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Kauftipp: Die besten Kameras für den Urlaub – 2016

Jedes Jahr zum Beginn der Ferienzeit quält mich die Frage, welche Kamera und welche Objektive ich für meinen nächsten Urlaub zwingend brauche. Möglichst mit einer Antwort, die einen weiteren Ausrüstungs-Kauf rechtfertigt 🙂 Hier also zum Beginn des Sommers 2016 meine persönlichen Kauftipps. Siehe auch den Artikel 7 Tipps für bessere Urlaubsfotos.

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Welche Kamera nehme ich mit in den Urlaub?

Im Urlaub möchte ich eine Kamera für die Hosentasche haben und eine grosse für die “wichtigen” Fotos, also eine Canon 6D oder Sony A7 z.B. Darauf nehme ich häufig ausschliesslich eine Festbrennweite mit, z.B. das in diesem Testbericht vorgestellte Sony 28mm F2.0. Ein Zoomobjektiv kann man zusätzlich mitnehmen – aber mal so unter uns: Meist reicht mir die RX100 vollkommen aus. Die Festbrennweite nehme ich mit, da ich damit auch bei wenig Licht arbeiten kann – und damit man ein paar Fotos den “Profi Look” ansieht. Für die normalen Urlaubsfotos brauche ich weder Vollformat, noch lichtstarke (und teure/grosse) L-Objektive.

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Sony RX100 M3 – Für den Wanderurlaub meist völlig ausreichend

 

Die beste Hosentaschenkamera für den Urlaub 2016

Mein Favorit ist seit Jahren die Sony RX100. Die meisten meiner Freunde haben inzwischen eine der Sony Kameras – und alle sind zufrieden damit. Man muss einfach wissen, was man erwarten kann. Natürlich kommen Bildqualität und Flexibilität nicht an eine DSLR wie die Nikon D750 heran – aber die passt auch nicht in die Hosentasche. Es gibt einen ausführlichen Blogbeitrag zur Sony RX100 von mir. Das Cover-Foto von diesem Artikel mit der MTB Fahrerin ist übrigens: Die Rx100.

Hier ein gutes Beispiel nach dem Motto: Die beste Kamera ist die, die man griffbereit hat. Natürlich hätte ich hier noch ein dramatisches Foto mit dem 70-200 Objektiv auf der Nikon D750 machen können. Die linke Wade freigestellt, dramatische Wassertropfen an den Wanderstöcken – aber dann hätte man die Landschaft nicht gesehen und ich hätte dennoch dieses ausgewählt zum Zeigen (Sony RX100 M3). Merke: Urlaubsfotos (und Fotos vom Wandern) sollen Emotionen zeigen, die Landschaft zeigen, den Betrachter bewegen. Häufig braucht man dafür keine teure Ausrüstung.

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Bestes Preis-Leistungsverhältnis Systemkamera: Sony A6000

Die Empfehlung der Sony A6000 wird niemanden verwundern. Nutze ich sie doch auf fast allen meinen Wanderungen, habe sie häufig im Urlaub dabei und ist sie vom Preis-Leistungs-Gesichtspunkt her kaum zu schlagen. Wichtiger Punkt dabei ist aber: Vergiss das Kit-Objektiv. Kauf das gar nicht erst (ich habe es nicht). Sonst bist Du mit der RX100 wahrscheinlich besser bedient. Das heisst nicht, dass man das Kit nicht gebrauchen kann – natürlich kann man das. Aber auf Blende 5 werden die Fotos wahrscheinlich genauso aussehen, wie mit einer Kompaktkamera.

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Die Sony A6000 kann man auch für Sternenfotografie einsetzen (Samyang 12mm)

Tipp

Die A6000 braucht mindestens ein gutes Objektiv. Das kann eine Festbrennweite sein, wie z.B. das 24mm 1.8 oder das 50mm 1.8. Ich selbst nutze sie fast ausschliesslich mit dem 12mm Samyang - oder dem Carl Zeiss 1670 für etwas mehr Flexibilität.

Sony Alpha 6000 Systemkamera (24 Megapixel, 7,6 cm (3″) LCD-Display, Exmor APS-C Sensor, Full-HD, High Speed Hybrid AF) schwarz

Samyang 12mm F2.0 Weitwinkel-Objektiv

 

Zubehör empfehle ich in diesem Video.

Wem der Geldbeutel locker sitzt kann natürlich gleich zur aktuellen Sony A6300 greifen. In diesem Video erkläre ich die grössten Unterschiede:

 

 

Outdoor und Landschaftsfotografie: Nikon D750

Die Nikon D750  ist mein Arbeitspferd für reine Outdoor Einsätze. Sie bietet von meinen Kameras den grössten Dynamic Range, hat eine hohe Auflösung (aber keine ZU hohe, eine A7R kommt mir nicht ins Haus) und ist extrem robust gebaut. Ja, die Nikon D810 ist noch stärker bei hohen ISO-Werten, aber für meinen Einsatz sind Aufpreis und Gewicht nicht gerechtfertigt.

Man kann sie auch mit dicken Winterhandschuhen bedienen und sie hat sehr viele Funktionen rund um Langzeitbelichtungen, Vorauslösung oder Timelapses – ohne dass man erst Apps installieren muss. Entsprechend setze ich sie ein mit dem Nikon 14-24mm F2.8 oder dem 70-200 F4. Da ich das sehr gute Sigma 24mm 1.4  für Nikon habe, kommt sie damit ab und an zum Einsatz. Aber, eben, Indoor-Hauttöne von Nikon sind nicht soo mein Geschmack, das versuche ich zu vermeiden. Wegen der Hauttöne ist Nikon nicht meine Hauptkamera. Wem die Hauttöne gefallen: Die D750 ist die beste Kamera, die ich aktuell kenne (als Gesamtpaket betrachtet).

Burg in Schottland am See

Burg in Schottland am See (Nikon D750, 70-200 bei F8 und 20 Sekunden)

Eisklettern an einem Gletscher in den Alpen, Wallis, Schweiz - Iceclimbing on a glacier in the Swiss alps

Eisklettern an einem Gletscher in den Alpen, Wallis, Schweiz – Nikon D750, F7.1

 

 

Die Kamera zum Entschleunigen: Fuji X100T

Die Fuji X100T nehme ich gerne mit in den Urlaub. Im Alltag verwende ich sie nie, aber wenn ich Zeit und Musse habe? Dann macht es Spass, mit ihr rumzutüfteln. Ausserdem ist sie – mit weitem Abstand – die schönste Kamera, die ich habe (rein subjektiv). Und eine Kamera, die mir das Gefühl gibt “ein Fotograf zu sein”. Sie hat keinen grünen Vollautomatik-Modus. Anfänger sind mir ihr erstmal überfordert. Sie hat nicht einfach einen Schwarzweiss-Modus, sondern gleich mehrere und ich muss mir überlegen, ob ein Yellow-Filter oder ein Red-Filter hier mehr passt. Nicht, dass ich weiss, was das bedeutet, aber es fühlt sich cool an…

Langzeitbelichtung am See im Urlaub in Irland

Langzeitbelichtung am See im Urlaub in Irland

 

Mit dem lichtstarken 23mm Objektiv, dem APS-C Sensor und dem lautlosen Verschluss ist sie ideal, um dezent zu arbeiten. Man kann mit den Fujifilm Kameras in hohe ISO-Werte gehen und wer den typischen Fuji-Look mag, wird auch an den JPGs seine Freude haben.

Fujifilm X100T Provia Standard vs. Classic Chrome

Fujifilm X100T Provia Standard vs. Classic Chrome

 

Warum nicht Canon 6D, Sony A7 oder DEINE Kamera?

Nicht vergessen: Wenn Du Deine Kamera seit Jahren täglich liebevoll in den Händen hast und sie blind bedienen kannst, dann ist diese die ideale Kamera für Dich. Das ist bei mir die Canon 6D und so kommt sie immer wieder in letzter Sekunde doch noch in den Koffer. Sie bleibt meine am meisten verwendete Kamera – mit weitem Abstand. Nicht, weil sie besser ist, sondern weil sie mir vertraut ist und weil ich dafür das beste Glas habe. Aber: Das Model ist inzwischen doch sehr in die Jahre gekommen und ja, ich hatte sie in Thailand in der diebstahlsicheren Hüfttasche dabei, aber etwas kleineres ist für den Urlaub wahrscheinlich meist besser geeignet.

Die A7 ist eine gute Kamera, ich hatte sie z.B. auf meiner Deutschlandreise mit dem Velo im Frühling 2016 und auf Bikeurlaub im Engadin 2015 dabei. Sie ist “besser” in den meisten Klassen als die A6000 – hat aber naturgemäss nicht so ein tolles Preisleistungsverhältnis. Schon gar nicht, wenn man das Glas mit dazu rechnet. Und sie ist nicht mehr klein genug für die Jackentasche.

MFT? Nun, da habe ich ja eine starke persönliche Meinung und wer damit glücklich ist, dem sei das gegönnt. Selbst nutze ich das System zum Filmen – aber nicht zum Fotografieren.

 

Was ist die beste Festbrennweite für den Urlaub?

Als ambitionierter Hobbyfotograf möchte man natürlich “besonders gute” Fotos aus dem Urlaub mitbringen. Für viele gehört dann auch die quälende Frage dazu: Welche Festbrennweite(n) nimmt man mit. Hier ein paar Überlegungen dazu. Wichtig ist es – wie üblich – erstmal nachzudenken. Man möchte eine Festbrennweite mitnehmen, weil man ein besonders schönes Bokeh haben möchte und freistellen kann. Lichtstärke für das Foto in der Kirche ist nice, aber das könnte man evtl. auch mit Stativ oder Bildstabilisator und dem Kit-Objektiv hinbekommen.  Wer z.B. an einer Sony A6000 mit einem 60mm F2.8 arbeitet – wird nur sehr wenig freistellen können (bzw. nur Nahaufnahmen).

50mm Festbrennweite

50mm (an Vollformat) entspricht in etwa dem, was wir normal sehen. Daher wirken solche Fotos sehr authentisch. Auch kann man damit meist ein ausreichend freistellen, bekommt die Objektive häufig relativ günstig in der F1.8 Version und sie sind leicht und klein. Im Haus hat man allerdings nicht immer ausreichend Platz. An APS-C ist man wahrscheinlich mit einem 35mm Objektiv besser bedient, da man einen anderen Bildausschnitt hat. Sony A6000 / A6300 User sollten sich mal das Sigma 30mm 1.4 ansehen (hatte ich noch nicht in der Hand).

Ich selbst setze die A7II mit dem 55mm zur Zeit sehr gerne ein, wenn ich unterwegs bin. Nur wenn ich “Mann bei der Arbeit in engem Raum” fotografieren möchte, dann wähle ich etwas weiteres.

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Sony A7II mit 55mm F1.8 bei F2.0

Kölner-Dom bei Nacht

Kölner-Dom bei Nacht – Sony A7II mit 55mm bei F9.0

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Engadin-Ferien-MTB-Trail – 55mm (bei F2.5)

50mm Objektive eignen sich auch noch für Landschaftsfotos mit ein wenig freistellen. Der Betrachter wird klar auf das Hauptmotiv gelenkt – sieht aber auch noch, wie schön es drumherum ist.

 

Vorteile einer 35mm Festbrennweite

28mm, 30mm, 35mm – leichte Weitwinkelobjektive sind beliebt bei Reportern. Mit ihnen kann man drinnen, wie draussen zeigen, wie es aussieht. Man kann noch ein ganz wenig freistellen – wenn man nur nah genug ran geht. Sie sind meist sehr klein und leicht in einer Lichtstärke von rund F2.0 erhältlich. Die Sigma 35mm F1.4 sind excellent – aber definitiv nicht mehr klein, leicht oder günstig.

Der offensichtliche Vorteil von 35mm vs. 50mm ist, dass man mehr Weite sieht. Gerade bei Landschaftsfotografen sind daher 24 oder 35mm sehr beliebt. Auch in der Stadt ist man mit 35mm meist eher in der Lage, das ganze Rathaus zu fotografieren. Wer eine APS-C Kamera hat findet evtl. ein 24mm F1.8 (Sony E-Mount) – oder das bereits erwähnte 28mm. Selbst verwende ich die oben genannte Fuji X100T (23mm F2.0). Das liefert zwar einen Ausschnitt, wie 35mm – aber natürlich kann man nur noch sehr wenig freistellen.

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Trifthuette – Sony A7II bei F 2.5

 

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Disco in Bern – Nikon D750, 35mm bei F2.0 und ISO 3200

Sony A6300 bei Fotograf in Bern

Sony A6300 bei Fotograf in Bern – 24mm bei F1.7

 

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Mensch in Landschaft – ideal für 35mm Ausschnitt. Fujifilm X100T bei F2.0

 

 

Fazit: Was nehme ich denn nun mit?

Auch bei mir steht Urlaub an und da ich Wandern gehen werde, nehme ich die Sony A6300 mit dem 12mm Samyang und die A7II mit dem 55mm mit. Damit bin ich für alle normalen Situationen gewappnet und es ist für mich einfacher, wenn ich die Komponenten austauschen kann, statt Kameras von zwei verschiedenen Firmen mitzunehmen. Meiner #wonderwoman drücke ich dazu die RX100 M3 auf.

Und, um das noch mal klar zu machen: Ich bin nicht gesponsort von Sony und auch kein sonderlicher Sony-Fanboy. Preisleistung und Grösse-Gewicht stimmen einfach und das zählt für mich.

 

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