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Leserfrage: Mail-Coaching Portrait

Denis aus Sachsen-Anhalt hat mir das Portrait-Foto mit der Bitte um Feedback zugeschickt. Das Mail-Coaching gab es im Adventskalender zu gewinnen. Hier als Leser-Frage mein Feedback.

Hier zunächst seine Beschreibung zur Erstellung des Fotos:

Das Foto wurde in meinem Mini Studio Zuhause aufgenommen. Als Hintergrund diente ein Walimex 150x200cm Falthintergrund der mit einem Yognuo YN-560 III von unten angeleuchtet wurde. Als Hauptlicht diente ein YN-560 IV der durch einen Durchlichtschirm blitzte. Der Schirm war dabei möglichst Gerade auf das Gesicht des Models gezielt um Schatten jeder Art zu vermeiden. Von hinten Links kommt dann noch ein nackter YN-560 III mit Reflektor auf 105mm Position als Haarlicht dazu.

Damit hat Denis eine sehr typische Ausrüstung fürs Heimstudio, wie ich sie auch in meinem Buch Portraits im Wohnzimmerstudio vorstelle. Mein Feedback zu diesem Foto lautet wie folgt.

Das sieht schon vielversprechend aus und Deine Beschreibung klingt soweit auch ordentlich – mit kleinem Optimierungspotential 🙂

Auf weissem Hintergrund ist der Helligkeitsverlauf deutlich sichtbar

Praxistipp: Schau Dir das Foto mal im Finder/Datei Explorer an. Dann wird Dir auffallen, dass der Hintergrund oben viel heller ist als unten. Insbesondere wenn Du mehrere Fotos gemacht hast und durchblätterst. Der Helligkeitsverlauf stammt von dem einen Blitz von unten. Besser wäre es, diesen weiter weg zu bringen, dann wäre das Licht gleichmässiger verteilt – mit dem offensichtlichen Nachteil, dass es dann weniger hell ist. Eine Option wäre hier: Den unteren Bereich vom Hintergrund in Photoshop aufhellen. Ihre Haut und das T-Shirt sollten als Kante ausreichend sein, um da etwas freizustellen.
Aufpassen mit ihren Haaren. Die sind teilweise ausgebrannt (z.B. auf ihrer linken Schulter), weil sie zu dicht am Hintergrund ist (bzw. der zu hell ist).
Sehr gut gefällt mir die Beleuchtung vom Gesicht, inkl. des runden Catchlights. Durch den einen Schirm hast Du einen leichten Schatten auf ihrer linken Wange. Das ist gut, verleiht es dem Gesicht doch mehr 3D-Charakter. Möchtest Du das nicht, dann musst Du einen zweiten Schirm einsetzen (evtl. Reflektor) oder das Licht wirklich mittig hinbekommen. Der Kinnschatten verschwindet mit einem Reflektor (oder weissem T-Shirt), stört hier aber nicht.
Gar nicht gefällt mir der Nach-Oben-Blick. Das strafft das Gesicht und wird häufig von Frauen angestrebt. Persönlich sieht es für mich immer “verniedlichend” aus und ich vermeide das weitgehend.
Dann noch die Schlussbemerkung, dass ich die ganze Zeit versuche das T-Shirt zu lesen 🙂 Keine Kritik, nur der Hinweis auf den Blickfänger.
Die Nachbearbeitung gefällt mir. Dezent, sehr natürlich. Ich hätte den Fleck auf ihrem linken Arm, direkt unter dem T-Shirt, weggestempelt, muss man aber nicht.
Ich hoffe das hat Dir geholfen, einfach melden mit weiteren Fragen.

 

Dezember 25th, 2016|Kategorien: Fotografie-Fragen, Fotografieren Lernen|Tags: , |

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