Testbericht Sigma 56mm F1,4 DC DN Contemporary Objektiv für Sony E-Mount

Das 56mm Sigma Objektiv an APS-C entspricht einem 85mm an Vollformat und soll damit die Portrait-Fotografen begeistern. Im Gegensatz zum Sigma 85mm 1.4 Objektiv ist es jedoch klein und handlich. Im Testbericht liest Du,  ob es auch so gut ist. Eine Auswahl Fotos in hoher Auflösung gibt es auf Flickr.

Test Sigma 85mm Objektiv. Generelle Kauftipps für Portrait-Objektive gibt es in einem weiteren  Artikel. Weitere Testberichte hier im Fotografie-Blog.

Disclaimer: Das Objektiv ist ein Leihgerät von Sigma Deutschland. Nach dem Test gebe ich es zurück und werde es mir voraussichtlich selbst kaufen.

Sigma 56mm Objektiv an Sony A6300 Kamera

Bokeh Sigma 56mm 1.4 Objektiv

Das Bokeh ist wie von Sigma gewöhnt: Butterweich. Sehr gut ist, dass es auch bei kleineren Blenden noch attraktiv ist. Die Blumen sind auf Stativ bei Blende 1.4 aufgenommen. An der Katze sieht man jedes Haar vom Schnurrbart (Blende 1.6 bei ISO 640, Auto Weissabgleich).

Sigma 56mm Objektiv Bokeh
Selfie mit Blitz bei F2.0

Autofokus an der Sony A6300

Der Autofokus funktioniert an der Sony A6300 reibungslos und zügig. Insbesondere den Augen-Autofokus habe ich sehr viel genutzt, um unsere Tochter zu fotografieren. Auch die Gesichtserkennung in Foto und Video trifft zuverlässig. 85 mm Vollformat Objektive sind häufig so groß, dass der Autofokus sehr laaaangsam ist. Ich denke da z.B. an das legendäre Canon 85mm 1.2. Sigma zeigt mit dem 56er, dass auch ein Portrait-Objektiv einen zügigen AF haben kann. Vielleicht nicht ideal für Hallenhandball, aber für nervöse Models und unwillige Verwandte reicht es vollkommen.

Gewicht 280 g
Max-Blende 16
Länge 59 mm
Filtergewinde 55 mm

Handhabung und Einsatzbereich

An den Sony Ax00-Kameras kann man das Objektiv sehr gut halten. Die Kamera fühlt sich ausgewogen an und liegt gut in der Hand. Fotografieren mit nur einer Hand ist problemlos möglich (Achtung Verwackler!). Das Objektiv hat keine Knöpfe oder Anzeigen und folgt damit leider dem aktuellen Sony-Trend. Einen M/AF-Schalter hätte ich gerne gehabt, insbesondere auch zum Filmen. Ebenso fehlt die Entfernungsanzeige.

Weitere Fotos mit EXIF-Daten gibt es auf Flickr.

Das folgende YouTube Video zeigt den Einfluss der Brennweite in der Portrait-Fotografie.

Schärfe am Rand

Technik: Schärfe, Verzerrung, etc

Das Objektiv überzeugt in gewohnter Sigma-Qualität mit Schärfe. Bereits bei Blende 1.4 ist die Bildmitte scharf genug für Portraits. Nicht so krass wie das 85mm 1.4, aber mehr als ausreichend für Portraits. Erwartungsgemäss sind die Ränder nicht ganz so scharf, aber immer noch sehr gut. Sobald man auf Blende 2.8 geht, sind auch die Ränder scharf. Dank dem Augen Autofokus trifft man das Auge und sieht diese Schärfe auch.

Weitere Fotografie-Testberichte gibt es hier im Blog.

Das Portrait von mir ist mit einer Tageslichtlampe aufgenommen an der Sony A6300 bei Blende 1.7. Der Augen-Autofokus funktioniert auch mit meiner Brille (an der viele Gesichtserkennungen scheitern). Somit ist es möglich, das Objektiv auch offenblendig für enge Portraits zu verwenden. “Früher” habe ich ein 85mm Objektiv bei solchen Portraits auf maximal F2.8 verwendet. Man sieht hier allerdings auch, dass mein rechtes Auge nicht mehr richtig scharf ist. Der Bereich der Schärfentiefe geht hier in den Millimeterbereich.

Die Verzerrung ohne! Objektivkorrektur ist bei F1.4 massiv. Aktiviert man die Objektivkorrektur, so ist sie nicht mehr auffällig. Gleiches gilt für die Vignette.

Schärfe in der Bildmitte
Sigma 56mm Verzerrung
Farben und Weissabgleich

Fazit zum Testbericht Sigma

Das Objektiv … macht Spass. Ich habe es jetzt zwei Wochen täglich im Einsatz im Wohnzimmer. Immer wenn ich Vater-Tochter-Zeiten habe, ist die Sony griffbereit. Die Brennweite ist gerade noch passend für Wohnzimmer und Büro und ich kann den Hintergrund butterweich freistellen. Da die Kombination so klein und leicht ist fällt die Kamera nicht auf und ich kann unsere Tochter beim Spielen fotografieren. Die Kamera passt sogar in die Jackentasche meiner Winterjacke. Farben, Kontrast, Schärfe und Autofokus sind für den Hausgebraucht sehr gut. Ich habe auch das große Sigma 85mm 1.4 … nur verwende ich das höchst selten, weil es einfach zu fett ist. Das kleine Sigma ist hingegen mein neuer Liebling 🙂

Siehe auch meinen Artikel zum Thema erste Festbrennweite.

Weitere Fotografie-Testberichte gibt es hier im Blog, insbesondere das Review zur Sony A6300 könnte von Interesse sein.

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Sigma Objektive für Sony