Meine neue Fotograf-in-Bern-Homepage ist heute Online gegangen (und hat noch ein paar kleine Kinderkrankheiten). In diesem Blogbeitrag beschreibe ich, warum ich sie komplett neu gestaltet habe und was ich dabei beachtet habe. Eine Grundlage dafür ist, dass ich mit Personas arbeite. Mit dieser Kreativitätstechnik versuche ich mich in die Köpfe meiner Zielkunden zu versetzen und meine Webseite mit ihren Augen zu sehen.

 

Brauchst Du eine Homepage?

Eine Firmen-Homepage ist ein Fass ohne Boden. Ich habe beruflich viel damit zu tun, die Qualitätssicherung von grossen Webseiten durchzuführen. Man ist nie fertig und es verbleiben immer Fehler und es gibt immer Punkte, über die sich die Stakeholder nicht einig werden können. Der Designer möchte immer noch bunter werden, der Chef kein Geld ausgeben und der Tester mault über die schwache Usability auf einem exotischen Smartphone, dass nur noch er verwendet. Sprich: Es wird teuer (in Geld und Zeit).

Für die meisten Hobby-Fotografen wird daher eine Foto-Präsentationsseite wie Flickr, 500px, etc. die sinnvollere Variante zu einer richtigen Homepage sein.

Wer jedoch ein Geschäft hat, der kommt nicht darum herum, zumindest eine minimale Online Präsenz zu haben. Auch hier gibt es diverse Anbieter, die vorgefertigte Baukästen oder Generatoren haben. Für eine reine Visitenkarte wird das reichen. Wer mehr will, geht meistens auf WordPress (so wie diese Blog-Seite), sucht sich einen Webdesigner oder krempelt selbst die Arme hoch (that would be me). Macht finanziell wenig Sinn, weil meine Zeit dafür eigentlich zu schade ist, aber es macht mir auch Spass. Meine Empfehlung ist aber klar:

Such Dir einen Profi, wenn Du eine professionelle Seite haben möchtest.

 

Fotograf in Bern: Mein Angebot

Fotograf in Bern: Mein Angebot ist übersichtlich und leicht zu finden

Wieviel Geld verdienst Du mit der Homepage?

Eine Firmen-Webseite hat zwei primäre Ziele: Bekanntheit/Erreichbarket/Findbarkeit/Seriösität zeigen und Geld verdienen. Entweder direkt über einen Shop oder indirekt durch Präsentation des Angebots, bzw. Bereitstellung der Öffnungszeiten. Ich war letzte Woche z.B. bei meinem Velo-Mech und habe vorher auf seiner Seite geschaut, wann er am Mittag offen hat. Wenn ich einen Handwerker suche, dann frage ich Google Maps und wenn ich unterwegs bin und eine Tankstelle suche auch.

Da ich meine Buchhaltung gerade bei meinem Treuhänder abgegeben habe, kenne ich meine 2016 Einnahmen über die Homepage. In meinem Fall kann ich also sagen: Ich habe im letzten Jahr X CHF verdient, weil Leute über meine Homepage zu mir gekommen sind. Was ich nicht kann: Sagen wieviele Leute mich nicht kontaktiert haben, weil ihnen die Seite nicht zugesagt hat / nicht die nötigen Informationen gegeben hat.

Zwischenfazit ist: Ich brauchte keine neue Seite. Es kam prozentual sehr wenig Gewinn über die Homepage und die Leute die zu mir kommen, loben sie für ihre schlichte Klarheit.

Ich wollte das drei Jahre alte Design aber mal modernisieren. Weil mich das Thema interessiert und um klarer fokussiert zu sein. Wie angekündigt fokussiere ich mich nur noch auf Bewerbungsfotos und Sportfotografie hier in Bern. Die Vorüberlegungen haben aber klar gemacht: Es darf nicht viel Geld kosten, wenn es keinen zusätzlichen Gewinn bringt.

Mobile Zugriffe der letzten 28 Tage

Mobile Zugriffe der letzten 28 Tage

Technik: HTML 5, Responsive Design, etc

 

HTML für die Homepage

HTML für die Homepage

Ich hatte bereits eine aktive Seite und kann in den Logs sehen, mit welchen Geräten die Besucher aus Bern auf die Seite gehen. Da ist Mobile ein wenig relevantes Thema (<10% der Besucher), was auch Sinn macht. Einen Fotograf würde ich auch daheim am Laptop suchen und nicht in der Mittagspause auf dem Smartphone. Andererseits kommen aber sehr viele Leute aus Deutschland auf die Seite, meist von Youtube (is that you?). Die sind zwar für mein Angebot irrelevant, aber zumindest muss die Seite für sie funktionieren, sonst kriege ich täglich Hilfsangebote und Mecker-Mails von Informatik-Studenten aus Hamburg und Berlin. Kriege ich so auch, aber nur ein paar im Monat.

Ich habe die Seite nicht auf WordPress aufgebaut, damit sie schlanker und sicherer ist. Ich ändere die Inhalte nur selten und möchte nicht noch ein WordPress administrieren. Ich habe mir das Kwoon Template als Basis gekauft und angepasst und dann im Texteditor die Inhalte verfasst. Die meiste Arbeit machen so oder so die Auswahl der Fotos und das Schreiben der Texte.

Ich nutze Fotos im Querformat, die auf dem Handy nur gut aussehen, wenn es quer gehalten wird (was keiner macht) und schicke Slider (die in mobile einigermassen funktionieren). Da könnte man noch ein paar Tage fummeln, aber Kosten-Nutzen passen dann nicht mehr für mich.

 

Fazit

Mir war wichtig, dass ich eine etwas professionellere Seite habe, um sie Leuten zu schicken, mit denen ich zusammenarbeiten möchte. Das heisst in meinem Fall Sportler. Ausserdem sollen Leute aus der Region Bern, die neue Bewerbungsfotos brauchen auf mich aufmerksam werden. Also zeige ich nur die notwendigsten Informationen – verlinke aber auf Blog und Youtube für die Interessierten.

Zwingend nötig: