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Buchempfehlung: Tools of Titans von Tim Ferriss

Die Bücher von Tim Ferriss sind immer speziell. Obwohl ich keins mag, habe ich sie alle gelesen – und immer etwas mitgenommen. Tools of Titans verspricht sehr viel. Niemand wird erwarten, dass Tim Ferriss diese Versprechen halten kann. Ob man es dennoch lesen sollte verrate ich in diesem Blog-Beitrag.

Review: Das Tim Ferriss Buch ‚Tools of Titans‘

I’ve used dozens of the tactics and philosophies in high-stakes negotiations, high-risk environments, or large business dealings. The lessons have made me millions of dollars and saved me years of wasted effort and frustration.

Die Buchbeschreibung weckt (zu) hohe Erwartungen. Das Buch beinhaltet Notizen aus seinem Podcast, in dem er Promis im Interview hat. Das können Zitate sein, „key learnings“ oder die Frage nach: „wie sieht Deine Morgen-Routine aus“. Die Antworten sind knapp und knackig – aber nur sehr bedingt nützlich für den Alltag. Vielfach auch kaum zu verstehen. Ich beschäftige mich sehr intensiv mit den Themen Sport und Ernährung, insbesondere auch ungewöhnlichen Dingen. Dennoch hatte ich teils grosse Probleme seinen Ausführungen in der Rubrik Health zu folgen. Ob man sich mit dreimaligem Fasten pro Jahr wirklich vor Krebs schützen kann, was Concept2 SkiErg oder was das ChilliPad ist z.B.

 

Was habe ich gelernt?

Das Buch gibt sehr viel Input, wenn man sich selbst hinterfragt (oder hinterfragen möchte). Für Lösungen reicht das Buch nicht alleine aus, aber man bekommt Ideen und Anregungen, um selbst weiter zu suchen. Dabei wirbt Tim Ferriss sehr aggressiv für seine Interview Partner. Das dürfte Teil seiner Geschäftsstrategie sein, im Sinne von „wenn Du zu mir kommst, stelle ich Dich als den besten Deiner Branche dar“. Ist verständlich und zum Teil auch wahr. Stört mich persönlich hier aber dennoch, weil er dermassen dick aufträgt. Tim Ferriss Style halt. Viele der Beiträge haben gar keinen anderen Inhalt, als die entsprechende Person kurz vorzustellen.

Dennoch werde ich die Weihnachtstage sicherlich viel am Laptop hocken und das eine oder andere Thema vertiefen und auch kleine Dinge in meinem Leben verändern. Praxis-Beispiel: Tagebuch. Ich laufe viel mit einem Notizbuch herum, in dem ich Notizen verfasse. Todo-Listen, Ideen, auf Reisen auch mal Infos zu Hotel und Frühstück. Mal mehrere Tage am Stück, dann ein paar Wochen gar nicht. Ich schreibe kein systematisches Tagebuch – obwohl ich das schon seit vielen Jahren möchte. Bislang wusste ich einfach nicht wie/was. In mehreren Kapiteln führt er auf, was er oder seine Gäste aufschreiben und damit habe ich jetzt ein Grundgerüst für meine eigenen Notizen, ein Schema. Ob ich das jetzt langfristig einführe bleibt abzuwarten, aber allein für die Notizen von gestern Abend und heute Morgen hat sich das Buch für mich schon gelohnt.

Ein Sachbuch lohnt sich für mich, wenn ich nach dem Lesen etwas anders mache als vorher – oder etwas bestätigt habe, dass ich schon wusste/gemacht habe, bei dem ich aber unsicher war.

Neben meinem Tagebuch-Experiment habe ich viele kleine Dinge bestätigt gefunden. Z.B. hören angeblich sehr viele erfolgreiche Menschen immer die gleiche Musik, wenn sie volle Konzentration brauchen. Ich auch. Seit meiner Schulzeit höre ich die Children CD von Robert Miles, wenn ich am Schreibtisch oder beim Sport alles geben möchte. Sobald die ersten Noten kommen, werde ich ruhig, mein Atem ändert sich und Adrenalin fliesst, ich komme sehr leicht in einen Flow-Zustand. Gut zu wissen, dass ich damit nicht allein bin.

Tools of Titans (Affiliate Link) liest man nicht an einem Abend und auch nicht in einer Woche. Es ist ein Buch, in das man immer mal wieder reinschauen kann und aus dem man jedes mal eine Idee nehmen wird, das eigene Vorgehen zu hinterfragen.

Dezember 7th, 2016|Categories: Buchempfehlung|Tags: |

One Comment

  1. Alex 10. Dezember 2016 at 21:35 - Reply

    musik beim fotografieren bzw. davor mag ich auch sehr gerne. wenn ich bei landschaftsfotografie zeit habe setz ich mich gerne ins gras bzw. was sich grad anbietet und höre „wunder, wunder welt“ von klaus prünster. das ist eine 80er ausrtopop number. dieses lied holt mich herunter und fokosiert mich. es gehört zwar so gar nicht zu meinem hauptsächlichen musikkonsum es funktioniert trotzdem oder vermutlich gerade deswegen wunderbar.

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