Je grösser die Kamera und Objektive werden, desto komplizierter auch der Transport. Das Problem ist für mich nicht das Gewicht, sondern das Packmass. Wer in der Stadt unterwegs ist wird hier mit einem sehr grossen Angebot an Kamerataschen und Fotorucksäcken überhäuft. Kamera, ein paar Objektive und die Wasserflasche kann man so gut mitnehmen. Wer aber im Urlaub oder beim Wandern, Fahrrad fahren, etc. eine grosse Kamera zusätzlich zur Urlaubsausrüstung mitnehmen möchte, der stösst schnell auf Probleme. Hier verrate ich, wie ich es mache.

Fotorucksack: Die komfortable Lösung

Fotorucksäcke gibt es in allen Grössen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Möglichkeit haben, die Kamera sicher zu verstauen und schnell an sie heran zu kommen. Teilweise haben sie dafür herausnehmbare Einsätze, teils ist es fix eingebaut. Eine generelle Kaufempfehlung kann ich hier nicht geben, da wird jeder seine eigenen individuellen Anforderungen haben – und nicht zuletzt vom Preis abgeschreckt werden.

Ich nutze Fotorucksäcke nur noch äusserst selten und würde mir auch keinen mehr kaufen, wenn meine Wohnung ausbrennen würde und ich bei Null anfangen müsste.

Selbst nutze ich zwei F-Stop Rucksäcke. Einen kleinen für Tageswanderungen und auf dem MTB und einen grösseren für Fotoaufträge hier in der Stadt. Für den Urlaub oder grössere Wanderungen mit viel Gepäck sind beide aber nicht geeignet. Statt dessen nehme ich dafür meine normalen Wanderrucksäcke in der entsprechenden Grösse – und habe das Problem die Kamera darin zu verstauen. Meist bin ich mit dem Deuter Trekkingrucksack Act Lite unterwegs. Der ist gross genug, um auch Zelt und Schlafsack mit hineinzubekommen und leicht genug, dass er auch für Tagestouren verwendet werden kann. Im Flieger kann ich ihn als Handgepäck mitnehmen (wenn er nicht randvoll ist) und leer kann man ihn gut in den Koffer stopfen.

Unterwegs mit der Peak Design Messenger Bag Fototasche

Unterwegs mit der Peak Design Messenger Bag Fototasche – Chick und praktisch für ein kurzes Shooting

 

Die Kamera im Wanderrucksack verstauen

Beim Schneeschuhlaufen möchte ich einen Rucksack haben, den ich mit der Vorderseite in den Schnee legen kann. Dank Rücken-Reissverschluss komme ich an alles gut ran und die Schneeschuhe kann ich an die Vorderseite befestigen. Beim Klettern soll der Rucksack möglichst leicht sein und wenn ich mit dem Zelt unterwegs bin brauche ich viel Platz. Im Urlaub möchte ich einen möglichst flexiblen Rucksack, in dem ich auch mal keine Kamera transportiere. Das kann offensichtlich nicht ein einzelner Rucksack lösen. Entsprechend habe ich mehr Rucksäcke als manche Frau Schuhe.

Kleine Kameras, wie die Sony A6300 trage ich an der Hüfte in diversen Cosyspeed Taschen (Affiliate). Grössere Kameras hingegen wandern in den Rucksack. Zwar gibt es Taschen für die Kameras, z.B. die sehr robusten von Loewe Pro. Aber dadurch wird das Gesamtpaket so gross, dass ich zu wenig Platz hätte. Dazu kommen dann häufig noch ein oder zwei Wechselobjektive.

Cosyspeed Outdoor Fototasche

Cosyspeed Outdoor Fototasche (Prototyp)

Objektive transportiere ich in kleinen Neopren Taschen von Walimex (Affiliate). Die sind leicht und schützen das Objektiv vor Kratzern und Schlägen. Mittelgrosse Kameras, bzw. die DSLR mit kleinem Objektiv passt da ebenfalls rein. In dem kurzen Video zeige ich die Taschen:

Grosse Kameras umwickle ich einfach mit einem Tuch. Dafür habe ich mir vor Jahren bei enjoyyourcamera mal eins gekauft mit Klettverschluss (Affiliate). Da passt jede meiner Kameras rein, inkl. 70-200mm Objektiv. Alternativ kann man natürlich auch einfach ein Geschirrhandtuch oder die Jacke nehmen. Das ist nicht ideal, die Kamera kann rausrutschen und die Tücher schützen zwar vor Kratzern, aber nicht vor groben Schlägen. Insbesondere, wenn ich viel Metall im Rucksack habe, z.B. mein Kletterzeug, ist mir das nicht genug. In den meisten Fällen reicht es aber.

Für ganz grobe Dinge nutze ich in der Tat Lowe Pro Toploader Taschen (Affiliate Link). Richtig happy bin ich nicht damit. Zu schwer, zu klobig. Die Kameras passen nicht mit allen Objektivkombinationen rein, also habe ich gleich mehrere Loewe Pro Taschen. Andererseits kann ich in diesen Taschen z.B. die Nikon D750 mit 70-200mm Objektiv beim Klettern draussen tragen, gegen Felsen schlagen, sie runterfallen lassen, etc. Alles schon gemacht und bislang nichts passiert.

MacBook 12 Review: Als Fotograf immer dabei

Mein Rucksack trägt meinen ganzen Haushalt – Rechts die Neopren Tasche zu sehen, in der ich die Sony A6300 transportiert habe.

Man kann auch generische Polstereinsätze für Kameras kaufen und in normalen Rucksäcken transportieren. Selbst mache ich das nicht, weil die wieder sperrig sind, aber einige von euch haben mir schon geschrieben, dass sie das so lösen.

Fazit

Das Fazit ist: Nicht überkomplizieren. Statt zu versuchen, den perfekten Fotorucksack zu finden ist es viel einfacher und billiger, einen guten Wanderrucksack oder Alltagsrucksack zu nehmen (den man eh schon hat). Dazu eine flexible und platzsparende Idee, um die Kamera da rein zu stecken und gut ist.

Person in Landschaft im Death Valley

Die Fotoausrüstung im Wanderrucksack im Death Valley

Keinen Artikel mehr verpassen?

Dann schreib Dich in den Newsletter ein!

Weitere Tipps und Tricks zur Fotografie