Aare gehen, keine Winterdepression für mich 🙂

Top 3: Hausputz, Wocheneinkauf, die ersten 10 Portraits von heute Nachmittag bereits am Abend ausliefern.

Ich freue mich auf das Shooting in der Fachhochschule. Dritte Jahr und immer sehr streng, aber auch sehr gut. Werde viel lachen, scherzen und viel Freude bereiten!

Es gibt keine Fehler, nur Lektionen

Es gibt keine Fehler, nur Lektionen

Tagebuch am Abend

Am Abend, als Ritual vor dem ins Bett gehen, noch mal kurz zurückblicken. Sorgen und Todos aufschreiben und damit aus dem Kopf bekommen. Freuden noch mal erleben. Lektionen noch mal in die Erinnerung rufen.

  • 3 fantastische Dinge die mir heute passiert sind
  • Wie/was hätte ich heute besser machen können?
  • Was mache ich als Fotograf morgen besser als heute?

Der letzte Punkt ist natürlich etwas, bei dem ich nicht jeden Tag etwas schreiben kann. Aber es bringt mich dazu, ständig drüber nachzudenken. Es verhindert Stillstand, weil ich dadurch passiv hinterfrage, was ich mache. Konkret habe ich gestern deswegen meinen kleinen Standard-Reflektor für Portraits ausgetauscht gegen einen grösseren 60 x 90 cm Reflektor (Affiliate Link). Nur eine Kleinigkeit, die eine Kleinigkeit bringt, wenn meine Gäste ein dunkles Oberteil anhaben. Aber genau diese Kleinigkeiten machen den Unterschied zwischen gut und sehr gut.

Hier ein konkretes Beispiel:

Heute war ein super Tag. Steve war da und wir haben an Details gearbeitet. Mal wieder grundlegend alles hinterfragt. Verschiedene Blitze und Lichtformer durchgespielt und über Details diskutiert. Das hat Spass gemacht und viel gebracht für beide. Wäre vor drei Jahren nicht gegangen. Ich habe Freunde und Netzwerk in Bern, bin nicht mehr allein!

MTB auf den Gurten und das Video für Thomas gedreht war fun! Hat gut getan, mal wieder im Sattel zu sitzen – dafür friere ich doch gerne! Danach in die Sauna und ne Stunde runterfahren. Live ist good for me!

Besser machen: Mhm, war ein guter Tag. Punkt.

Fotografisch gelernt: Ohne den Steve Termin wäre ich mit der 120x80cm Box in die Fachhochschule gegangen. Statt dessen schleppe ich wieder die beiden 60er. Eigentlich alt, aber frisch untermauert.

 

Portrait Fotograf in Bern

Portrait Fotograf in Bern

 

 

 

10 Comments

  1. Florian Kustos 11. Dezember 2016 at 8:18 - Reply

    Hey Stephan, endlich habe ich es geschafft, dieses Türchen zu lesen. Vielen Dank dafür! Leider reicht es noch nicht für meinen inneren Faulheits-Schweinehund, aber ich finde es sehr bewegend, welches tolle Feedback du bekommst, was du damit bewirken kannst! Ich denke, dir geht es ähnlich, und ich ehre dich dafür, dass du immer wieder solche Schritte gehst, uns zu motivieren! Du bist als ganze Person, nicht nur als Fotograf ein Vorbild für mich. Und bestimmt auch für viele andere. Klasse, dass du damit so verantwortlich umgehst!

  2. Ben Regge 10. Dezember 2016 at 21:36 - Reply

    Moin Stephan,
    heute ist der Abend, an dem ich die Türchen der letzten Tage auf einmal öffne 😉
    Zum Glück ohne Kohlehydrate, denn es ist ja schon spät.
    Dafür aber mit Tiefgang. Danke für diesen persönlichen Einblick und den damit verbundenen Tipp.
    Mir fehlt immer die Zeit für solche Reviews des Tages.
    Beruf und Hobby fordern ihren Tribut und das ist Zeit.
    Generell finde ich Deinen Ansatz gut, denn Du verbindest jeden Eintrag mit etwas Positiven.
    Selbst etwas vermeintlich Negatives, hat seinen guten Kern, indem man wieder etwas gelernt hat.
    Think positive 😉

    Ben

    • Stephan Wiesner 11. Dezember 2016 at 5:29 - Reply

      Schau nach Dir Ben. Wenn Du nicht 10 Minuten pro Tag Zeit für Dich hast, dann ist das mittelfristig nicht gut. Nimm Dir Zeit für Dich 🙂

      • Ben 12. Dezember 2016 at 16:50 - Reply

        Ich werde mich bemühen Stephan.
        2017 hoffe ich auf ruhigeres Fahrwasser 😉

  3. Werner Wust 10. Dezember 2016 at 17:46 - Reply

    Hallo Stephan,

    hoffentlich geht es Dir gut und man muss sich keine Sorgen machen.

    Bin extra bis 0:01 wach geblieben aber es öffnete sich kein Türchen.

    Wo klemmt’s?

  4. Simon Lauber 8. Dezember 2016 at 23:18 - Reply

    Hallo Stephan
    Erstmal herzlichen Dank für Deinen Beitrag.
    Ich bin schon nur davon begeisteret, dass Du auf die Idee kommst einen solchen Bericht als Adventstürchen zu schenken. Ich persönlich schätze Deinen Beitrag sehr und damit meine ich alles auch was Du für uns machst. Ich bin im Moment sehr mit meinem inneren Schweinehund beschäftig, denn ich bin such einer von diesen Menschen die von Deiner Idee mit dem Tagebuch völlig begeistert sind aber leider scheitere ich immer wieder mit dem Anfang. Ich weiss klönen bringt nichts, und deswegen gebe ich mir noch einmal einen Ruck und mache es. 😎

    • Stephan Wiesner 9. Dezember 2016 at 6:47 - Reply

      🙂 Dran bleiben Simon!

  5. Susanne 8. Dezember 2016 at 10:08 - Reply

    Hi Stephan

    und danke! Einen ähnlichen Tagebuchansatz hatte ich letztes Jahr mal versucht zu starten hab’s leider nicht durchgezogen. Da sich seit dem einiges bei mir geändert hat, nehme ich dein heutiges Adventstürchen gerne zum Anlass es nochmals zu versuchen… nee, nee nicht versuchen, machen 🙂

    • Stephan Wiesner 8. Dezember 2016 at 10:39 - Reply

      Genau. Just do it! 🙂

  6. Jens 8. Dezember 2016 at 9:50 - Reply

    Hallo Stephan.

    Das ist ein wirklich wertvolles Geschenk! Zumindest für mich ists toll zu sehen wie du deine Ziele erreichst und welche tools du für dich nutzt.
    Ich schreibe seit einiger zeit täglich einige Zeilen in mein Glückstagebuch und merke wie mir das täglich hilft dankbar zu sein und Dinge abzuschließen.

    Viel Erfolg weiterhin
    Jens

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