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Nikon D850 Testbericht – Review

Die Nikon D850 ist die ultimative Kamera, die alles kann – und dennoch nicht die richtige für mich. Hoher Dynamikumfang, der Autofokus einer Profi-Sportkamera, schnelle Serienfolge und ein geniales Touch-Display. Nikon scheint mit der DSLR-Kamera alles richtig gemacht zu haben. Warum alle Fotografen davon schwärmen und wo das Haar in der Suppe liegt, liest Du in diesem Blogbeitrag. Wie immer bezieht sich mein Beitrag auf die Art, wie ich lebe und fotografiere. Ich erläutere meine Gedankengänge, so dass Du Dir eine eigene Meinung bilden kannst. Auf Youtube erarbeite ich gerade ein ausführliches Review mit vielen Fotos, behind the scenes, etc.

Nikon D850 Review Deutsch

Nikon D850 Review im Elbsandstein

 

Die Nikon D850 für Landschaftsfotografie

“Ich glaube ich probiere es mal von da drüben AAAAAARGH!” mit einem Aufschrei verliere ich den Halt auf den nassen, mit Laub bedeckten Steinen, stürze und rutsche das Ufer hinab auf den Bach zu. Verzweifelt versuche ich Stativ und Kamera nicht auf die Steine prallen zu lassen und mich gleichzeitig irgendwo festzuhalten. Kurz vor dem Wasser kann ich mich keuchend stoppen. Richard steht ein paar Meter hinter mir am Wasser und schaut mich besorgt an: “Alles OK?” Ich hole erstmal Luft. “Ja. Boah, war das knapp!” Vorsichtig stehe ich auf und gehe mit winzigen Schritten zurück zu den trockenen Steinen.

Wir stehen in Tschechien an einem Wasserfall. Auf meinem Rollei Beta Stativ (Testbericht) klemmt die Nikon D850 mit dem 16-35 mm Objektiv. Rund 4500 EUR hätte ich da gerade fast ins Wasser geworfen. Tolle Fotos habe ich an diesem Wasserfall nicht gemacht. Noch kein buntes Herbstlaub, dichte Wolken verhindern interessantes Licht und einen schönen Vordergrund finde ich auch nicht. Da kann Nikon nichts dafür.

Und das wäre die wohl wichtigste Botschaft dieses Reviews: Schöne Landschaftsfotos entstehen, weil man zur richtigen Zeit am richtigen Ort steht.

Häufig heisst das dreimal zu kommen. Oder zehnmal. Schönes Licht schlägt tolle Technik jedesmal. Aber, auch das wollen wir nicht vergessen: Gute Technik macht mir das Leben einfacher und verzeiht mir mehr Fehler (zu Fehlern später mehr). Sie gibt mir Sicherheit und das ist mir als Profi-Fotograf viel wert. Ich muss aber dazu sagen, dass ich bei der Nikon D7500 (Testbericht) extrem positiv überrascht war von der Belichtung. Die ist in fast jeder Situation perfekt. Das ging mit mit der grossen Nikon nicht so. Dort habe ich die gleichen Probleme, wie mit der D750: Häufig ist die Belichtung in Gegenlichtsituationen stark daneben und ich arbeite sehr viel im M-Modus. Als Informatiker hätte ich gedacht, dass sie die gleiche Software verwendet, das scheint aber nicht der Fall zu sein. Leider habe ich die Kameras nicht direkt nebeneinander halten können, dieser Eindruck mag also auch falsch sein.

Schloss Moritzburg in der Blauen Stunde

Schloss Moritzburg in der Blauen Stunde

Für die Landschaftsfotografie bietet die Nikon D850 alles, was ich brauche: Extrem viel Dynamikumfang (Blogbeitrag), keinen Tiefpassfilter (noch mehr Schärfe) und die riesigen Dateien für die Hoffnung, dass mein Foto mal in 4x6m ausgedruckt wird. Sie macht mir extrem viel Spass! Kann ich damit “bessere” Fotos machen, als mit der D750 (Testbericht)? Nein, nicht wirklich. Der Autofokus ist mir in der Landschaftsfotografie (fast) egal, die vielen Pixel will ich gar nicht haben (später mehr) und ich kann bei gleichem Objektiv nicht sehen, ob ein Foto mit der D850 oder D810 aufgenommen wurde.

Für mich ist der wesentliche Nachteil: Ich muss die Kamera schleppen. Das ist häufig kein Problem, aber manchmal eben doch. Nächstes Wochenende bin ich drei Tage zelten in den Alpen. Gröbere Bergaktion mit viel Ausrüstung. Da ich auch filme kann ich die D850 nicht mitnehmen (später mehr, warum ich nicht mit der D850 filme). Tragen könnte ich sie, aber das Volumen ist zu viel, sie passt mit Objektiv nicht mehr in den 70 Liter Rucksack. Und ich erwarte nicht ein Best-Of-Foto mitzubringen. Ich gehe wegen dem Abenteuer und komme mit soliden Fotos zurück. Keins davon wird riesig ausgedruckt werden.

Grösster Vorteil für mich gegenüber der D750: Der Bildschirm. Mit dem muss man gearbeitet haben, um das zu verstehen. Nicht nur ist das manuelle Fokussieren damit einfacher. Ich kann Fotos damit viel besser beurteilen, als z.B. mit der D810 und dank dem Touch-Display kann ich reinzoomen, swipen, etc. Das es ein Klappdisplay ist hilft enorm, aber ich habe mir mehrfach gewünscht, dass ich es zur Seite klappen könnte. Damit hätte ich Fotos machen können, die ich jetzt nicht bekommen habe. Z.B. in dem ich das Stativ ins Wasser an einem Bach stelle und selbst am Ufer stehen bleiben kann.

 

Portrait-Fotografie mit der D850

Dank dem genialen Autofokus kann ich mit der D850 zuverlässig offenblendig arbeiten. Ich habe das 85mm 1.8 Objektiv von Nikon privat gekauft. Dank automatischer Autofokus-Anpassung sitzt der AF auf den Punkt. Immer. Schnell. Zuverlässig. Richtig richtig gut! Ich arbeite ausschliesslich mit Back-Button-Fokus im Cont.-Aufotokus und mit dem Single AF-Punkt. Der bleibt natürlich schon mal an der Augenbraue hängen, wenn ich nicht gut ziele, aber er sitzt. Immer. Habe ich so noch nie erlebt und bereits nach ein paar Minuten hatte ich mich daran gewöhnt, dass ich mich voll darauf verlassen kann. Schwer zu beschreiben, aber in dem Video kannst Du ein paar Szenen sehen, die da vielleicht helfen. Wenn das Model sich ständig bewegt, dann ist das extrem wichtig. Das grosse Problem ist jetzt: Wenn ich das nächste Portrait-Shooting habe, werde ich mir diese Zuverlässigkeit zurück wünschen.

Portrait Nikon D850

Portrait Nikon D850

Auch bei Portraits profitiere ich vom hohen Dynamikumfang. Im Studio kann ich das Licht kontrollieren, da ist Dynamikumfang weniger wichtig. Aber Outdoor bietet es mir viel Puffer. Hohe Kontraste in der Mittagssonne kann ich besser “wegstecken”, wenn ich Reserve habe. Dank der hohen Auflösung kann ich sehr weit rein zoomen um, z.B. über die Augen laufende Haare zu entfernen – mit dem Nachteil, dass ich das kann. Da ich nicht nach Zeit bezahlt werde, macht das für mich mehr Arbeit für Dinge, die mal wieder nur ich als Fotograf sehe 🙂

Dabei sass der AF auch im Studio bei relativ wenig Licht oder beim Fotografieren am Abend gegen die Sonne. Und er ist schnell. Richtig schnell. Bei der Portrait-Arbeit gefällt mir dazu, dass der Body so gross und schwer ist. Das lässt nicht nur die Kamera ruhiger in der Hand liegen, die Bedienung ist “besser”, als mit kleinen Knöpfen. Endlich gefallen mir auch die Hauttöne. Bauchgefühl ist, dass Canon hier weiter ein ganz wenig schönere Töne macht, aber das hängt auch vom Objektiv ab und mag meine “Gewöhnung” sein. Mein Tipp wäre  hier: Schau Dir einen Haufen Portraits verschiedener Fotografen an (oder probier es selbst mal aus, falls möglich).

KO-Kriterium für die Studioarbeit ist für mich aber, dass ich nicht “richtig” Tethered arbeiten kann.

Zwar kann ich die Nikons an Lightroom anschliessen, aber die Fotos werden dann nur übertragen, nicht auf der Kamera gespeichert oder angezeigt. Die D850 wird von Lightroom noch nicht unterstützt, ich konnte es also nicht ausprobieren, gehe aber davon aus, dass es auch hier nicht geht.

Ernsthaftes Problem ist zudem die hohe Auflösung. Zum einen braucht man Objektive, die das überhaupt unterstützen und dann sieht man jedes kleine Verwackeln! Damit meine ich nicht meine zittrigen Hände, wenn mich ein Model anlacht. Ein gutes Model ist im Flow, sie bewegt sich ständig. Daher sind sehr kurze Verschlusszeiten ein muss! Ein Bildstabilisator hilft hier nicht.

Praxisbeispiel: Bei dem Shooting mit Alina (Youtube Video) habe ich zunächst im Studio gearbeitet (ISO fix auf 100 gestellt), dann in der Mittagssonne (ISO auf 100 gelassen) und dann sind wir in den schattigen Wald gegangen und ich habe vergessen, ISO auf Automatik zu stellen. Praktisch alle Fotos verwackelt, dabei wären es die interessantesten des Tages gewesen. Auf 50%-Ansicht sind sie scharf, das sieht keiner, aber auf 100% sehe ich es eben doch. Mit meiner Canon 6D hätte ich es nicht gesehen und alles wäre gut gewesen.

 

 

Details Details Details

Der Griff der D850 ist deutlich tiefer, als der von der D810. Obwohl die Kamera schwerer ist, als ihr Vorgänger, wirkt sie viel leichter. Insbesondere mit dem schweren 14-24mm Objektiv ist die D810 unangenehm zu tragen, während die D850 so gut balanciert ist, dass sie bequem in der Hand liegt. Das ist sehr viel wichtiger, als ich im Text darstellen kann. Man muss mal einen Tag durch eine Stadt gelaufen sein, mit der Kamera in der Hand, um das zu schätzen zu wissen.

Die Bastei im Elbsandstein am Abend

Die Bastei im Elbsandstein am Abend

Die Beleuchtung der Tasten ist ein weiteres kleines Detail, dass man nie wieder missen möchte. Und dann ist da der Sucher. Gross, klar und sehr angenehm zu benutzen. Der Silent Modus ist wirklich lautlos, der normale Shutter hingegen schön laut mit coolem Sound (subjektive Meinung). Besonderheit: Der Silent Modus bedeutet, dass mein Verschluss nicht benutzt wird. Interessant insbesondere für Timelapse Fotografie. Ich kann 1000 Fotos mit nur einer Verschlussbenutzung erstellen. Der zusätzliche Funktions-Button unten-links ist mit der Foto-Bewertung belegt. Gold wert, wenn man mit tausenden Fotos nach Hause kommt.

Ein (für mich) völlig uninteressantes Feature hingegen ist das Festhalten an Snapbridge. Das habe ich nicht ausprobiert, weil ich da keinen Bedarf für sehe. In Düsseldorf habe ich gestern mit Gunther Wegner und Matthias von ValueTech darüber gesprochen. Die beiden haben eine starke Meinung zu Snapbridge.

Und dann ist da noch ISO 64 als natives ISO. Das ist nicht nur für Langzeitbelichtungen, sondern insbesondere auch für Video interessant, da man sich schon mal den Graufilter sparen kann.

Nikon D850 vs. D810

Nikon D850 vs. D810

Und Timelapse? Die angepriesenen 8K Timelapses kann man erstellen – mit dem normalen Intervall-Modus. Neu sind nur die grösseren Dateien, die mir die Nachbearbeitung noch langsamer machen (ich könnte natürlich M-RAW oder JPG verwenden). Nicht mal ein Film wird in der Kamera generiert. Meine Timelapses erstelle ich normalerweise in Panasonic Kameras, weil der out of camera Film meist schon gut genug für meine Youtube Videos ist. Für mich also kein spezielles Feature, das kann ich mit einem 20 EUR Fernauslöser mit jeder Kamera machen.

 

Filmen mit der D850

Die D850 kann in 4K filmen mit vollem Sensor (also ohne Crop) – und das sieht man. Meine ersten Youtube Videos haben viele positive Kommentare zur Film-Qualität erzeugt. Dabei sind die Aufnahmen direkt aus der Kamera, im Standard-Profil. Hohe ISO-Werte? Ist mir (fast) egal. Touchscreen und OKischer Autofokus machen das Leben einfach. Die Dateien scheinen gering (oder sehr gut) komprimiert zu sein und ich kann 30 Minuten lang filmen. Für statische Aufnahmen auf dem Stativ bietet die Kamera also eine sehr gute Bildqualität – nur nutzt mir das nicht wirklich etwas.

Für meine Rolle als Youtubler brauche ich einen Bildschirm, der nach vorne klappt. Ich muss einen sehr guten Bildstabilisator haben, Gesichtserkennung auch bei wenig Licht und gerne 50P in 4K. Das bietet die Nikon leider alles nicht. Von daher kann sie bei mir höchstens gelegentlich zum Einsatz kommen. In der Praxis habe ich meist mit der Sony RX100 gefilmt – im Selfie-Style.

Der Autofokus im Live-View (und damit beim Filmen) ist leider immer noch sehr mässig. Verfolgen oder Gesichtserkennung sind für Filmen nicht nutzbar. Leider ist auch der Sound aufgrund hohem Grundrauschen kaum brauchbar. Ich habe mit einem 90 EUR Zoom H1 den Ton aufgenommen, statt direkt in die Kamera. Mehr Arbeit für mich – meinen Zuschauern zu liebe.

Sound ist wichtiger als Bildqualität!

 

Fotografieren im Elbsandstein bei Nebel

Fotografieren im Elbsandstein bei Nebel (Foto by Richard Puhl, Sony RX100)

 

Nikon D850 Testbericht

Nach zehn Tagen im Einsatz kann ich sagen, dass die D850 ein sehr hochwertiges Werkzeug ist  und die Arbeit damit extrem Spass macht. Sie ist in ganz vielen Details besser, als meine alte D750. Das Display und die Tastenbeleuchtung sind dabei nur zwei Kleinigkeiten. Die “Nachteile” überwiegen für mich und meine Abenteuerfotografie aber. Sie ist mir zu teuer im Sinne von: Ich habe Angst, dass mir jemand den Rucksack klaut. Das mag daran liegen, dass ich seit zehn Tagen #onTheRoad bin, ist aber ein Fakt. Das könnte man natürlich mit einer Versicherung lösen.

Dann ist sie mir einfach einen Tick zu gross für die Alpen und der Hauptvorteil der hohen Pixel nutzt mir nicht wirklich etwas. Zwar ist die Nachbearbeitung auch auf meinem drei Jahre alten MacBook Pro problemlos möglich, aber natürlich langsamer als mit kleineren Dateien. Ich könnte in M-RAW arbeiten und nur nach Bedarf die volle Auflösung dazu schalten. Unterschiede kann ich den Dateien nach ersten Tests nicht anmerken. In der Praxis nehme ich dann aber “vorsichtshalber” doch die hohe Auflösung.

Frauenkirche in Dresden - Blaue Stunde

Frauenkirche in Dresden – Blaue Stunde (16-35 bei F18)

Das Foto von der Frauenkirche kann als DNG-Datei herunter geladen werden (48 MB!). Es bietet Lichter und Schatten und Du kannst mal an den Reglern reissen und Dir selbst ein Bild machen.

Mein ganz persönliches Fazit ist daher, obwohl die D850 in jedem relevanten Punkt “besser” ist: Die Nikon D750 bleibt für mich die aktuell beste Kamera für Landschaftsfotografen (wenn ich den Preis mit in die Bewertung einbeziehe). Im Studio arbeite ich weiterhin lieber mit meiner Canon 6D (wegen dem Tethering). Das automatische Adjustment des Autofokus der D850 ist weiterhin ein Killer-Feature für mich und ich werde in Zukunft bei jedem Einsatz meiner D750 sehnsüchtig auf dem Display rumtouchen – ohne eine Reaktion zu erzeugen. Was ich mir also wünsche ist eine D750 II. Die D850 überlasse ich den Fotografen, welche die vielen Pixel brauchen.

Schlusswort: Ich sitze im Zug von Düsseldorf nach Bern. Gestern war der 100 Jahre Nikon Event und Joe McNally hat ein paar Fotos gezeigt. Richtig gute Fotos, die ich gerne auch hätte. Und für diese Fotos hätte ich gerne die 47 MP, damit ich sie auch so gross präsentieren kann wie er. Kann ich nicht, werde ich nicht.

Das macht den Reiz der Kamera aus: Sie gibt mir das Gefühl, dass es zum Greifen nahe wäre geniale Fotos zu erstellen!

 

Weitere Testberichte zur D850

 

 

September 21st, 2017|Kategorien: Beruf Fotograf, Fotoausrüstung|Tags: , |

12 Kommentare

  1. Walter 13. Oktober 2017 um 8:31 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,

    zunächst vielen Dank für deine durchgängig sehr informativen Artikel und Meinungen auch abseits der Photographie. Mich würde noch interessieren, ob ON1 Photo Raw wieder ausgedient hat und wenn ja, warum Du wieder zurück zu Lightroom gegangen bist? Oder nutzt Du beideß

    LG

    Walter

    • Stephan Wiesner 13. Oktober 2017 um 20:04 Uhr - Antworten

      Ich hatte einfach noch keine Zeit mich ausreichend mit ON1 zu beschäftigen. Das soll keine Wertung sein.

  2. Wilfried Ernst 29. September 2017 um 10:59 Uhr - Antworten

    Sehr schöner subjektiver Bericht. Finde ich sehr gut, weil die Testberichte à la Fotozeitschriften zwar eine allgemeine Bewertung abgeben, aber nicht viel darüber aussagen, ob die Kamera für den jeweiligen Fotografen auch geeignet ist. Daß eine D850 sehr gut ist, kann man schon voraussetzen. Aber ob die für mich auch gut wäre kann ich dann besser beurteilen, wenn ich sehe, was und wie Du fotografierst. Beim Wandern und im Urlaub bin ich jedenfalls ganz froh, daß meine kleine Lumix weder viel Platz braucht noch ein hohes Gewicht aufweist. Was mich auch wundert: eine Firma wie Nikon, die aufgrund ihres Portfolios wirtschaftlich leicht angeschlagen ist, werkelt offenbar an einem ihrer Flaggschiffe nur halbherzig herum – siehe Datenübertragung, Tonqualität. Aber der Hauptnachteil für mich als Hobbyfotograf ist einfach der hohe Preis.
    Jedenfalls weiter so.
    Gruß
    Wilfried

  3. Alex 28. September 2017 um 15:35 Uhr - Antworten

    Servus!
    sehr schönes ehrliches review! was mich interessieren würd ist wie schauts mit verwackler aufgrund der hohen mp aus? das soll doch, so hört man ab 35 mp kritisch werden.

    danke und schöne grüße
    alex

    • Stephan Wiesner 4. Oktober 2017 um 14:35 Uhr - Antworten

      Je mehr Pixel, desto mehr Details sieht man und das beinhaltet auch Verwackler, natürlich. Das hat aber nichts mit der D850 an sich zu tun. Die triviale Lösung: Als Landschaftsfotograf bin ich auf dem Stativ und es ist mir egal. Als Studiofotograf nehme ich den Blitz, da ists auch egal. Freihand in der Mittagssonne… ist es auch egal. Nur für wenige Situationen relevant, eher nicht die Sachen, die ich fotografiere. Im Video zu Portraits gehe ich darauf ein.

  4. Dietrich 22. September 2017 um 15:30 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,
    Danke für das interessante und vielseitige Review. Du hast für mich sehr gut nachvollziehbar dargelegt, warum die D750 doch für Dich “die Landschafts-DSLR” bleibt.
    Gruss,
    Dietrich

  5. Daniel Bettenworth 21. September 2017 um 18:27 Uhr - Antworten

    Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel, ich finde einige Deiner Bilder fast genauso gut wie die von Joe McNally.

  6. Oliver 21. September 2017 um 11:15 Uhr - Antworten

    Sehr schöner Bericht.
    Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Es ist schön, dass du bei all den Lobpreisungen auch die (für dich) relevanten Makel hervorhebst und eine in sich geschlossene Begründung lieferst, warum es nicht das nächste Arbeitstier in deinem Rucksack wird.

    Ich finde es interessant, dass Canon wie Nikon seit Jahren ihre persönlichen, offenen Baustellen haben und – wenn überhaupt – nur oberflächlich daran werkeln…

  7. bastiberger 21. September 2017 um 9:22 Uhr - Antworten

    Top geschrieben Stephan! Ich mag das pragmatische und gleichzeitig emotionale! Pixelpeepingdaten bekomme ich woanders! 🙂

  8. Tobias 21. September 2017 um 9:22 Uhr - Antworten

    Ich hatte schon befürchtet, Du wirfst mit der Nikon D850 all Deine früher propagierten Prinzipien über Board – einfach so – weil sie so viel richtig gut kann. Aber wie ich lese, bleibst Du bei früheren Aussagen, die aus meiner Sicht nach wie vor Gültigkeit haben (Gewicht, langsamerer Workflow etc.). Beispielsweise das doch deutlich höhere Gewicht und die Transportfähigkeit für Outdoor-Touren. Das spricht auch gegen eine Canon 5D Mark IV. Leider ist es die Canon 6D II nicht geworden, sodass ich wie Du auf die Nikon D750 II gespannt bin für diesen Bereich.

    • Stephan Wiesner 21. September 2017 um 9:30 Uhr - Antworten

      Man kann über die Jahre durchaus seine Meinung ändern. Neue Anforderungen, neue Erfahrungen und schwächere Muskeln führen dazu 🙂 Früher war mir die 6D gut genug für Natur, heute nicht mehr. Aber ein Jimmy Chin ist auch mit 5D unterwegs und er macht die vielleicht besten Bergfotos von allen.

  9. Ben 21. September 2017 um 9:11 Uhr - Antworten

    Ein informatives und ehrliches Review, mit Pro und Contra aus Deiner Sicht.
    Du bleibst Dir treu und unvoreingenommen.
    Das macht Dich authentisch und das ist so verdammt wichtig. Ich hab die Cam trotzdem ein wenig gefeiert, als ich sie mal kurz ausprobieren durfte. Ein wirklich schönes Spielzeug. Am Ende entscheidet aber, wie Du schon schriebst, die äußeren Umstände, ob das Bild ein Highlight wird.
    Ein Tag später mit einer älteren Cam sieht das Bild ggf. besser aus.

    Ich habe Dein Review gern gelesen und kann Deine Argumentation nachvollziehen.
    Vielen Dank das Du Dir diese Mühe machst und so verständlich aufarbeitest!

    Komm gut nach Hause und Grüße unbekannter Weise an Kristina.

    Ben und Kirsten

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