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Nikon D850 Wasserfälle fotografieren

Die Niko D850 ist prädestiniert für die Landschaftsfotografie, gerade auch für Wasserfälle. Sie ist spritzwassergeschützt und dank ihres hohen Dynamikumfangs brauche ich meist keine Belichtungsreihe machen, um helles Wasser und dunklen Stein in einer Aufnahme zu erfassen. Auch der Weissabgleich unter schweren Bedingungen im Wald ist sehr gut. Hier ein paar Wasserfälle aus Elbsandstein, Tschechien und Polen (Riesengebirge). Die Beispiele in diesem Blog-Beitrag sind mit dem 16-35mm aufgenommen. Das Objektiv wird der Kamera nicht gerecht, mit dem 14-24 hätte man hier mehr Schärfe rausholen können.

Disclaimer: Kamera und Objektiv sind Leihgeräte von Nikon.

Lichtenhainer Wasserfall im Elbsandstein-Gebirge

Lichtenhainer Wasserfall im Elbsandstein-Gebirge (2 Sekunden bei F14, kein Filter)

 

“Noch einen Kaffee? Wir können ruhig etwas später starten.” Richard sitzt mir in seiner Küche gegenüber beim Frühstück. Durchs Fenster sehe ich… nicht viel. Dichter Nebel liebt über dem Riesengebirge. Das trübe Wetter hat uns veranlasst erneut auf Plan B zu wechseln: Wasserfälle. Gleich drei schöne Wasserfälle hat Richard für heute versprochen. Mit kurzen Fusswegen erreichbar. Und so packen wir die Stative und Graufilter in den Rucksack und setzen uns ins Auto.

 

Dynamikumfang bei der Wasserfall-Fotografie

Wasserfälle im Wald stellen hohe Ansprüche an den Dynamikumfang: Das Wasser ist sehr hell im Vergleich zu dunklen Felsen drumherum. Möchte man keine Belichtungsreihen zusammensetzen, dann muss man auf das Wasser belichten, also die Einstellungen so wählen, dass erste Überbelichtungswarnungen auf dem Wasser erscheinen. Das Ergebnis ist dann aber häufig ein insgesamt zu dunkles Foto.

Zackelfall in Polen - Unterbelichtet

Zackelfall in Polen – Unterbelichtet, out of camera, kein Filter in Lightroom

Das Beispiel zeigt es: Der Wasserfall ist schön zu sehen, aber die Felsen sind fast schwarz. Mit kurzer Nachbearbeitung wird daraus das folgende Bild (Einzelaufnahme). Aufgenommen mit der Nikon D850 bei 4 Sekunden mit ND64 Filter und Polfilter mit dem Nikon 16-35mm Objektiv.

Zackelfall Wasserfall in Polen fotografieren

Zackelfall Wasserfall in Polen fotografieren

 

Der Crop zeigt, dass kein relevantes Rauschen auftritt

 

Der Kochelfall ist ein weiteres Beispiel. Der Wasserfall liegt im Wald in einer engen Schlucht. Der Autofokus der Nikon D850 funktioniert noch trotz ND64 + Polfilter (durch den Sucher, nicht im Live-View). Der Weissabgleich ist für mein Bauchgefühl sehr gut. Wieder verwende ich eine Einzelaufnahme und helle die Schatten auf.

Kochelfall Wasserfall im Riesengebirge

Kochelfall Wasserfall im Riesengebirge (6 Sekunden, ND64 + Polfilter)

 

Das out of camera Foto (Standard-Filter in Lightroom) zum Vergleich.

Kochelfall out of camera

Kochelfall out of camera

 

Wasserfälle fotografieren mit der Nikon D850

Mit der D850 mache ich keine “besseren” Fotos, als mit einer anderen Kamera, aber es ist einfacher. Statt eine Belichtungsreihe zu erstellen muss ich nur auf die Highlights achten. Der Autofokus funktioniert auch noch bei wenig Licht und mit Filtern. Möchte ich doch manuell fokussieren, so kann ich das aufgrund des hochauflösenden Displays komfortabel im Live-View machen. Das Display kann ich gar nicht oft genug erwähnen, das ist sehr auffällig gut! Und wenn ich später entscheide, dass ich ein Querformat-Foto lieber als Hochformat verwenden möchte (Titelblatt z.B.), dann habe ich immer noch über 5000 Pixel auf der langen Kante.

Wasserfall fotografieren Nikon D850

Wasserfall fotografieren Nikon D850 (Foto by Richard Puhl)

 

September 16th, 2017|Kategorien: Fotoausrüstung, Landschaftsfotografie|Tags: , |

13 Comments

  1. monika.kraemer.08 7. Mai 2018 um 11:00 Uhr - Antworten

    Hallo Stefan,

    ich habe schon sehr viele deiner Youtube-Videos gesehen und deinen Kanal abonniert. Als Fotografie-Anfängerin (Beginn April 2018) kann und möchte ich noch soooo viel lernen und da sind deine Videos und jetzt wohl auch dein Blog eine wahre Fundgrube. Vielen Dank dafür!
    Allerdings bin ich über deine Wasserfallfotos überrascht. Als Fotografie-Anfängerin habe ich das ja auch schon ähnlich hingekriegt und zwar mit einer gebrauchten Olympus E-450. Wenn du die Fotos sehen willst, dann findest du sie hier: https://www.flickr.com/photos/153401752@N06/
    Ich weiß, dass du nicht viel Zeit damit verbringen kannst, dir sämtliche Fotos deiner Fans anzusehen, aber ich bin eben überrascht, dass du mit deiner tollen Ausrüstung, deiner langen Erfahrung und deinem echten Können solche Wasserfallfotos in deinem Blog präsentierst.
    Das erste Bild wirkt auf micht total künstlich, da der Stein im Vordergrund so eine harte Kante hat, dass es aussieht, als hättest du ihn nachträglich eingefügt.
    Wahrscheinlich kam es dir in diesem Beitrag nicht auf die Bildkomposition an, sondern einfach nur darauf, zu zeigen, was die Nikon D850 leistet, auch ohne Filter und bei schwierigen Lichtverhältnissen.

  2. darthjantz 26. April 2018 um 9:17 Uhr - Antworten

    Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert, wenn ich deine Bilder betrachte! Bin sogar vom Wandermuffel zum Naturliebhaber und -erkunder geworden und dafür dankt dir meine Lebensgefährtin sicherlich am meisten 😉

    • Stephan Wiesner 26. April 2018 um 10:13 Uhr - Antworten

      Wow, super 🙂 Deine Gesundheit dankt Dir das sicherlich auch.

  3. Hans Lehmer 17. September 2017 um 16:31 Uhr - Antworten

    Besonders das erste ohne Filter ist top….

  4. PrPhoto 17. September 2017 um 6:36 Uhr - Antworten

    Hallo Stefan,

    Super tolle Fotos die du mit der D850 da gemacht hast. Was mich interessieren würde, du sagst ja das 16-35mm der Nikon D850 nicht gerecht wird. Mich würde es interessieren wie es mit dem Tamron 15-30mm ausschaut. dieses hast du noch gar nicht erwähnt. Wirst es wahrscheinlich auf deiner Reise nicht dabei haben 🙂

    • Stephan Wiesner 17. September 2017 um 6:46 Uhr - Antworten

      eben, nicht dabei.

  5. Flo 16. September 2017 um 23:00 Uhr - Antworten

    Sehr schöne Aufnahmen! Der Dynamikumfang ist in der Tat fantastisch. Gerade zu Hause am Rechner spart das dann doch deutlich Zeit, wenns ohne HDR geht. Die Einblicke in die D850 überzeugen bisher sehr, wenn das nötige Kleingeld da wäre, wüsste ich wohin damit 😉 Ich gehe davon aus, dass die Kamera auch bei Portraits sehr gute Ergebnisse liefert?

  6. Tom Pohorski 16. September 2017 um 21:24 Uhr - Antworten

    Beeindruckender Dynamikumfang, schade, dass Nikon nicht das 14-24 dazugegeben hat, um alles rauszuholen.

    • Stephan Wiesner 17. September 2017 um 6:47 Uhr - Antworten

      Ich hatte mir das 15-30 gewünscht. Macht für mich fürs Reisen viel mehr Sinn und ich brauche hier nicht jedes Pixel in maximaler Qualität.

  7. Tobias Volz 16. September 2017 um 21:03 Uhr - Antworten

    Hast du alle Bilder mit den vollen 47 Megapixeln aufgenommen?
    Ändert sich was am Dynamikumfang wenn du in RAW M oder S Fotografierst?

    • Stephan Wiesner 17. September 2017 um 6:48 Uhr - Antworten

      Ja, habe ich. Dazu wird es einen eigenen Beitrag geben, nicht drängeln 🙂

  8. Christa Merhof 16. September 2017 um 19:46 Uhr - Antworten

    Was für extrem schöne Aufnahmen, mit und sogar ohne Aufhellung

    • Stephan Wiesner 16. September 2017 um 20:04 Uhr - Antworten

      Danke Christa 🙂

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