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Portrait-Workshops in Deutschland

„Klaus, wir sind am arbeiten!“ Immer wieder müssen wir uns daran erinnern, dass wir nicht auf Klassenfahrt sind, sondern am Arbeiten. Auf unserer Portrait-Workshop-Tournee im Oktober 2017 sind wir von Bad Reichenhall über München, Nürnberg, Halle und Hannover nach Berlin gefahren. Dabei haben wir in einem alten Sägewerk fotografiert, im Fotostudio, im Autohaus, in einem ehemaligen Kino, Outdoor und in Luxus-Hotelzimmern. So vielseitig wie die Locations waren daher auch die Tage. Unsere Workshop-Teilnehmer konnten sich aussuchen, welche Art Fotografie sie am meisten interessiert. Dass Schöne Frauen und Autos ziehen ist dabei natürlich nicht verwunderlich und so war das Audi-Zentrum in München bereits am ersten Tag ausgebucht.

Anny im Audi in München

Anny im Audi in München (Klaus Reinders)

 

Was möchtest Du heute lernen?

Die Vorstellungsrunde am Beginn der Workshops geht immer mit der Frage danach los, was der Teilnehmer mitnehmen möchte. Klaus und ich haben ein grobes Programm für die einzelnen Tage vorgesehen, immer angepasst an die Location. Da ist aber viel Luft vorgesehen, um individuelle Wünsche zu erfüllen. Keiner geht bei uns mit offenen Fragen nach Hause! Viele allerdings mit dem Kopf voller Ideen. Sehr einfach hatten wir es in Bad Reichenhall. In einem alten Sägewerk war klar, dass wir etwas mit der Nebelmaschine machen wollten und als wir dann noch eine Geige gefunden haben stand auch das Zielfoto: „Die Geigenspielerin“. Jeder Fotograf hat dabei seine eigene Version davon umsetzen können. Einziger Haken: Wir hatten keinen Musiker dabei. Die „richtige Haltung der Geige“ anhand von Lindsey Stirling Videos zu ermitteln ist nur bedingt erfolgreich verlaufen.

Portrait Workshop in Bad Reichenhall

Portrait Workshop in Bad Reichenhall

Hier noch ein weiteres Foto: Gleiches Model, gleiche Location, gleiche Kamera (Nikon D850 mit 85mm) – aber ein komplett anderer Look. Und genau das sollten die Teilnehmer mitnehmen: Ideen mit einfachsten Mitteln umsetzen.

 

Portraits Fotografieren lernen am Workshop

Die Workshops waren ausgelegt auf Hobby-Fotografen ohne eigenes Studio. Wir haben mit Aufsteckblitzen und Godox Porty (Affiliate Link) gearbeitet. Bei allen Setups haben wir Varianten für einfache Mittel gezeigt. Du hast nur einen Blitz? Kein Problem! Klaus zeigt Dir, wie er seine Moody Portraits mit einem Blitz erzeugt. In einem Hausflur, im Studio, im Hotelzimmer. Das geht überall.

Klaus und seine Moody Portraits (Foto by Klaus Reinders)

Das folgende Portrait von Janna ist nur mit einem Aufsteckblitz aufgehellt. Ganz einfache Tipps und Tricks, um stimmungsvolle Fotos zu erstellen (Hotelzimmer in Berlin).

 

Portrait mit Aufsteckblitz im Hotelzimmer

Portrait mit Aufsteckblitz im Hotelzimmer

Vielseitig waren nicht nur die Locations, sondern auch unsere Art zu fotografieren. Klaus steht auf harte Schatten, ich auf weiche. Er führt häufig Color Looks ein und spielt gerne mit sehr düsteren Looks. Ich mag es möglichst natürlich. Meinen Fotos muss man nicht immer ansehen, dass sie geblitzt sind. Die Teilnehmer profitieren davon, wenn wir gegeneinander sticheln und wetteifern. So kann sich jeder selbst heraussuchen, was ihm gefällt.

Outdoor Blitzen am Portrait Workshop

Outdoor Blitzen am Portrait Workshop in Berlin

 

Fensterlicht im Hotel - Schwarzweiss-Fotografie

Fensterlicht im Hotel – Schwarzweiss-Fotografie (Klaus Reinders)

 

Fazit und Ausblick

12 Tage waren wir insgesamt unterwegs. 8 Workshops in 6 Städten. 76 Teilnehmer konnten mit unserer Hilfe neue Tipps und Inspirationen mit nach Hause nehmen. Vor allem aber hatten wir alle viel Spass. Teilnehmer, Models und wir Fotografen. Die beiden Fotos aus Halle zeigen es noch mal: Ein Blitz. In der düsteren Keller-Bar oder draussen in der Sonne. Ganz andere Wirkung, ganz anderer Look, aber gleiches Vorgehen.

Für 2018 planen Klaus und ich erneut gemeinsame Workshops. Wir werden sicherlich nicht wieder so viele km in einer Woche abreissen. Vielleicht mal ein langes Wochenende im Ruhrgebiet oder noch mal München oder Hamburg. Das neue Jahr planen wir aber erst zum Jahresende. Watch us on Facebook

Fotografieren in Bar oder Disco mit Blitz

Fotografieren in Bar oder Disco mit Blitz (Halle)

 

Fotografieren gegen die Sonne mit Blitz

Fotografieren gegen die Sonne mit Blitz in Halle

 

Links:

 

 

 

5 Comments

  1. andreas.denhoff 6. November 2017 at 12:59 - Reply

    Alles schon interessant, Technik und Location und so und als (klassischer) Musiker könnte ich ja bei Bedarf mal beratend beistehen 😉 Wobei ich mich mit Modelfotografie nicht so beschäftige, aber mit Musikerportraits und da klafft schon eine immense Lücke zwischen bewegen vor der Kamera und am Instrument. Das eine ist halt langjährig gelernt… Der scheue (widerum klassische) Musiker hat es nicht so mit der Kamera und es ist schon eine Herausforderung, sie für ein Foto richtig zu „motivieren“. Es wäre interssant was ihr als Fotoprofis da rausholen könntet.. Vielleicht finde ich da ja auch ein paar Antworten in der schon bestellten neuen „Zielfoto“, bin gespannt…
    Herzliche Grüße Andreas

  2. Christian Baltrusch 6. November 2017 at 11:22 - Reply

    Ich habe eure Tour auf YouTube und Facebook neidisch verfolgt; möchte ich doch auch gerne mal mit dabei sein. Und jetzt lese ich über ein langes Wochenende im Ruhrgebiet. Da ich aus der Nähe von Dortmund bin, wurde ich natürlich hellhörig. Nun bleibt es nur zu hoffen, dass ich eure Anmeldetermine nicht verpasse.

  3. Michael Splittorf 5. November 2017 at 20:41 - Reply

    ….langes Wochenende im Ruhrgebiet? Das wäre klasse!

  4. HP 5. November 2017 at 10:53 - Reply

    Vielen Dank für diese „Einblicke“.
    Ja: attraktive Locations & reizvolle Lichtführungen. ABER eine Frage sei gestattet: Warum müssen eigentlich heutzutage Fotos immer so überschärft werden? Um ein Bild vermeintlich „attraktiver“ zu machen oder etwaige bildnerische Defizite zu kompensieren?
    Das veranlasst zwar viele „Betrachtern“ die (vollkommen unwichtige!) Frage zu stellen, mit welcher Kamera & Optik diese oder jene Aufnahme gemacht worden sei. Aber ich bezweifle, dass solche Fotos auch (nachhaltigen) Eindruck in künstlerischer Hinsicht hinterlassen.
    Stellvertretend hier nur 2 Beispiele: „Anny im Audi“ und „Fensterlicht im Hotel“.
    Die Damen wirken wie „ausgeschnitten“ vor den jeweiligen Hintergrund positioniert. Schaue man sich nur mal das gestreckte Bein der Lady im „Fensterlicht“ an. Oder auch die Lederjacke des Models an der Audi-Front. Entspricht das noch unseren natürlichen(!) Sehgewohnheiten?
    Ich bin der Meinung, dass genau diese Bildbeispiele (stellvertretend für Millionen andere) zeigen, warum die digitale Fotografie (und ich bin großer Fan von ihr!) so oft im Vergleich zur analogen kritisiert wird. Synthetik versus Authentizität. Aber es geht ja auch anders.

    Nein: Ich bin kein chronischer Nörgler oder destruktiver Kritiker. Ich versuche nur zu verstehen – ein warum zu finden.-

  5. info11 5. November 2017 at 10:21 - Reply

    Es war wirklich ein schöner Workshop. Ich hoffe ich komme nochmal in den Genuss an solch einem teilnehmen zu dürfen. Ihr habt uns gut begleitet durch den Tag unsere Fragen wurden beantwortet und ihr gabt uns immer kleine Tipps auf die wir achten sollen. Es stimmt wie du schreibst: ich bin mit jeder Menge Ideen nach Hause gegangen. Die ich mir erstmal aufschreiben musste damit sie nicht wieder in Vergessenheit geraten! Ich muss einfach nochmal DANKE sagen! LG Matthias

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