Du möchtest beruflich weiterkommen und steckst fest? In Deinem Hobby machst Du keine wirklichen Fortschritte mehr? Du steckst im gleichen Trott seit Jahren? Dann gibt Dir das Buch von Marshall Goldsmith vielleicht einen Denkanstoss.

 

Neue Positionen brauchen neues Verhalten

In dem Buch geht es nicht zwingend um die Aneignung von Fähigkeiten. Man entwickelt sich im Leben, lernt neue Methoden und Werkzeuge kennen, das ist normal. Aber das reicht in manchen Situationen nicht. Statt dessen braucht man evtl. ein anderes Verhalten. Andere Social Skills meinetwegen.

In meinem Berufsalltag als Informatiker kennt man den Top-Entwickler, der keine Karriere machen kann und deswegen Projektleiter wird – und dann ein unglücklicher, mässiger Projektleiter ist. Das mag ein Fehler des Systems sein, nutzt ihm aber nichts. Wenn er diesen Schritt machen möchte, dann muss er akzeptieren, dass er manches anders machen muss. Von der Kleidung über den Umgang mit Kollegen hin zu seiner Arbeitsweise.

Ich selbst schade mir beruflich, weil ich am Mittag lieber alleine spazieren gehe, statt mit Kollegen essen zu gehen. So fehlt mir das Social Bonding, dass beim Essen stattfindet. Das akzeptiere ich und bin mir der Konsequenzen bewusst. Und das ist eigentlich der entscheidende Punkt aus dem Buch, den ich mitgenommen habe: Der Titel. Oft denke ich im Berufsalltag “Stephan, reiss Dich zusammen, Du kommst hier mit den alten Mustern nicht weiter”. Und dann verhalte ich mich anders, meiner aktuellen Situation angemessen.

Das kann natürlich auch meine Kleidung betreffen. Als Informatiker kann ich meist rumlaufen, wie ich will. Flipp Flops und kurze Hosen sind bei uns normale Arbeitskleidung. Wenn ich aber als hoch qualifizierter Experte wahrgenommen werden möchte, dann hilft es ein Hemd anzuziehen. Möchte ich als Praktiker gelten, dann lasse ich aber Krawatte und Jacket daheim.

 

 

Und der Bezug zur Fotografie?

Als Berufsfotograf verhalte ich mich in vielen Situationen anders, als noch vor drei Jahren. Nicht nur gegenüber meinen Kunden oder Fans, sondern auch beim Fotografieren selbst. Ich nutze viel öfter das Stativ, obwohl ich auch ohne “damit durchkommen würde”. Aber, eben, Amateure wurschteln sich durch. Ein Profi macht es ordentlich.

Gut fotografieren können viele. Aufträge akquirieren, Buchhaltung machen, die Kosten im Griff haben, einen Ruf aufbauen, etc. Zum Berufsumfeld gehört viel mehr dazu, als nur die richtige Blende einzustellen. Wie das geht steht nicht im Buch. Aber dass ich bereit sein muss, mein Verhalten meiner Ziel-Situation anzupassen, das Verständnis weckt es.

 

Fazit

Das Buch What Got You Here Won’t Get You There: How Successful People Become Even More Successful  (Affiliate Link) ist aktuell nur auf EN erhältlich, aber es liest sich sehr einfach. Es ist kurz und enthält nichts weltbewegendes. Aber es hat mir vor ca. drei Jahren ein paar sehr wichtige Gedankenanstösse gegeben. Sehr empfehlenswert.