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Portraits mit Aufsteckblitz: Schatten durch Licht von oben

Schatten machen Fotos von Menschen häufig interessanter – die Fotografie aber auch schwieriger. In diesem Blogbeitrag erkläre ich, wie man das mit günstigen Aufsteckblitzen realisieren kann. Ein sehr einfaches Standard-Setup ist Licht von Oben und leicht vorne kommen zu lassen. Das Setup verwende ich fast immer, wenn ich Fitness-Sport-Fotos mache und manchmal, wenn ich Portraits oder auch Ganzkörper-Fotos mache, die eher in Richtung Charakter-Portraits gehen.

Der Beitrag ist Teil der Artikel-Serie zum entfesselt Blitzen lernen.

 

Portrait im Sitzen mit 2 Aufsteckblitzen

Das Video zeigt, wie ich mit 2 Aufsteckblitzen und 2 günstigen Jinbei Softboxen arbeite. Der Vorteil davon ist, dass ich kaum Schatten auf dem Model habe und es ihrer Haut entsprechend schmeichelt. Der Nachteil ist: Ich habe kaum Schatten (siehe unten). Das Video ist Teil von meinem Schwarzweiss-Portrait Tutorial.

Ein genauer Blick in die Augen zeigt die beiden Lichter. Zwar habe ich ein wenig Schatten an ihrem Hals und die Füsse sind dunkler, als die Stirn, aber im Grunde ist das Foto, mhm, nennen wir es “nett” und blättern weiter ohne ein Like da zu lassen.

Portrait Frau im Sitzen mit 2 Blitzen

Portrait mit Aufsteckblitz: Frau im Sitzen mit 2 Blitzen

 

Portrait mit Aufsteckblitz mit einem Licht von oben

Im folgenden Foto habe ich das Licht von der Seite ausgemacht. Jetzt haben wir mehr Schatten und das Foto wirkt viel interessanter. Achte auf die Schatten an ihrer Schulter und ihrer Wange.




Zwei Nachteile haben wir jedoch: Die Augen werden schnell sehr dunkel, wenn sie den Kopf nicht leicht anhebt. Hier hilft es, dass wir eine weisse Papier-Rolle einsetzen. Diese reflektiert das Licht und wirkt als sehr grosser Aufheller. Der zweite Nachteil ist bei dieser Pose: Der sehr helle rechte Arm. Da er so nah am Blitz ist, wird er mehr beleuchtet als das Gesicht. Natürlich kann ich da im Photoshop ein wenig nachhelfen, aber schöner wäre es, den Arm ein wenig anders zu positionieren.

Ganz wichtig: Das Gesicht in Richtung Blitz halten, sonst gibt es Seitenlicht. Das führt nicht nur zu Augenringen, auch jede Pore wird dadurch betont. Entsprechend kommt der Blitz nicht von direkt oberhalb vom Model, sondern leicht von vorne und leicht in Richtung Model gedreht. Wieviel? Das musst Du jedesmal selbst justieren. Bei einer Pose, in der das Model nach oben schaut, kann der Blitz mehr direkt von oben kommen. Schaut das Model nach vorne, muss auch der Blitz etwas weiter vorne sein.

Die Grundregel lautet: Gesicht immer zum Licht

Portrait Frau im Sitzen mit einem Blitz

Portrait mit Aufsteckblitz: Frau im Sitzen mit einem Blitz

Foto und Video sind Teil von meinem Schwarzweiss-Portrait Tutorial.

 

Verwendete Ausrüstung

Hier die verwendete Blitz-Ausrüstung mit Affiliate Links zu Amazon. Den weissen Papier-Hintergrund beschreibe ich in einem eigenen Artikel.

Aufsteckblitze von Yongnuo oder Godox. Die Aufsteckblitze befestige ich mit einer Jinbei ET-1 Halterung an der Softbox.

90cm Octabox und dazu/alternativ die 80x120cm Softbox, welche ich sonst für Bewerbungsfotos als Hauptlicht verwende oder ein 25×150 cm Striplight von Walimex.

 

Bodybuilder Fotografie mit Aufsteckblitz

Das gleiche Setup verwende ich häufig für Bodybuilder und Fitness Models. Dabei setze ich meistens auf zwei Blitze, wie oben beschrieben. Von hinten kommt entweder ein 25x150cm Walimex Striplight (hier im Einsatz) oder eine Octabox mit Grid (wenn ich kein Striplight zur Hand habe). Die 90cm Octabox von oben sorgt dafür, dass ich “unten” Schatten habe. Unter dem Kinn, unter den Brüsten, zwischen den Sixpack-Beulen, etc. Bei diesem Foto ist das hintere Striplight nur ganz dezent im Einsatz. Ohne würde man die Bizeps-Ader an meinem linken Arm z.B. nicht mehr sehen – der Arm sähe viel weniger nach Muskeln aus.

Fitness Fotograf aus Bern Stephan Wiesner

Fitness Fotograf aus Bern Stephan Wiesner

 

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3 Comments

  1. Andre 3. Februar 2017 um 15:33 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan, ich habe hier mal soweit die Seite angesehen und musste nun feststellen, das im Grunde alles top ist. Was mich wundert, ist die Ansprache zum Video Bewerbungsfotos. Es steht hier 20€ und im Video sagst Du etwas von Youtube und 9,90€. Was stimmt denn nun. Danke Gruß Andre

    • Stephan Wiesner 3. Februar 2017 um 16:37 Uhr - Antworten

      Das Video ist alt. Das war er Einführungspreis.

  2. Andi 28. Januar 2017 um 17:43 Uhr - Antworten

    Wie sagt man so schön, “keep it fucking simple”
    Ich setzt das Licht auch sehr gerne Hochfrontal, das passt eigentlich immer. Gerade am Anfang ist es besser mit nur einer Lichtquelle zu arbeiten.

    Gruß Andi

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