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Ein Amazon Kindle Buch schreiben – Nicht glauben, ausprobieren!

“Eine Biografie? Jetzt übertreibt er aber!” Doch nach wenigen Zeilen war ich gefesselt und schäme mich für meine Vorurteile. Wir wissen alle WAS er macht: Aber nicht WIEsner! Das Buch schließt die Lücke zwischen seinen YouTube-Videos. Mit vielen Tagebucheinträgen erlaubt es einen intimen Blick hinter die Kulissen des Erfolgs. Es zeigt die Verletzlichkeit und Selbstzweifel einer großen Persönlichkeit, die mit unbändigem Fleiß und Kreativität das eigene Schicksal zum Positiven lenkt. Pflichtlektüre für alle Follower und jeden der es werden möchte. Nicht glauben, ausprobieren!
Thomas Spangenberg
https://www.instagram.com/thomas_blogografie

 

Ein E-Book zu schreiben, das klingt zumindest technisch einfach: Eine Idee haben, in Word einen Text schreiben, ein paar Bilder reinkopieren, hochladen und fertig. Bei Fehlern kann man schliesslich jederzeit ein Update nachschieben. Oder? Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Ein Erfahrungsbericht zu meinem neuen Buch: Nicht glauben, ausprobieren! Das Buch ist eine Art Biografie meiner letzten fünf Jahre, in denen ich meinen YouTube-Kanal aufgebaut habe.

 

 

 

Werkzeuge um ein E-Book zu schreiben

Das Buch hat 300 Seiten und wird im März erscheinen. Geschrieben habe ich es zunächst in Microsoft Word (auf dem Mac), dann in Papyrus, dann wieder in Word und die Papier-Version wird in Papyrus beendet. #chaos #nichtEmpfehlenswert

Ich habe bereits mehrere Bücher geschrieben, sowohl mit verschiedenen Verlagen, als auch im Selbstverlag. Verlage erwarten meist ein Dokument im Word-Format und es spricht auch nicht zwingend etwas dagegen. Die Handhabung ist einfach, jeder kann es ein wenig bedienen, jeder hat es und die Überarbeitungsfunktionen sind ausgereift. Das ist besonders wichtig auch in der Zusammenarbeit mit dem Lektor.

E-Book auf dem Tablet

E-Book auf dem Tablet

Papyrus ist ein Werkzeug, dass speziell für das Schreiben von Büchern entwickelt worden ist. Dafür bietet es sehr viele Funktionen – zu viele meiner Meinung nach. Als Informatiker nennen wir das “Feature Creep”, wenn immer mehr Funktionen in ein Werkzeug gestopft werden und dieses dadurch langsam und schwer bedienbar wird. Viele “Features” werden schnell zur “Ausrede”, sich vor dem Schreiben zu drücken, weil man erstmal Personen definieren muss oder den Zeitstrahl erstellen oder oder oder Auf dem Mac gibt es dazu das Problem, dass Multi-Core nicht unterstützt wird und die CPU auf 100% geht, sobald ich scrolle oder mit der Maus arbeite. Dadurch geht der Lüfter an und natürlich hält der Akku nicht lange. Das Problem ist bekannt und mindestens seit Weihnachten vorhanden, wird aber auf Anfrage beim Support aktuell nicht bearbeitet. Für mich war das einer der Gründe, wieder zu gehen. Leider musste ich dann feststellen, dass der Export nach Word gut, aber nicht perfekt ist. Zu viele Probleme blieben bei dem langen Text hängen, so dass ich jetzt wieder zurück musste – um dann festzustellen, dass meine Index-Einträge verschwunden sind. Ohne hier weiter auf Details einzugehen: Die Rechtschreibfunktionen sind sehr sehr gut – aber wenn ich alles anschalte ist mein iMac (der schnellste den es aktuell gibt), voll am Anschlag und ich kann kaum noch tippen. Schalte ich ein paar Funktionen aus, dann ist es OK. Es gibt eine Testversion, so dass man es mir nicht glauben muss. Ausprobieren hilft.

Das fertige Manuskript kann man mit Papyrus, einem Tool von Amazon oder Calibre umwandeln in das E-Book Format für Amazon. Die Mac-Version von dem Amazon Werkzeug ist leider nicht wirklich funktional, also verwende ich aktuell Calibre. Das nutze ich schon seit zwei Jahren und bin zufrieden mit den Ergebnissen.

Amazon selbst bietet Werkzeuge, um sich die Vorschau auf verschiedenen Geräten, bzw. im Druck anzusehen. Die Screenshots in diesem Artikel sind vom Kindle Previwer 3. Auch die Hilfe-Seiten sind ausführlich: https://kdp.amazon.com/de_DE/help/topic/G200645680

 

 

Druckvorschau und Fehler

Druckvorschau und Fehler

Ein E-Book kann man sich auf diversen Geräten ansehen. Vom Kindle Paperwhite in Schwarzweiss über das Tablet zum 32 Zoll Monitor am Computer. Daher kann ich als Autor auch nur sehr wenige Vorgaben machen. Weder die Schriftart, noch die Schriftgrösse kann definiert werden. Der Leser kann diese selbst auswählen. Anders sieht es bei der Druck-Version aus, die man bei Amazon ebenfalls erstellen kann (Book on Demand). Hier kämpft man dann mit Seitenrändern, Umbrüchen, der Platzierung von Grafiken, etc. Um überhaupt einen sinnvollen Probedruck aus dem “fertigen” Manuskript zu bekommen habe ich einen ganzen Tag benötigt. Es dauert dann knapp drei Wochen, bis das gedruckte Buch hier bei mir in Bern eintrifft. Mehr zum Thema Drucken: https://kdp.amazon.com/de_DE/help/topic/G201953020

 

Warum ein E-Book im KDP Kindle Format für Amazon?

Ich selbst bin eine Leseratte und lese mehrere Bücher pro Monat. Romane wie Sachbücher. Seit vielen Jahren überwiegend auf dem Kindle. Nur Fachbücher, die ich als Referenz verwenden möchte, kaufe ich gerne als gedruckte Version – mit dem Nachteil, dass ich sie dann nicht ständig dabei habe. Von daher stellt sich mir die Frage nicht, OB ich bei Amazon publizieren soll, sondern höchstens was dagegen spricht. Nicht jeder ist ein Freund von Amazon oder dem Kindle. Aber das Gute ist: Die Bücher können mit der kostenlosen Kindle App auf allen gängigen Smartphones, Tablets oder Computern gelesen werden. Kindle bietet viele Funktionen wie die automatische Synchronisierung zwischen Geräten, Suchen, Markieren, etc.

Da Amazon so gross ist, kann ich sicher sein, dass man mich findet, meine “Erfolgschancen” sind also dort höher, als im Buchladen. Wo sollte mein Buch dort stehen? Bei den Fotobüchern? Bei den Biografien? Bei den Motivationsbüchern? Warum sollte der Buchladen hier am Bahnhof in Bern das Buch überhaupt prominent platzieren? Als Selbstverlag ist die Vermarktung meine Aufgabe. Egal wie gut ein Buch ist: Wenn niemand davon erfährt, dann kauft es auch niemand.

 

Leseprobe: Nicht glauben, ausprobieren

Auf dem Handy: Nicht glauben, ausprobieren

 

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Erfahrungen beim Schreiben des E-Books

Natürlich träumt jeder von dem Leben, dass Stephan jetzt hat: schreiben, reisen und fotografieren. Dass der Weg dorthin lang, steinig und voller Selbstzweifel ist und dass auch dieses Leben Schattenseiten hat, daran denkt man erst einmal nicht. Stephan beschreibt in einem sehr persönlichen Buch seine Geschichte und er lässt vor allem auch die schweren Tage nicht aus und gibt sehr viel von sich preis.
Eine Biografie die einen tief berührt und zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Von Stephan kann man auf jeden Fall lernen, dass man mit Selbstdisziplin alles erreichen kann.
Anja Kallenbach https://www.instagram.com/ak21photo

Dieses Buch ist etwas anders, als meine vorherigen. Es ist sehr persönlich und viele meiner Leser haben meine Geschichte ein Stück weit miterlebt – und mit geprägt. Es tauchen Freunde und Arbeitskollegen auf und meine Partnerin Kristina spielt naturgemäß eine wichtige Rolle. Das hat das Schreiben einfacher gemacht. Und schwieriger. Einfacher, weil ich die Geschichte schon kenne. Schwieriger, weil es häufig ein innerer Konflikt war: Was muss rein, dass man mich versteht? Wieviel möchte ich wirklich preis geben? Am Ende ist es offen und schonungslos geworden – aber nicht zu intim.

Geschrieben habe ich es innerhalb von vier Wochen im Dezember/Januar. Dann hat es noch mal vier Wochen gedauert, von der 90%-Version zum finalen Manuskript zu kommen. Feintuning, Kapitel verschieben oder löschen, noch etwas ergänzen, Auswahl einer Handvoll Bilder, Lektorat einpflegen, etc. Wer schon mal eine Diplomarbeit geschrieben hat, kann sich vorstellen, wieviel Arbeit allein in das Formale geht. Und Fehler bleiben dennoch. Es gibt kein “technisch perfektes” Buch.

E-Book auf dem Kindle Reader

E-Book auf dem Kindle Reader

Mein persönliches Vorgehen ist: Ich schreibe ein Buch möglichst schnell einmal grob runter. Dann steht die Story und ich habe alles im Kopf. Dann lasse ich es zwei Wochen liegen (mehr ist besser) und erst dann gehe ich an die Details. Das ist natürlich sehr individuell. Den ersten Draft zeige ich auch schon einigen Freunden für ein erstes Feedback. Das ist ein wenig heikel, weil viele Sätze noch nicht ausformuliert sind, wichtige Punkte fehlen, etc. Aber der rote Faden sollte erkennbar sein und ich bekomme ein Gefühl, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Das wiederhole ich, wenn ich “fast fertig” bin.

Das Lektorat lasse ich inzwischen professionell machen. Das ist überraschend teuer für einen kleinen Autor im Selbstverlag, aber unumgänglich. In meinem Fall geht es um Fotografie, also arbeite ich mit Lektoren zusammen, die selbst fotografieren. Dadurch kann man viele potentielle Missverständnisse vermeiden. Ein Spezialfall bei mir ist, dass ich in der Schweiz lebe und ein wenig die lokalen Redeweisen mit aufnehmen möchte. Sowohl in Dialogen, als auch in den vielen Tagebucheinträgen. Ich nenne mein Fahrrad “Velo” und sage z. B.: “Bin ich froh, ist Dir nichts passiert”, statt “Ich bin froh, dass Dir nichts passiert ist”. Und dann ist da natürlich das “ß”. In der Schweiz gibt es das nicht und meine vielen Publikationen erhalten immer wieder erboste Rückmeldungen, dass ich “unglaublich viele Rechtschreibfehler” hätte. Kulturelles Verständnis ist leider nicht bei jedem gegeben. Das ist einer der grossen “Vorteile”, wenn man ein paar Jahre im Ausland gelebt hat: Man ist sehr viel toleranter gegenüber anderen Kulturen.

Das Buch wird im März bei Amazon erscheinen, im Frühling folgt dann die Papier-Version für ca. 6 EUR Aufpreis.

Weitere Informationen:

 

 

Februar 24th, 2018|Kategorien: Beruf Blogger, Beruf Fotograf, Beruf Youtube|Tags: |

16 Comments

  1. Ingolf 17. März 2018 um 18:19 Uhr - Antworten

    Habe das Buch bei Amazon gekauft und es innerhalb von 24 Stunden gelesen. Das ist insoweit bemerkenswert, weil ich als dreifacher Familienvater kaum Zeit dafür habe und im Jahr vielleicht ein bis zwei Bücher lese (außer Fachbücher).

    Ich bin ebenfalls im IT-Bereich tätig und leite dort (Teil)Projekte. Das Fotografieren betreibe ich als Hobby. Ohne das Fotografieren zu meinem Beruf machen zu wollen, finde ich dennoch viele Parallelen zwischen Deinem (Berufs-)Leben und meinem, zumal wir ähnlich alt sind und ich seit einigen Jahren beruflich nicht mehr die Überzeugung habe, etwas für mich Wichtiges zu tun.

    Das Lesen Deines Buches war für mich auf jeden Fall inspirierend und ich kann es jedem ganz klar empfehlen. Sowohl Menschen, die in ihrem Leben etwas ändern möchten als auch Fotobegeisterten oder Personen, die sich einfach nur für den Menschen hinter den Videos interessieren.

  2. Silke 1. März 2018 um 20:19 Uhr - Antworten

    Oh, sicherlich lesenswert, spricht mich an,
    hab jetzt nur den untertitel gelesen,
    da ich mich auch ausgebrannt fühle und einen Weg raus suche….
    vor ein paar Jahren habe ich das Fotografieren angefangen inkl. Video-Learning……

  3. Ronny 28. Februar 2018 um 21:51 Uhr - Antworten

    Deine Beiträge sind wirklich toll. Ich hoffe da kommt noch viel mehr. Danke.

  4. Volker Rastel 28. Februar 2018 um 7:43 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan, coole Einblicke und ein schönes Projekt. Heutzutage ist es viel einfacher geworden ein Buch herauszubringen, aber man muss es immer noch können. Und ich glaube das kannst du sehr gut, ich sehe gerade es ist verfügbar und werde es mir holen. Weiter so, und viele Grüße.

  5. Sebastian Pintea 26. Februar 2018 um 15:37 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,
    gerade den Blogeintrag gelesen und schon Dein Buch bei Amazon vorbestellt. Freu mich sehr es bald lesen zu können.

    VG,
    Sebastian

    • Stephan Wiesner 26. Februar 2018 um 15:46 Uhr - Antworten

      Danke 🙂 Hoffe Du wirst es nicht bereuen 🙂

  6. Alex 26. Februar 2018 um 15:35 Uhr - Antworten

    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich lese kaum Bücher (finde die Zeit irgendwie nicht, bzw. hab ich keine Lust auf lesen, wenn ich den ganzen Tag am Bildschirm lese), aber die paar Auszüge, die du hier aufführst haben mir richtig Lust gemacht weiter zu lesen. Leider kann ich da nicht umblättern und muss warten bis das Buch veröffentlich ist 😉

  7. Patrick 25. Februar 2018 um 18:34 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan! Freue mich schon sehr auf dein neues Buch. Vor allem bin ich gespannt wie stark ich mich darin wiederkennen werde. Verfolge dich jetzt inzwischen auch schon einige Jahre und spätestens nach deinen „Geschichten aus meinem Leben“ Videos wurde mir komplett bewusst warum ich mich so gut mit dir identifizieren kann. Ein kurzer Abriss:
    – mittelmäßiger Schüler
    – keine Gymnasiumsempfehlung
    – kein Abi gemacht, sondern mit FH Reife abgegangen
    – dann Wirtschaftsinformatik studiert und mit „Strebernote“ unter Regelstudienzeit abgeschlossen.
    – danach als Wirtschaftsinformatiker gearbeitet und in „Burnout“ / Lebenskrise verfallen
    Denke da ist einiges an Deja-vu dabei 😉
    Letztendlich hast du mir durch die Fotografie einen Ausgleich aufgezeigt und schaffst es durch deine Videos und Blogbeiträge immer wieder meine Motivation oben zu halten, was ein riesiges Stück Lebensqualität für mich bedeutet und wofür ich dir sehr dankbar bin.
    Deswegen… Buch ist schon vorbestellt. Kann’s kaum erwarten 😊

    • Stephan Wiesner 26. Februar 2018 um 9:15 Uhr - Antworten

      🙂 Na dann hoffe ich, Dir zu helfen Patrick!

  8. Steffen 25. Februar 2018 um 15:42 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan, der Beitrag bestätigt mich das Buch unbedingt lesen zu wollen!
    Ist auch eine gebundene Version geplant?

    • Stephan Wiesner 25. Februar 2018 um 17:34 Uhr - Antworten

      Ja, das ist im Beitrag auch erklärt 🙂 Wird aber erst Ende Frühling erscheinen.

      • Luise 28. Februar 2018 um 15:16 Uhr - Antworten

        Ich freu mich schon sehr auf die gebundene Version… 🙂

  9. Tobias Gorniak 25. Februar 2018 um 14:00 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,
    ich verfolge Deinen Blog und Deinen Youtube Kanal seit einiger Zeit und bin immer wieder begeistert von Deinen tollen Beiträgen.
    Ich schätze dabei besonders Deine Authentizität, Deine Ehrlichkeit und wie Du es schaffs, den Nagel auf den Kopf zu treffen.
    Jetzt freue ich mich sehr auf das Buch und auf Deine Geschichte!
    Viele Grüße aus Buxtehude
    Tobias

  10. Uwe Adomeit 25. Februar 2018 um 3:32 Uhr - Antworten

    Hallo Stefan, ich freue mich auf das neue Buch von Dir. Beruflich bin ich viel im Auto unterwegs, darum bin ich Freund von Hörbüchern, die ich auch mittlerweile zu Hause höre. Könntest Du Dein Buch nicht auch einlesen? Vielen Dank für Deine bisherige tolle Arbeit.

    • Stephan Wiesner 25. Februar 2018 um 5:26 Uhr - Antworten

      🙂 Nein, ein Hörbuch ist aktuell nicht geplant.

  11. Tom Pohorski 24. Februar 2018 um 12:48 Uhr - Antworten

    Respekt für den Einblick, den du uns in dein Leben und deine Denkstruktur gewährst. Man wird dadurch vielleicht angreifbarer, aber mit offenem Visier sieht man seine Gegner besser 😉

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