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Bestes externes Mikrofon für DSLR Video?

Ein externes Mikrofon für DSLR Video oder die Systemkamera ist Pflicht, wenn man guten Sound haben möchte. Die beste Ausrüstung zum Aufnehmen von Sprache beim Filmen mit der DSLR oder Systemkamera stelle ich in diesem Blogbeitrag vor. Dabei gehe ich auf verschiedene Situationen ein, denn wie immer kann es nicht die eine Lösung für alle Probleme geben. Mit rund 600 Youtube-Videos habe ich einen mehrjährigen Erfahrungsschatz und sehr viel ausprobiert. In diesem Beitrag geht es um die Audio-Ausrüstung. Auf die Kameras gehe ich nur am Rande ein. Alle Links sind Affiliate Links zu Amazon.de. Wie immer gibt es tausend Varianten. Die hier vorgestellten Mikrofone und Aufnahmegeräte haben sich für mich bewährt.

 

Kamera, Mikrofon und Aufnahmegerät für Video-Blog

Meine vlog Filme nehme ich häufig einfach mit dem iPhone 6 auf. Evtl. mit Gimbal, evtl. mit aufgesetztem Weitwinkel-Objektiv aber immer mit dem Lavalier-Mikrofon smartLav+ von Rode für gute Audio Qualität. Ich habe drei Stück davon und benutze sie schon seit Jahren. Der Sound ist gut und ich kann das Mikrofon direkt ins iPhone stecken ohne Zubehör. Das gleiche Lavalier verwende ich auch im Studio (siehe unten). Es gibt einen Windschutz für das Mikrofon, das für Aussenaufnahmen zu empfehlen ist. Das folgende Video zeigt den Einsatz unter erschwerten Bedingungen. Es war teilweise sehr windig, wir sind auf 3000m und waren erschöpft und müde.

Manchmal filme ich mit diversen anderen Kameras, was halt gerade dabei ist. In der Regel dann aber auch mit dem smartLav+ in eine Kamera oder in einen Zoom H1 Rekorder. Ich habe zwei Stück, so dass auch zwei Personen je ein eigenes Lavalier bekommen können. So spart man sich ein teures Funk-System und kann sich frei bewegen. Zur Not kann man auch direkt ins H1 sprechen. Nachteil ist: Ich muss in der Nachbearbeitung noch den Sound bearbeiten. Das kann schnell sehr viel Aufwand sein, insbesondere, wenn man viele kurze Filme hat. Ich nehme meine Videos meist 2-3 mal auf (manchmal mehr), es kommt also schnell viel Material zusammen.




 

Mikrofon für Youtube Outdoor Video Aufnahmen

Wenn ich hier in Bern an der Aare stehe und filme, dann hatte ich früher manchmal direkt den Zoom H5 mit Windschutz in der Hand. Das hat den Vorteil, dass der sehr viel Wind abkann. Die Soundqualität ist sehr gut, aber es sieht einfach doof aus. Auch hier muss ich in der Nachbearbeitung ran. Mindestens mal Kompressor und Limiter, häufig auch manuelle Korrekturen der Lautstärke. Ich bin kein ausgebildeter Sprecher und neige dazu nicht konstant laut zu sprechen.

Seit einem halben Jahr habe ich das Rode Reporter Mikrofon und bin begeistert. Die Sound Qualität ist gut, es ist extrem resistent gegen Windgeräusche, leicht und robust und ideal für Interview-Situationen. Ein Beispiel gibt es im folgenden Video. Das Mikrofon braucht ein Aufnahmegerät. Ich kann es per Kabel an meinen Zoom H5 anschliessen, es gibt Funk-Lösungen, etc. Ich verwende das Tascam DR10. Dann muss ich den Sound allerdings in der Nachbearbeitung noch synchronisieren und auch optimieren (Kompressor, Limiter, etc.).

Am einfachsten ist es, direkt mit einem externen Mikrofon, wie dem Lavalier-Mikrofon smartLav+ von Rode in die Kamera zu sprechen. Dazu benötigt man den Rode Adapter und (evtl.) ein Verlängerungskabel. Dadurch habe ich keinerlei Nacharbeit mit dem Sound. Ich filme meist mit Panasonic G70 oder FZ1000 mit Audio im Auto-Modus (was man eigentlich nicht sollte, aber bei Panasonic bestens klappt). Das funktioniert natürlich nur, so lange das Kabel lang genug ist. Alternativ kann man ein Funksystem dazu schalten, ich verwende das von Sennheiser (rund 3 Jahre alt).

Das folgende Youtube Video zeigt verschiedene Varianten für ein externes Mikrofon für DSLR Video.

 

Externes Mikrofon für DSLR Video im Studio

Die Aufnahmen bei mir im Wohnzimmer sind fast ohne Ausnahme mit dem Lavalier-Mikrofon smartLav+ von Rode direkt in die Kamera aufgenommen worden. Einfach, keine Nacharbeit nötig und ich brauche keine extra Batterien für ein Funksystem oder Aufnahmegerät. Wer mehr Qualität haben möchte kann z.B. das Zoom H5 dazu schalten und z.B. ein Rode NTG2 Richtmikrofon einsetzen. Ich habe diese Lösung – aber nur ausprobiert, nie verwendet. Das Lavalier ist einfacher und Zeit ist bei mir knapp.

 

Zwei oder mehr Personen: Externes Mikrofon für Videos

Wenn ich mehr als eine Person im Video zeige, verwende ich meist ein Mikrofon in der Hand. Früher das Zoom H5, heute das Rode Reporter Mikrofon. Das klappt bestens, wenn wir „rumstehen“ und sprechen, also normale Interview-Situationen. Sollen sich beide Personen bewegen können, dann wird es komplizierter. Eine einfache Lösung ist es, jeder Person ein Lavalier Mikrofon zu geben und einen Zoom H1 Rekorder. Der H1 hat einen Mikrofon Eingang und Kopfhörer Ausgang. Somit hat jeder „seinen eigenen Sound“. Kein teures Funk-System, robust, einfache Handhabung der Batterien und guter Sound. Der offensichtliche Nachteil ist die Synchronisation in der Nachbearbeitung.

Rode Reporter Mikrofon für das Filmen von Youtube Videos

Rode Reporter Mikrofon für das Filmen von Youtube Videos

Eine elegante Lösung ist der Einsatz von einem Aufnahmegerät, z.B. dem Zoom H5, und mehreren Mikrofonen, die direkt in das Aufnahmegerät gehen. Man kann die Eingänge individuell steuern und optional den Sound aufnehmen und/oder direkt in die Kamera speisen. Dadurch hat man dann nur minimalen Aufwand in der Nachbearbeitung. Der Nachteil sind Kabel oder Kosten. Im Foto sind zwei Lavalier-Mikrofone smartLav+ von Rode angeschlossen. Eins mit Kabel und eins mit einem Sennheiser Funk-System (über 500 EUR). Auf der Kamera ist eine kleine Walimex-Schiene, die es ermöglicht mehr als ein Gerät auf den Blitzschuh zu stecken. Für Aufnahmen in denen die Kamera auf dem Stativ steht eine sehr einfache Lösung. Wer damit rumlaufen möchte braucht evtl. einen Käfig (habe ich nicht).

Achtung: Man kann das Rode Lavalier nicht direkt in den Zoom H5 stecken, sondern braucht (noch) einen Rode VXLR Adapter. Und (je nach Mikrofon) die Phantom-Power muss aktiviert werden.




 

Das legendäre Rode Videmic Pro für das Filmen mit der DSLR

Audio Aufnahmen mit der Kamera können auch mit einem Mikrofon direkt auf der Kamera gemacht werden. Das hat den Vorteil, dass es besser als das eingebaute Mikrofon klingt und dennoch keine Arbeit macht. Man kann sich leicht bewegen. Die Kosten sind gering. Ideal für Reporter-Style Filme, in denen man sich bewegt und Sound mit nur einem Mikro aufnehmen möchte. Das funktioniert aber nur, wenn die Soundquelle sehr nah ist. Steht ein Sprecher 10m entfernt wird er nicht mehr zu verstehen sein. Die Nebengeräusche sind sehr deutlich zu hören. Ein externes Mikrofon ist vor allem deswegen wichtig, weil man es nah an die Person heran bringen kann. Das bedeutet meist, dass man es von der Kamera lösen muss.

 

 

 

 

 

Januar 9th, 2017|Categories: Fotografieren Lernen|

One Comment

  1. Georg 9. Januar 2017 at 19:49 - Reply

    Hi Stephan,
    wie immer ein toller Beitrag. Ich als Tonschaffender finde es toll dass du so auf den guten Ton achtest.
    Heutzutage ist das leider nicht mehr selbstverständlich.
    Bei der Synchronisation hilft die gute alte Klappe (bzw. vor der Kamera in die Hände klatschen, wer hat schon immer ne Klappe dabei).
    Ansonsten kann ich auch der Gerätewahl nur zustimmen, auch wenn es sicherlich noch andere gute Produkte von anderen Herstellern gibt. z.B. tolle kompakte Sennheiser DSLR Lavalier Funksysteme.
    Empfehlen kann ich, wenn die Optik nicht stört, auf jeden Fall auch Headsets, die haben durch die nahe Position am Mund Vorteile ggü. Lavalier Mics.
    Bei vielen Aufnahmegeräten kann man Compressor/Limiter/Gate auch schon bei der Aufnahme im Gerät einstellen, das spart Zeit in der Nachbearbeitung und klingt oft besser als eine reine Nachbearbeitung.

    Beste Grüße,
    Georg

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