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Sensorreinigung Sony A7II – Erfahrungsbericht

Die Sensorreinigung an der Sony A7II macht vielen Angst, da der Sensor „wackelig“ ist. Für die Bildstabilisation ist er beweglich aufgehängt. Im Internet kursieren die üblichen Diskussionen in den üblichen Foren. Jeder scheint jemanden zu kennen, der schon einen Sensor kaputt gemacht hat und jeder scheint jemanden zu kennen, der bei Sony nachgefragt hat (sie machen scheinbar Nassreinigung). Wie üblich wird mehr diskutiert… als ausprobiert. Ich mache die Reinigung analog zu einer DSLR. Disclaimer: Ich übernehme keine Haftung. Wer ängstlich ist fährt im Zweifel richtig damit, die Reinigung im Fachgeschäft machen zu lassen.

In Lightroom kann man sich die Sensorflecken wie im Screenshot anzeigen lassen, in dem man die Bereichsreparatur anwählt und unten in der Leiste (evtl. T drücken) den Punkt Bereiche anzeigen aktiviert.

 

Nasse Sensorreinigung Sony A7II

Rund 2 Jahre habe ich die Sony jetzt und die Reinigung war dringend nötig. Das Vorgehen habe ich analog zu meinen Spiegelreflex-Kameras gemacht: Sensor Swipes. In diesem Video zeige ich es für die Sony A6000, das funktioniert analog für alle meine Kameras. Bei einer DSLR muss man lediglich vorher den Spiegel hoch klappen.

Es gibt verschiedene Grössen von den Sensor Swipes, der Vollformat-Sensor ist ja grösser, als der einer APS-C Kamera. Flüssigkeit auftröpfeln, zweimal rüberwischen (einmal pro Seite) und gut ist. Evtl. ein zweiter Durchgang.

 

 

Günstige Alternativen

Es gibt diverse günstigere Alternativen. Mit Lupe und Gummispitze die Flecken einzeln abtupfen, diverse Alkohollösungen in Grosspackungen in der Apotheke kaufen, etc. In den Kommentaren zu diesem Beitrag werden sicher ein paar Tipps kommen 🙂 Für mich ist Zeit knapper als Geld und eine einfache Lösung immer besser als etwas kompliziertes. Da ich die Sensor Swipes schon seit vielen Jahren nutze und nie Probleme hatte… nutze ich sie auch weiter. Wenn mich die Reiningung 6 EUR im Jahr kostet ist es mir egal, dass ich 3 EUR sparen könnte.

 

Februar 16th, 2017|Categories: Fotoausrüstung, Fotografieren Lernen|Tags: , |

10 Comments

  1. Christian 6. September 2017 at 17:34 - Reply

    Noch mal Danke für die Tollen Berichte!

    Hat jemand erfahrung mit der A7r2? oder ist sie was die Reinigung angeht mit der A7II zu vergleichen?

    stellt Ihr die Kamera in den Reinigungsmodus wie Lutz geschrieben hat , oder schaltet ihr die Kamra aus?
    Könnte es bei nicht auf off stellen ein Kurtsschluss geben?

    Ich wechsel heufig die Objetive und möchte die Kammeran nicht alle 2 Monate teuer reinigen lassen, wenn ich es auch selber könnte.

    Danke Für Deine/ Eure Hilfe!

  2. Lutz 24. Mai 2017 at 11:10 - Reply

    Hallo, ich habe meine Sony A7II erfolgreich gereinigt. Aber ich hatte leider nur ein Set für APS-C da .(VSGO Model:DDR-16)
    Das Lightroom-Bild war bei mir genauso gesprenkelt wie oben gezeigt. Ich habe die Sony, wie hier schon erwähnt, einmal zappeln lassen(Reinigungsmodus), dann nicht aus gemacht. So bleibt der Senor fest stehen. Sonst bin ich bin genauso verfahren wie Stephan, nur mit dem Unterschied das ich mit dem kleineren Swap über den größeren Sensor einmal oben drüber bin, Swap rumgedreht und dann unten drübergegangen bin. bis auf einen Punkt habe ich alles weg bekommen, das habe ich dann aber so gelassen. Ich will mein Glück nicht überstrapazieren.
    Was ich noch erwähnen wollte, bei der Nikon D7200 die ich vorher hatte, habe ich den Senor auch gereinigt. Der Sensor war deutlich kleiner. Ich bin irgendwie beim ansetzen des Swaps vom Sensor runtergerutscht und habe mir so allerwarscheinlichkeit ein Staubkorn eingehandelt, das dann einen Kratzer hinterlassen hat auf dem Sensor, sehr Ärgerlich.

    • LuBo 6. September 2017 at 20:40 - Reply

      Mir erging es genau so. Vom Sensor runtergerutscht Staub eingefangen und dann Kratzer, ebenfalls D7200. Und mit den Pads habe ich auch so gemacht, bei der A7II. Ging auch bei mir sehr gut.
      Also kann mich nur anschliessen. Auf keine Fall vom Sensor runterrutschen. Wenn, dann neuen Pad benutzen.

  3. Dirk 22. April 2017 at 21:33 - Reply

    Hallo Stephan,
    auch ich musste mich jetzt an die Reinigung meines Sensors wagen (Sony A7R II) und habe mir die Reinigung in Deinem Video noch einmal angeschaut bevor es losging. Vielen Dank!

    Ich hatte mir bereits vor einigen Wochen das von Dir verwendete Reinigungsset gekauft – hab mich aber aufgrund der Unterschiedlichen Aussagen zur Reinigung des A7R II Sensors irgendwie nicht getraut.
    Nachdem ich dann aber auf der Herstellerseite (Reinigungskit) lesen konnte das die Reinigungsflüssigkeit nachweislich zu keiner Beschädigung des Sensors (Test des Herstellers – mit dem Hinweis nicht zuviel Kraft zur Reinigung aufzuwenden) geführt hat – traute ich mich nun doch – da die Flecken schon störend waren.

    Um den Sensor zur Reinigung zu fixieren geht man bei den A7 II Modellen ja in den Reinigungsmodus und läßt nach dem „Sensorschütteln“ die Kamera an, entfernt das Objektiv und kann dann mit den Swabs über den fixierten Sensor fahren.

    Ich habe alles wie von Dir beschrieben gemacht – und war vom Ergebnis erst einmal erschrocken!
    Die Ursprünglichen Flecken waren zwar weg – aber ansonsten entsprach das Ergebnis dem von Felix.

    Die Flüssigkeit verdunstete nicht gescheid und hinterließ unzählige kleine Flecken. Ich dachte ob ich vielleicht zuviel Flüssigkeit auf dem Swab hatte aber auch eine weitere Durchführung mit dem 2. und 3. Swab brachte keine Besserung – immer wieder das selbe Ergebnis „Restflüssigkeit auf dem Sensor“. Egal wie sparsam ich damit war, man konnte die Restflüssigkeit mit dem bloßen Auge sehen. Verzweifelt hab ich dann den 4. Swab geöffnet und bin mit diesem unmittelbar nach der Flüssigreinigung zum „Abrocknen“ mehrfach sanft über den Sensor gefahren – was dann im 2. Anlauf auch zum Erfolgt führte.

    Resümee:
    Nach gut einer halben Stunde Arbeit, inkl. mehrfacher Kontrolldurchgänge in Lightroom und einer ganzen Packung Swabs – ist die Kamera wieder tadellos sauber. Ich werde mir jetzt weitere Swabs kaufen (da die Flüssigkeit noch lange halten wird) und habe vor einer weiteren Reinigung nun keinerlei Bedenken mehr.

    Schade das soviel Verunsicherung geschürt wird und von Sony keinerlei verbindliche Aussage erfolgt.

    Viele Grüße
    Dirk

    • Stephan Wiesner 23. April 2017 at 7:29 - Reply

      Komisch, die Flüssigkeit sollte sofort verdunsten, egal in welcher Kamera. Ist bei mir noch nie „hängen“ geblieben.

      • Daniel Hertrich Fotografie 23. April 2017 at 23:24 - Reply

        Hi Dirk, Stephan,
        wenn die Flüssigkeit nicht richtig verdunstet, ist sie vermutlich nicht mehr gut. Soweit ich weiß, besteht sie aus Isopropylalkohol und einem kleinen Anteil destilliertem Wasser. Das Gemisch verdunstet gut. Je höher der Wasseranteil, desto schlechter verdunstet sie. Ich vermute, der Wasseranteil kann sich erhöhen, wenn man den Behälter nicht richtig verschließt und daher Teile des Alkohols verdunsten. Also in dem Fall würde ich die Flüssigkeit schnell ersetzen.

  4. Felix Weidner 24. Februar 2017 at 0:36 - Reply

    Meine alte D3200 (vier Jahre Einsatz, mit ständigem Objektivwechsel auch bei starkem Wind am Strand und ähnlichem) hat schrecklich viel Dreck drauf gehabt, was mir aber erst nach der Anschaffung eines Macroobjektivs aufgefallen ist. Also bin ich zum Fotofachgeschäft und sollte 50€ zahlen und vier Tage warten. Das war mir gleich zweimal zu viel. Und da ich mir eh eine neue Kamera holen wollte, dachte ich mir ich könnte es riskieren selbst zu reinigen. Hab mit destilliertem Wasser (verdunstet rückstandsfrei) und einem sauberem Microfasertuch ein paar mal rüber gewischt. Der Sensor ist nun nahezu vollständig sauber ( wenn man alle Regler ins unendliche zieht,wird man wohl immer noch ein Körnchen oder eine Fussel finden…) und es ist nichts kaputt gegangen. Ich sehe also echt nicht ein so viel Geld für Reinigungsequipment zu zahlen. Nach der Erfahrung scheint mir das reine Abzocke zu sein, die nur funktioniert indem man den Leuten Angst um ihre teurem Schätze macht. Vielleicht sollte man das mal von Stiftung Warentest überprüfen lassen…

  5. Felix 16. Februar 2017 at 20:17 - Reply

    Also ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit Sensor Swabs gemacht. Allerdings nicht bei einer Spiegellosen sondern meiner D7100. Die Flüssigkeit die durch die Swabs auf den Sensor kam ist einfach nicht gescheid verdunstet. Es blieben schreckliche Flecken und Schlieren auf dem Sensor zurück. Das Ende vom Lied war dann, dass ich die Kamera zu Nikon schicken durfte und das ganze wurde für über 50€ wieder gereinigt.
    Ich denke nicht, dass ich das noch einmal so machen würde. Nächstes Mal gehe ich direkt zu einem Fotoladen, der das ganze sauber macht.
    Schönes Video Stephan! Vor allem das Bild mit der Frau auf dem Berg finde ich super.

  6. Dennis 16. Februar 2017 at 13:47 - Reply

    Nach einem Jahr war ich auch gezwungen den Sensor meiner A7ii zu reinigen. Kommt wohl doch mehr dreck drauf als bei meinen DSLR´s. Die ganzen Informationen im Internet haben mich vorerst auch ziemlich verunsichert. Schlussendlich kauft man sich die Sensor Swipe´s mit einer empfehlenden Reinigungsflüssigkeit (gibt ein bisschen mehr Geld aus) und führt es so aus wie Stephan es erklärt. Funktioniert super und auch nach der zweiten Anwendung konnte ich nur Verbesserungen (Fleckenentfernung) wahrnehmen. Beste Grüße

  7. Daniel Hertrich Fotografie 16. Februar 2017 at 13:20 - Reply

    Danke! Genau zur richtigen Zeit ein Mutmach-Post von dir, Stephan! 🙂 Für ein größeres Projekt mit der A7R2 in Berlin nächste Woche wollte ich vorher den Sensor reinigen (lassen). ABER: Kein Fachgeschäft scheint Sony-Kamerasensoren reinigen zu wollen. Sony immer ausgeschlossen! Begründung auf telefonische Nachfrage heute früh: Die federnde Aufhängung des Bildstabilisators. Man könnte bei einer herkömmlichen Reinigung theoretisch etwas beschädigen. Aussage des Fachgeschäftangestellten: Nur Sony-Service macht die Reinigung. d.h.: Kamera einschicken und für 10-14 Tage darauf verzichten. Für einen Berufsfotografen, der nicht mit einer gleichwertigen Backupkamera ausgerüstet ist, kaum eine Option. Ich werde es jetzt wohl auch mal selbst ausprobieren. Natürlich auf *deine* Gefahr: Irgend einen juristischen Weg werde ich schon finden, deinen Disclaimer auszuhebeln ;-D
    Übrigens: In die gleiche Richtung wie dein Beitrag geht der Beitrag von „Peter_S.“ in diesem Thread hier: https://community.sony.de/t5/%C9%91-kameras-mit-wechselobjektiven/sensorreinigung-sony-alpha-a7r/m-p/2042744#M17555 … und er muss es wissen, denke ich.
    Herzliche Grüße!
    Daniel

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