Babyfotografie zu Hause – Motivation mit Ereigniskarten

"Ich zieh Ronja das neue Oberteil von meinen Eltern an und Du stellst den Sitzsack parat?" Kristina wickelt unsere acht Wochen alte Tochter und ich liege lesend auf dem Sofa. Kurz will ich widersprechen, aber dann stehe ich mit einem Grunzen auf und hole die Fujifilm aus dem Regal. Es ist schon wieder eine Woche um und Zeit für unser Status-Foto. Während wir die ersten Tage nicht genug Fotos von Ronja machen konnten, hat uns längst der Alltag eingeholt und häufig vergehen mehrere Tage ohne Foto. Sehr hilfreich sind da die Ereigniskarten. Sie wachsen so schnell! Zunächst fand ich die Idee albern, schliesslich bin ich Fotograf und brauche keine Hilfs-Karten. Inzwischen weiss ich sie aber zu schätzen. "Heute habe ich das erste mal gebadet/gelächelt/Papa gesagt". Kleine, aber wichtige Schritte im Leben unserer Tochter, schöne Erinnerungen und die Karten geben uns die Disziplin zwischen Windelwechseln und Berufsalltag Zeit für ein Foto zu finden. Heute "nur" auf dem Sitzsack, meistens etwas aufwändiger. [...]

Mai 5th, 2018|Kategorien: Fotografieren Lernen, Portrait|Tags: |

Kauftipps für Portrait-Objektive

Portrait-Objektive können sehr teuer sein und nicht immer ist ersichtlich, warum ein 85 mm Objektiv  400 EUR kostet und ein anderes 1600 EUR. Worauf es beim Kauf ankommt und warum das Kit-Objektiv manchmal ausreicht und manchmal völlig fehl am Platz ist erkläre ich in diesem Beitrag. Mit Portrait meine ich hier alles wo eine Person das Bild ausfüllt. Egal ob es ein Headshot oder ein Ganzkörperportrait ist. Portrait Bokeh am Canon 135 mm Objektiv   Was ist ein Portrait-Objektiv? Natürlich kann man mit jedem Objektiv Portraits machen. Auch ein 24mm Portrait kann interessant sein. Meist meint man aber ein leichtes Tele. Es hat einen Grund, warum 85 mm bzw. 135 mm Objektive so beliebt sind: Die Schädelform wirkt meist besonders attraktiv und man kann den Hintergrund besonders schön darstellen. Auch sind die Objektive häufig leicht und nicht allzu teuer (relativ gesehen). Ein 70-200 f2.8 ist flexibler, aber auch grösser, teurer und eben nicht so lichtstark. Outdoor Portraits [...]

Januar 21st, 2018|Kategorien: Fotografieren Lernen, Portrait, Testbericht|Tags: , , |

Die beste Brennweite für Portraits – Ausprobiert!

Mit der Brennweite kann man die abgebildete Kopfform verändern. Ein Headshot bei 50 mm sieht schmaler aus, als bei 400 mm. Hat man diesen Zusammenhang verstanden, dann kann man Portraits erstellen, die der Person "mehr schmeicheln". Wir haben es ausprobiert und zeigen hier die Unterschiede. Der wichtigste Tipp wäre aber natürlich: Ausprobieren! (#trittVorsSchienbein). Die hier gezeigten Fotos sind mit der Canon 6D aufgenommen und unbearbeitet (Vignette in Lightroom gesetzt). Disclaimer: Das Tamron 100-400mm ist ein Prototyp und noch nicht das Serienmodell. Es ist ein Leihgerät von Tamron Deutschland.     Das beste Objektiv für Portraits: Ein Tele Pauschal kann man sagen: Je mehr Zoom, desto flacher wirkt der Kopf - und damit breiter. Fällt der Unterschied bei 85 mm vs. 135 mm noch nicht so auf, so wird es deutlicher bei 400 mm. Portraits bei 85mm und 135mm     Portrait mit dem Tele-Objektiv   Portraits mit Weitwinkel-Objektiv machen das Gesicht dünn Der Vergleich [...]

Portrait-Workshops in Deutschland

"Klaus, wir sind am arbeiten!" Immer wieder müssen wir uns daran erinnern, dass wir nicht auf Klassenfahrt sind, sondern am Arbeiten. Auf unserer Portrait-Workshop-Tournee im Oktober 2017 sind wir von Bad Reichenhall über München, Nürnberg, Halle und Hannover nach Berlin gefahren. Dabei haben wir in einem alten Sägewerk fotografiert, im Fotostudio, im Autohaus, in einem ehemaligen Kino, Outdoor und in Luxus-Hotelzimmern. So vielseitig wie die Locations waren daher auch die Tage. Unsere Workshop-Teilnehmer konnten sich aussuchen, welche Art Fotografie sie am meisten interessiert. Dass Schöne Frauen und Autos ziehen ist dabei natürlich nicht verwunderlich und so war das Audi-Zentrum in München bereits am ersten Tag ausgebucht. Anny im Audi in München (Klaus Reinders)   Was möchtest Du heute lernen? Die Vorstellungsrunde am Beginn der Workshops geht immer mit der Frage danach los, was der Teilnehmer mitnehmen möchte. Klaus und ich haben ein grobes Programm für die einzelnen Tage vorgesehen, immer angepasst an die Location. Da ist aber viel [...]

Kreativ ist, wer über den Tellerrand schaut

Ich fotografiere Landschaft und Portraits und habe eine gewisse Art Fotografie entwickelt, die man durchaus auch wieder erkennt (siehe z.B. mein Instagram Profil). Die Gefahr ist dabei, in einen Trott zu fallen. Immer das gleiche Lichtsetup, Objektiv und Nachbearbeitung. Konsistenz ist gut - vor allem, wenn man dafür bezahlt wird. Aber es ist schwierig dabei besser zu werden. Eine einfache Methode, um auf neue Ideen zu kommen, ist es, mal ganz etwas anderes zu machen. Schwarzweiss Portrait an Workshop in Hamburg (Sony A7II, Sigma 85mm bei F1.7) Am Workshop in Hamburg im Februar 2017 z.B. habe ich mit Klaus Reinders zusammengearbeitet. Wir gehen sehr unterschiedlich vor und ich lasse mich gerne von ihm inspirieren. Das geht so weit, dass ich mich schon mal frage „wie würde Klaus fotografieren?“ Kreativ wird man, wenn man über den Tellerrand schaut Knüppelhartes Licht Ich nehme immer möglichst grosse Lichter. Weiches, schmeichelndes Licht. Sanfte Schattenübergänge. Meine Models dürfen auch bei Schwarzweiss-Fotos in blauer Jeans kommen [...]

Februar 14th, 2017|Kategorien: Fotografieren Lernen, Portrait|Tags: |

Sensual Nudes von Andreas Jorns – Buch Review

Andreas Jorns ist einer der wenigen Deutschen Fotografen, denen ich auf Instagram folge. Und der einzige Akt-Fotograf, dem ich folge. Mit dem Buch Sensual Nudes hat er (endlich) ein Buch herausgebracht, in dem er zeigt, wie er fotografiert. Ob mir das Buch gefallen hat und vor allem, was man draus lernen kann liest Du in diesem Review. Weitere Buchempfehlungen für Fotografen findest Du hier im Blog.   Sensual Nudes ist ein Lehrbuch und kein Bildband Stolze 326 Seiten hat das Hardcover Buch Sensual Nudes von Andreas Jorns (alle Links Affiliate Links). Anders als seine Bildbände ist es ein Lehrbuch mit Angabe der EXIF-Daten zu den Fotos, Hinweisen zur Nachbearbeitung in Lightroom und vor allem: 50 Fotos mit der Geschichte dahinter. Ähnlich wie bei meinem Landschaftsfotografie Buch (nur ohne Eis und Schnee). Und das ist das wirkliche Highlight für mich als Fotograf. Die Fotos von Andreas sind immer sehr schlicht und einfach gehalten. Meist mit einem Fensterlicht als einziger Lichtquelle. Dennoch schafft er [...]