Startseite/Erfolgreich auf Instagram als Fotograf

Erfolgreich auf Instagram als Fotograf

Instagram sollte eine perfekte Plattform für Fotografen sein, aber während manche Fotografen rasant wachsen, dümpelt Dein Account vor sich hin? Ich bin im letzten Jahr um 500% gewachsen. Hier die besten Tipps – die wirklich funktionieren. Wie fast immer im Leben ist die kurze Antwort: Gesunder Menschenverstand hilft. Die lange Antwort gibts im Text.

 

Erfolgreiche Instagram Accounts – Diesen Menschen folgst Du

Gesunder Menschenverstand: Wem folgst DU?

  • Freunden und Familie
  • Bekannten Persönlichkeiten, die Dich interessieren
  • Personen die interessante Fotos zeigen, z. B. von einem Ort oder zu einem Hobby
  • Fotografen die “schöne” Fotos machen
  • Hunde und Katzen

Na? Fallen die meisten der Accounts, denen Du folgst in diese Kategorien? Dann die offensichtliche Gegenfrage: Wenn Du keine Person des öffentlichen Lebens bist, warum sollte jemand Dir folgen?

 

Instagram Statistik

Instagram Statistik

 

 

Warum sollte man überhaupt Fotos auf Instagram posten?

Weil es Spass macht. Anders als auf anderen Plattformen herrscht hier ein extrem freundlicher Umgang. Man blättert in einem Affentempo durch Fotos, vergibt hier und da ein Herzchen und egal ob man Konsument oder Produzent ist: Es macht Spass. Man stellt sich ja selbst ein Set aus Leuten zusammen, die einen aus irgendeinem Grund interessieren. Also bekommt man auch Content, der interessant ist.

Instagram macht Spass

Natürlich kann man auch Aufträge über Instagram bekommen – aber dafür muss man schon richtig groß sein. Und jedes Jahr schnell wachsen, denn die anderen wachsen auch.

 

 

Schöne Fotos helfen – Einheitlichkeit ist Pflicht

Meinen Account nutze ich erst seit letztem Jahr halbwegs ernsthaft, aber immer noch sporadisch. Die Anzahl Follower hat sich verfünffacht. Warum?

Im letzten Jahr bin ich rund 500% gewachsen.

Was ein schönes oder interessantes Foto ist, sei hier mal dahingestellt, aber offensichtlich gefallen meine Fotos. Das ist die Voraussetzung von allem: Die Fotos müssen Deine Zielgruppe interessieren. Egal ob Du Katzen, Lippenstift oder Sonnenuntergänge zeigst: Gewöhn Dir eine Einheitlichkeit an. Im Interview mit Doro (119.000 Follower) sagt sie, dass sie Aufträge über Instagram kriegt. Mit einem Blick auf ihren Account siehst Du, was sie macht und ob es Dir gefällt oder nicht. Sie hat eine sehr einheitliche Sprache,  postet regelmässig aber nicht allzu oft und daher hat sie treue Follower.

Achte mal bei “grossen Instagram Fotografen” darauf. Du wirst sehen, dass sie eine einheitliche Bildsprache haben. Das ist nicht nur ein Lightroom Filter, sondern auch eine inhaltliche Bildsprache. Die kann sich über die Zeit natürlich entwickeln, aber folgst Du unbekannten Personen, die kunterbunte Fotos zeigen? Eben.

Auf socialblade kannst Du Dir übrigens gratis Statistiken anzeigen lassen und Dich mit anderen vergleichen.

 

Instagram Follower Statistik

Instagram Follower Statistik

 

 

Nischen: Poste etwas ungewöhnliches oder lokales

Immer wieder tauchen Instagrammer aus dem Nichts auf, die eine pfiffige Idee haben. Das hilft im Leben, ist aber schwer. Und kein Garant. “Entdeckt” werden musst Du immer noch.

Es hilft aber, wenn Du eine Nische abdeckst. Das kann etwas lokales sein. Philipp Zieger z. B. postet aus dem Elbsandstein. Wenn Dich seine Landschaftsfotos interessieren, dann weisst Du, was Du bekommst. Entsprechend kennt man ihn vor Ort. Er arbeitet mit dem Tourismusverband zusammen, schreibt bezahlte Gastbeiträge für mein ZIELFOTO-Magazin, etc. Instagram ist eine Möglichkeit, entdeckt zu werden. Aber dafür musst Du eine Nische ausfüllen.

Gerade lokale Themen können sehr interessant sein, weil man damit auch schnell mal in die Lokalpresse kommt.

 

 

Poste etwas, das man teilt – oder kommentiert

Warum sind Hunde- und Katzenaccounts so erfolgreich? Wenn sie gute Fotos zeigen, dann werden sie geteilt. Ich schicke Kristina fast täglich Instagram Fotos von Tierfotografen. Weil wir beide Tiere mögen. Es hilft auch, wenn Du viele Kommentare bekommst. Zum einen wirst Du dann höher Gewichtet (das ist aber erst relevant, wenn Du gross bist) und die Wahrscheinlichkeit ist da, dass jemand Bekanntes den Kommentar sieht und dann auch vorbei schaut.

Statt also nur ein Bild rauszuhauen, schreibe einen kurzen Satz dazu. Statt mit Hashtags zu spammen, schreibe ich lieber einen sinnvollen Satz. Idealerweise mit einer Frage, Anregung, Idee, etc. Frag Dich vor dem Absenden kurz: Warum sollte jemand einen Kommentar hinterlassen?

Likes bekommen nicht zwingend “gute” Fotos, sondern solche die interessieren. Die eine Geschichte erzählen, Emotionen oder Erinnerungen (#Fernweh) wecken.

 

Werbung funktioniert sehr gut – wenn Du interessante Beiträge hast

Auf Instagram funktioniert Werbung sehr gut. Du kannst mit wenig Geld tausende Leute erreichen und eine Zielgruppe angeben, die sich für Deine Fotos interessiert. Damit bekommst Du aber nur Views – keine Likes. Die musst Du Dir verdienen.

 

 

Und schliesslich: Sei Sozial

Ich bekomme täglich ein Dutzend Anfragen: “Hey, coole Fotos! Schau doch auch mal bei mir vorbei!”. Ja. Ähm, warum sollte ich das machen? Diese Anfragen ignoriere ich. Wenn Du stattdessen einen sinnvollen und netten Kommentar hinterlässt, dann sehe ich den und schaue auf Deinen Account. Das heisst nicht, dass ich Dich auch abonniere, aber wenn ich ein Foto sehe, dass mir gefällt, dann like ich das. Und dann sehen andere, dass ich das geliked habe und schauen evtl. bei Dir vorbei. Sehe ich mehrere Fotos, die mir sehr gefallen, dann lasse ich ein Abo da. Aber nur dann. Steter Tropfen lässt den Account wachsen.

Ich nutze Mini-Pausen. Beim Aldi, an der Bushaltestelle, beim Kaffee-Automaten, etc. Hinterlass hundert Kommentare und Likes am Tag und Du bekommst 5 neue Follower.

Wieder: Wenn Du noch klein bist, dann such Dir andere Instagrammer, die in ähnlichem Bereich unterwegs sind. Vergebe dort Kommentare, denn die haben Follower, die sich auch für Deinen Content interessieren. Und bei kleinen Accounts fällst Du schnell auf.

 

Rolleimoments auf Instagram

Rolleimoments auf Instagram

 

Aber, was ist mit den Hashtags?

Hashtags waren mal sehr wichtig und sind es jetzt immer noch, aber nur noch für Nischen. Ich poste z. B. häufig #rolleimoments. Das hat mehrere Gründe: Rein egoistisch möchte ich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit Rollei haben. Ausserdem weiss ich, dass andere User von Rollei-Produkten dort unterwegs sind. Die will ich auf mich aufmerksam machen. Das fällt mir leicht, weil ich fast automatisch in den Top-Fotos mit diesem Hashtag lande. Aktuell besetze ich fünf von den Top neun Plätzen. Instagram funktioniert nun einmal so, dass Grösse hilft.

Du kannst sie nutzen, um gezielt unter bestimmten Begriffen gefunden zu werden – oder Firmen/Personen auf Dich aufmerksam zu machen. Ich schaue regelmässig, was unter #52wiesnerwochen los ist. Möchtest Du, dass ich Dich finde, dann poste dort interessante Fotos. Ausserdem sehen dort gleichgesinnte Deine Art die Aufgabe zu lösen – und schauen vielleicht bei Dir vorbei.

 

Erzähle Geschichten und Wecke Emotionen

Erzähle Geschichten und Wecke Emotionen

 

Content Hubs

Ein Content Hub repostet Fotos von anderen. Das ist kein Bilderklau, sondern eine sehr gute Werbung für Dich. Die Regeln sind einfach und stehen meist bei dem jeweiligen Account dabei. Aber wieder: Deine Fotos müssen der Person hinter dem Account gefallen.

 

Erfolgreich auf Instagram wachsen

Das Fazit ist: Instagram soll vor allem Spass machen. Zu wachsen braucht viel Einsatz und wenn der keinen Spass macht, wofür machst Du es dann? Poste regelmässig Beiträge zu einem bestimmten Themenbereich und sei vor allem nett zu allen. Wir sind doch dort alle “unter Freunden”.

 

Keinen Artikel mehr verpassen?

Dann schreib Dich in den Newsletter ein!

 

 

 

Januar 18th, 2018|Kategorien: Beruf Blogger, Beruf Fotograf, Beruf Youtube|Tags: |

11 Comments

  1. Johannes W. 10. Mai 2018 um 11:06 Uhr - Antworten

    Hey Stephan, ich verfolge dich auch schon ne ganze Weile, vor allem auf Youtube. Kompliment an deine Arbeit 😊 Seit kurzem bin ich nun auch auf Instagram aktiv um meine Bilder zu präsentieren. Ich fotographiere seit einigen Jahren als Hobbyfotograph und hab hier und da mal kleinere Aufträge im erweiterten Bekanntenkreis.
    Mein Problem auf Instagram ist, dass ich mich nicht für ein Genre und nen Bildstyl entscheiden kann, da mich einfach viele Bereiche von Landschaft über Street bis Hochzeit und Fashion\Mode interessieren…

    Hast du da nen Tipp wie ich vorgehen soll? Mehrere accounts? Immer ca. 9 Bilder in Reihe aus einem Genre? Würde mich auf eine Antwort sehr freuen

    LG Johannes
    (jw.emotions)

    • Stephan Wiesner 11. Mai 2018 um 10:40 Uhr - Antworten

      Wenn Du Dir die Frage beantwortest, wer Deine Zielgruppe ist, als wer Du wahrgenommen werden möchtest, dann hast Du die Antwort.

  2. Lukas Petereit 12. Februar 2018 um 11:10 Uhr - Antworten

    Servus Stephan, viele richtige Ansätze in deinem Blogpost. Allerdings darf man deinen Größenvorteil nicht außer acht lassen. Durch deinen Erfolg als Youtuber hast du bereits eine große Community, die auch als Multiplikator auf Instagram dient. Ohne diesen, wäre es mittlerweile ohne Werbung kaum noch möglich so zu wachsen.

    • Stephan Wiesner 12. Februar 2018 um 11:52 Uhr - Antworten

      Ja, das hilft. Wie ich im Artikel schreibe “Instagram funktioniert nun einmal so, dass Grösse hilft.”
      Gute, konsequente Fotos mit einer entsprechenden Zielgruppe helfen aber auch.

  3. Hans-Peter 18. Januar 2018 um 19:53 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan, verwendest du für deine Fotos für instagram die selben “Ausgabe“ Einstellungen wie für Facebook (wie in deinem YouTube Video darüber)? Liebe Grüße aus Steyr, Hans-Peter.

    • Stephan Wiesner 18. Januar 2018 um 20:29 Uhr - Antworten

      Ja genau. 2048px

  4. Richard Puhl 18. Januar 2018 um 18:59 Uhr - Antworten

    na was könntest du für schöne Hundefotos Kristina schicken wenn Du meinen 2. Account abboniert hättest 😜

    https://www.instagram.com/fortuna.diabolica/

    • Stephan Wiesner 18. Januar 2018 um 19:20 Uhr - Antworten

      Den Weihnachtshund habe ich geliked! 🙂

  5. Ben Regge 18. Januar 2018 um 17:35 Uhr - Antworten

    Moin Stephan,

    mal wieder ein interessantes Thema und Artikel. Instagram ist durchaus auch sinnvoll um in Kontakt zu kommen und mein Account dümpelt auch noch so vor sich hin. Allerdings schaffe ich es auch nicht, wöchentlich zu posten. Es sei denn, ich habe mal wieder eine Challenge gemeistert und stelle das dann online. Mir ist der Effekt auch schon aufgefallen, wenn man bei den #52wiesnerwochen mitpostet, man durchaus Likes und Follower bekommt. Man ist halt in einer Interessengemeinschaft. Das muss man dann für sich verstehen, umsetzen und den Account ggf. neu ausrichten. Für mich ist die Landschaftsfotografie immernoch ein großes Thema, aber ich möchte mehr in die Portrait Fotografie mit mehreren Genres einsteigen. Ich bin also noch dabei mich auszuprobieren und herauszufinden, was mir liegt und gefällt. Naja und ich lerne eben auch noch viel. Das heißt aber auch, daß mein Account noch keine einheitliche Struktur und Thema hat. Gefühlt ein Kessel Buntes. Mir scheint es aber auch wichtig zu sein, wem man folgt und da das öffentlich ersichtlich ist und Instagram durch meine Abos geht und die anderen als interessant anbietet, sollte man sich ggf. überlegen wem man da so folgt.

    Grüße Ben

    • Stephan Wiesner 18. Januar 2018 um 17:55 Uhr - Antworten

      Ich freue mich auf weitere Fotos von Dir mit Bier in der Küche 🙂

      • Ben Regge 19. Januar 2018 um 5:44 Uhr - Antworten

        🤣👍 Zu schade… Hättest Du das eher gesagt, wäre mein Thema für die aktuelle Challenge anders ausgefallen 😂

Kommentar verfassen

This website stores some user agent data. These data are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to opt-out of any future tracking, a cookie will be set up in your browser to remember this choice for one year. I Agree, Deny
616