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Nikon D850 Dynamikumfang

Hat die Nikon D850 einen so hohen Dynamikumfang wie die D750? Mit einem selbstentwickelten Chip gelingt es Nikon den Spagat zwischen extrem hoher Bildauflösung und hoher Bildreihenfolge zu meistern. Leiden dadurch ISO-Rauschen und Dynamikumfang? Hier ein paar Testfotos, die zeigen, was man machen kann. Einen ausführlichen Testbericht wird es in ein paar Tagen geben.

Elbe vom Lilienstein aus bei Sonnenaufgang

Elbe vom Lilienstein aus bei Sonnenaufgang (Foto by Richard Puhl, Sony RX100)

 

HDR Belichtungsreihen mit der Nikon D850

Grundsätzlich kann man mit jeder Kamera jeden Dynamikumfang einfangen – in dem man eine Belichtungsreihe macht. Nikon hilft mir dabei, in dem ich einen eigenen Knopf für die Einstellungen der Belichtungsreihen habe und bis zu 9 Bilder in Serie erstellen lassen kann. Auf dem Stativ drücke ich im Live-View einmal ab und es werden bis zu 9 Bilder (bei Vorauslöser) oder jeweils das nächste (im Einzel-Fotomodus) erstellt. Die einzelnen Bilder können bis zu 3 Blenden Unterschied haben (2 sind mein Default). Zusätzlich kann ich auch wählen nur zwei Fotos zu erstellen (meist “Normal” und “-2 Blenden”), was bei Gegenlicht sehr praktisch ist.

Bei “wichtigen” Fotos erstelle ich grundsätzlich Belichtungsreihen. Aufgrund der hohen Serienbildgeschwindigkeit durchaus auch aus der Hand. So schnell wie die Nikon feuert kann ich nicht zittern – ausreichend Licht für kurze Verschlusszeiten vorausgesetzt.

Belichtungsreihe mit der Nikon D850 (Freihand)

Belichtungsreihe mit der Nikon D850 (Freihand)

 

 

Fotograf bei Sonnenaufgang am Lilienstein

Fotograf Richard Puhl bei Sonnenaufgang am Lilienstein (Einzelaufnahme)

 

Nikon D850 Dynamikumfang

Die Fotos hier sind mit 14-Bit und Komprimierung aufgenommen worden. Per Adobe DNG-Konverter in .dng Dateien gewandelt, das Lightroom noch keine Unterstützung für die D850 hat. Die Zoom-Fotos sind auf 50% Zoom. Es sind typische Situationen und “echte” Fotos, also nicht für den Test unter speziellen Bedingungen erstellt. In allen Fällen wäre das Erstellen einer Belichtungsreihe die “sauberere” Vorgehensweise gewesen, aber, hey, es ist die Nikon. Wer braucht da Belichtungsreihen? 🙂

Nikon D850 Dynamikumfang

Nikon D850 Dynamikumfang – Philipp Zieger zeigt uns, wo es lang geht

 

 

 

 

Elbsandsteingebirge mit der Nikon D850

Elbsandsteingebirge mit der Nikon D850

 

Sonnenaufgang mit der D850

Sonnenaufgang mit der D850

 

 

Silent Live View

Der Silent Live View ist nicht nur lautlos, er ist auch erschütterungsfrei. Das ist gerade bei Fotos in der Dämmerung, wo man häufig im kritischen Bereich der Verschlusszeiten ist wichtig. Bei 30 Sekunden Belichtungen darf der Verschluss schon mal leicht wackeln, bei 1/4 Sekunde nicht. Praktischer Nebeneffekt ist, dass der Verschluss nicht beansprucht wird und die Kamera entsprechend länger halten sollte.

 

Bastei bei Sonnenuntergang im Herbst

Bastei bei Sonnenuntergang im Herbst

 

Fazit Dynamikumfang

Nikon baut in der D750 einen ISO-losen Sensor ein, in der D850 scheint das nicht der Fall zu sein, wie man in ersten Testberichten liest. Oder nur bei ISO über 400, die Meinungen gehen mal wieder auseinander. Ich werde mir das im Detail ansehen und auch den Dynamikumfang in Zusammenhang mit ISO (er sollte bei steigenden ISO-Werten sinken), wenn ich wieder zu Hause bin. Der erste Eindruck ist jedenfalls: Bewährte Qualität. Aus dem Bauch heraus kann ich nicht sagen, dass es auffällig “besser” ist, als die sehr guten Werte der D750, dafür müsste man sie mal nebeneinander stellen.

Ebenfalls sehr gut ist die Nikon D7500 (Testbericht).

 

September 12th, 2017|Kategorien: Fotoausrüstung, Landschaftsfotografie|Tags: , , |

14 Comments

  1. Reinhard Strickler 19. Februar 2018 um 20:57 Uhr - Antworten

    Lieber Stephan

    Betr: Silent Live View

    Du schreibst:
    Praktischer Nebeneffekt ist, dass der Verschluss nicht beansprucht wird und die Kamera entsprechend länger halten sollte.
    Das stimmt.

    Nun habe ich auch schon in anderen Foren gelesen, dass das ein Verkaufsargument sei.
    Nur:
    Wie begründe ich das im Falle eines Verkaufs??
    Die D850 zählt die Aufnahmen munter weiter, egal ob mit Silent Live View oder ohne.
    Also die Zahl der Auslösungen bezieht sich auf alles, egal mit welchem Modi gemacht. (oder etwa nicht ?)
    Somit wird das Verkaufsargument hinfällig, oder wie beweise ich, wieviele der totalen Aufnahmen mit Silent View gemacht wurden ?

    Liebe Grüsse

    Reinhard

  2. Reinhard Strickler 19. Februar 2018 um 20:44 Uhr - Antworten

    Lieber Stephan

    Toller Review und sehr interessant zum Lesen.

    Auf verschiedenen Reisen bis hinauf in den Himalaya habe ich mit der D850 ausgiebig und unter verschiedensten Bedingungen fotografiert. Oft bei sehr schlechtem Licht und auf grosse Distanzen.
    Etwas ist mir bei der Bearbeitung der Bilder sofort aufgefallen. Mit Teleobjektiven (Z.bsp: 200-400 f4) muss man schon ein SEHR SEHR STABILES STATIV dabeihaben. Die microfeinsten Erschütterungen wirken sich bei dieser grossen Auflösung verheerend aus.
    Mit der D500 oder der D750 hatte man trotzdem noch einen angenehmen Hintergrund der noch knapp als Bokeh oder schöne Unschärfe durchgehen könnte.
    Mit der D850 sieht das so übel aus, dass die Bilder praktisch unbrauchbar sind. Jedes feinstes Luftflimmern und Zittern wird aufgezeichnet, sodass auch das Objekt das anfokussiert wird unscharf aussieht. Matschig einfach.
    In Norwegen fotografierte ich Moschusochsen im Schneesturm mit längeren Bel.-Zeiten.
    In der 100% Auflösung sieht man, dass der von dir als “Knackig” beschriebene Spiegelschlag nicht ohne Folgen ist. In den langgezogenen Schneeflocken sieht man den Spiegelschlag als leichten Knick in der Spur. (Genau in der Mitte) Das hatte ich bei der D500 oder der D750 nicht und auch die D5 ist da sehr viel feiner.
    Nicht dass ich jetzt jedes Foto in der 100% Ansicht kontrolliere, aber zum Vergleichen ist es schon praktisch.
    Was mir auch aufgefallen ist, dass bei längeren Verschlusszeiten und hohen ISO das Rauschen vor Allem in dunklen Bereichen nicht unerheblich ist. Da habe ich einiges weniger an Rauschen erwartet.
    Was ich hier beschrieben habe, bezieht sich hauptsächlich auf lange Brennweiten oder Telezooms bis 500mm.
    Bei kurzen Brennweiten oder WW sieht das wieder ganz anders aus. Da hat man viel mehr Licht, kürzere Verschlusszeiten, niedrigere ISO und Ergo auch kaum Rauschen.
    Darum sind auch die in der Werbung für neue Kameras gezeigten Bilder nur gaaaanz selten mit langen Brennweiten gemacht.
    Sehr positiv ist mir die Akkulaufzeit bei frostigen Minustemperaturen aufgefallen. Mit einem Akku bei unter -20° und 2 Tage lang ca. 800 Bilder gemacht. Das ist für mich echt sensationell.
    Mein Fazit; die D850 ist ein wenig wie eine Diva. Man kann damit nicht einfach herumfuchteln und dabei noch tolle Bilder machen.
    Sie verlangt Sorgfalt, präzises Arbeiten und dann gelingen damit phantastische Bilder die man im 5-Meter-Bereich drucken kann.

    Liebe Grüsse

    Reinhard

  3. Richard Lütscher 13. November 2017 um 4:48 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan

    Ich hätte da mal ne frage an Dich.
    Ich besitze noch die ältere D700. Diese ist nun aber leicht defekt. Nun zerbreche ich mit seit tagen den Kopf, welche Kamera für mich die beste wäre. D750,D810 oder dann glei die D850.
    Ich mache vor allem Architektur, Landschaften, Reisen und Hochzeiten.
    Was meinst Du? Wäre exzrem dankbar für einen tip.
    Danke und gruss sus der Schweiz

    • Stephan Wiesner 13. November 2017 um 7:17 Uhr - Antworten

      Ich kann keine 1-1 Kaufberatung machen, kenne Deine Situation nicht und es sind alles tolle Kameras. D810 konnte ich pers. nie was mit anfangen, die D850 ist unglaublich, aber die D750 kostet halt nur die Hälfte und kann fast genauso viel. Up to you 🙂

  4. Ronny 6. Oktober 2017 um 9:14 Uhr - Antworten

    Bloß mal so eine Frage, gibt es die Bilder auch in scharf? Für mich wirken diese irgendwie verwaschen? Und Dynamikumfang, man kann es nicht mehr lesen. Man kann auch noch ordentlich in Lightroom die Dynamik anheben, da ist es eigentlich egal wie groß oder klein der Dynamikumfang, der jeweiligen Kamera ist.

    • Stephan Wiesner 6. Oktober 2017 um 9:34 Uhr - Antworten

      🙂 Nein, man kann in Lightroom nicht plötzlich Dynamikumfang in eine Datei zaubern, der muss schon darin vorhanden sein. Man kann dann damit mit dem Kontrast spielen.

  5. Zlatko 16. September 2017 um 12:37 Uhr - Antworten

    Ich wünsche mir unbearbeitete Bilder. So macht es Sinn.

    • Stephan Wiesner 16. September 2017 um 13:49 Uhr - Antworten

      Nicht bei mir. Es gibt doch genügend Review-Blogs die standardisierte Fotos zeigen.

  6. JD 15. September 2017 um 14:30 Uhr - Antworten

    Moin,
    was mich wirklich mal bei Euch/Dir Profi interessieren würde. Hebt man alle RAWs auf?
    Klar, wenn ich sehr gezielt losgehe dann mache ich eine übersichtliche Anzahl von Fotos. Wenn ich aber nur auf Knipstour bin dann kommt da ja einiges zusammen.

    • Stephan Wiesner 16. September 2017 um 13:49 Uhr - Antworten

      Ja, ich hebe RAW-Dateien auf, aber ich lösche auch einen Grossteil meiner Knipps-Fotos.

  7. Alois 13. September 2017 um 11:11 Uhr - Antworten

    Servus Stephan,

    danke für deinen Bericht.
    Wie erstellt du eigentlich deine Bild aus den Belichtungsreihen? Nimmst du die HDR-Funktion von Lightroom oder blendest du die Bilder in Photoshop übereinander?

    Lieben Gruß

    Loisl
    [pictureinside_nature]

    • Stephan Wiesner 13. September 2017 um 12:43 Uhr - Antworten

      Das hängt vom Bild ab und ob ich manuelle Kontrolle brauche oder nicht.

  8. Christoph Feldhaus 12. September 2017 um 17:19 Uhr - Antworten

    Guter erster Einblick: Schon beeindruckend das Foto Deiner 3 Kollegen nach der Bearbeitung und vorallem der Ausschnitt. Rauschen hält sich beherrschbar in Grenzen, dennoch wäre bei DEM Foto die ISO-Einstellung interessant. Magste die ggf. kurz nennen?
    Das Argument mit dem weniger beanspruchten mechanischen Verschluß durch sein elektronisches Pendant habe ich mir damals auch bei meiner Oly E-M1 gedacht, und dadurch eigentlich nur noch damit fotografiert (Auslösezahl ist ja auch immer ein Verkaufsargument!). Unter anderem diesem Feature weine ich der haptisch und vom Funktionsumfang schon genialen E-M1 hinterher!

    • Stephan Wiesner 12. September 2017 um 20:43 Uhr - Antworten

      ISO200

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