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Die beste Brennweite für Portraits – Ausprobiert!

Mit der Brennweite kann man die abgebildete Kopfform verändern. Ein Headshot bei 50 mm sieht schmaler aus, als bei 400 mm. Hat man diesen Zusammenhang verstanden, dann kann man Portraits erstellen, die der Person “mehr schmeicheln”. Wir haben es ausprobiert und zeigen hier die Unterschiede. Der wichtigste Tipp wäre aber natürlich: Ausprobieren! (#trittVorsSchienbein). Die hier gezeigten Fotos sind mit der Canon 6D aufgenommen und unbearbeitet (Vignette in Lightroom gesetzt).

Disclaimer: Das Tamron 100-400mm ist ein Prototyp und noch nicht das Serienmodell. Es ist ein Leihgerät von Tamron Deutschland.

 

 

Das beste Objektiv für Portraits: Ein Tele

Pauschal kann man sagen: Je mehr Zoom, desto flacher wirkt der Kopf – und damit breiter. Fällt der Unterschied bei 85 mm vs. 135 mm noch nicht so auf, so wird es deutlicher bei 400 mm.

Portraits bei 85mm und 135mm

Portraits bei 85mm und 135mm

 

 

Portrait mit dem Tele-Objektiv

Portrait mit dem Tele-Objektiv

 

Portraits mit Weitwinkel-Objektiv machen das Gesicht dünn

Der Vergleich zeigt es extrem: Mein Gesicht wirkt hager und ausgemergelt, wenn ich ein Weitwinkel verwende – und eher zu rund, wenn ich auf 400 mm gehe. Wie immer: Das ist nicht richtig oder falsch, aber ein kleines Detail, mit dem man seinen Gegenüber “besser” aussehen lassen kann.

Weitwinkel-Objektiv und Portrait Fotografie

Weitwinkel-Objektiv und Portrait Fotografie

 

Auch der Hintergrund verändert sich

Im Fotostudio kann man die Brennweite frei wählen. Draussen hingegen verändert sich auch der gezeigte Ausschnitt des Hintergrunds. Je nach Situation möchte man “Mann bei der Arbeit” zeigen oder den Hintergrund eben gerade ausblenden. Mit der richtigen Wahl der Brennweite kann man das leicht erreichen.

Outdoor Portraits

Outdoor Portraits

 

 

Entfernung ist alles in der Fotografie

Die hier gezeigten Verzerrungen treten auf, weil wir sehr nah an die Person gehen. Auch mit 20mm kann man Portraits erstellen. Geht man ein paar Schritte nach hinten, dann ist der Schädel nicht mehr verzerrt. Man kann damit aber auch wunderbar Details betonen, wie hier bei diesem Foto (Nikon D850 bei 20mm). Die Hände sind hier proportional zu gross – und geben dem Foto dadurch eine Emotion. Der erste Morgen-Kaffee, es ist kalt, ich wärme mir die Hände am Becher. Das sieht man hier.

Portrait bei 20mm

Portrait bei 20mm

 

Die beste Portrait-Brennweite hängt vom gewünschten Effekt ab

Portrait Brennweiten Vergleich - Das beste Objektiv

Portrait Brennweiten Vergleich – Das beste Objektiv

 

 

 

6 Kommentare

  1. Katrin Mayer 30. November 2017 um 19:10 Uhr - Antworten

    Klasse Bericht zu einem wichtigen Thema. Da sieht man mal wieder was man alles mit ein paar Veränderungen herausholen kann. Das muss ich auch umbedingt ausprobieren! Beste Danke für den ausführlichen Bericht!

  2. Stephan Otto 27. November 2017 um 8:04 Uhr - Antworten

    Und was ist Dein Fazit? Womit würdest Du Deinen “Charakterkopf” am liebsten zukünftig portraitieren? mein persönlicher Favorit ist bislang ein Sigma Makro F2.8 mit 105mm – aber vielleicht sollte man doch wieder mal mit dem 70-200 rumspielen

    • Stephan Wiesner 27. November 2017 um 10:08 Uhr - Antworten

      Mein Fazit ist: Den Zusammenhang verstehen und auf die gewünschte Situation anwenden.

  3. Peter Obermeier 26. November 2017 um 18:01 Uhr - Antworten

    Wieder mal ein guter Beitrag und es kam genau das raus was ich auch schon probiert hatte. Und Kristina sagt auch genau dass was ich auch so empfinde, das Tele ist (zu) schwer. Habe eine Fuji XT-20 und liebe das Xf50F2, weil es klein und leicht ist, es sind nur 200gr. Um offenblendig mit Tele zu fotografieren müsste ich das XF50-140 F2.8 nehmen und das wiegt 1Kg.
    Ist das XF50-230mm F4.5-6.7 mit 430gr eine Alternative für Porträtfotografie? Oder hast Du in dem Test die Blende nur zu Vergleichszwecken so hoch gesetzt?
    PS: Die Fuji ist eine APS-C Kamera, ich rechne jetzt nicht den Crop-Faktor mit ein, weil ich ja schon mehrere Videos von Dir geschaut haben. 🙂

    • Stephan Wiesner 26. November 2017 um 18:02 Uhr - Antworten

      Wie im Video gesagt: Das Tele hat F6.3 bei 400mm und damit alles gleich bleibt habe ich das im M-Modus verwendet.

  4. Ghostina 26. November 2017 um 15:29 Uhr - Antworten

    Klasse. Da habe ich wieder was zum ausprobieren.

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