Startseite/Bewegung mit Aufsteckblitzen einfrieren – Die Leistung entscheidet

Bewegung mit Aufsteckblitzen einfrieren – Die Leistung entscheidet

Mit Blitzlicht friert man Bewegung ein, das kennt jeder Fotograf. Und Aufsteckblitze haben eine extrem kurze Abbrennzeit, daher kann man sie sehr gut verwenden, um z.B. Wassertropfen-Fotografie zu machen. Nicht ganz so einfach ist die Geschichte aber, wenn man Sportler in Action fotografieren möchte. Die dafür notwendige Leistung hat hier einen starken Einfluss.

Video: Bewegung einfrieren

In diesem (alten) Video zeige ich anschaulich, wie Du selbst ausprobieren kannst, wie sich Deine Blitze verhalten. Die Situation wird dabei nicht einfacher, wenn man verschiedene Blitzmodelle kombiniert. Klare Hausaufgabe für Dich: Nicht glauben, Ausprobieren!

 

Läufer im Sprung

Über den Sachverhalt bin ich, mal wieder, gestolpert, als ich die Profi Orientierungsläuferin Sarina Jenzer fotografiert habe. Das Making-of zeigt den Aufbau: 2 Striplights und ein Reflektor mit Grid. Die Details zu meiner Ausrüstung für Aufsteckblitze gibt es in diesem Artikel. Sarina ist im Sprung und daher natürlich in Bewegung. Die Aufsteckblitze waren auf voller Leistung, damit ich bei ISO100 bleiben konnte. In der Kontrolle am Laptop ist uns dann aufgefallen, dass sie ein wenig Bewegungsunschärfe hat. Mal wieder ein guter Grund, direkt in den Laptop zu fotografieren, statt sich auf das Kamera-Display zu verlassen!

 

Die logische Konsequenz: Die Leistung runter nehmen und dafür ISO hoch. Wie im obigen Video gezeigt, bewirkt die Reduktion der Leistung den gewünschten Effekt. Die Verschlusszeit der Kamera spielt hier übrigens keine Rolle (1/125). Ich müsste auf High Speed Sync gehen. Zum einen können meine YN560 III Blitze das nicht und zum andren führt das zu neuen Problemen (weniger Leistung). Wie so oft: Die einfachste Lösung ist gut genug. Also ISO auf 200-400, was in der Canon 6D nicht wirklich eine Rolle spielt.

 

Die Lösung aller Probleme

Unabhängig vom Licht war mal wieder das Problem: Platz. Durch die neuen Deckenlampen (links im Bild) ist mein Wohnzimmer-Fotostudio noch kleiner geworden. Zu klein eigentlich, für weite Sprünge. Mit mehr Platz und HSS fähigen Studioblitzen wäre das Fotos sehr viel einfacher umzusetzen gewesen, als mit Aufsteckblitzen. Sarina springt bei jedem Versuch leicht woanders hin, ich erwische sie immer an leicht anderer Position und dadurch fallen Licht und Schatten immer etwas anders. Daher brauchen solche Fotos “ein paar Versuche”. Gute Reflexe helfen dabei natürlich. Getreu dem Motto “gut improvisiert ist besser als gar nicht erst versucht”, ging es mir darum, zu zeigen, dass man sowas auch mit Aufsteckblitzen und daheim machen kann. Getreu dem Motto: Du hast keine Ausrede, es mir nicht nachzumachen – und dann “besser” zu machen. Viel Spass 🙂

In dem Artikel Studioblitze vs. Aufsteckblitze habe ich die grössten Vor- und Nachteile aufgelistet.

 

Fazit

Kenne Deine Ausrüstung. Häufig braucht man nicht teuere Spezialausrüstung, wenn man weiss, wie man die vorhandene Ausrüstung verwendet. Hier wollte ich bewusst mit Aufsteckblitzen arbeiten, als Folge zum meinem Buch zum Lernen von der Fotografie mit Aufsteckblitz. Und bewusst mit den normalen, günstigen YN560III. Aus Erfahrung wusste ich, dass ich auf Bewegungsunschärfe achten muss – und wie ich das Problem lösen kann. Dass ich dafür mit ISO hoch gehen muss ist für mich kein wirkliches Problem – da ich weiss, wie sich meine Canon 6D bei ISO 400 verhält. Mehr von Sarina Jenzer gibt es auf ihrer Webseite.

Sarina Jenzer Orientierungsläuferin aus der Schweiz

Sarina Jenzer Orientierungsläuferin aus der Schweiz

 

 

Februar 28th, 2017|Kategorien: Blitzfotografie, Fotografieren Lernen|Tags: , |

Kommentar verfassen