Es ist 05:06 und ich bin spät dran. Punkt fünf wollte ich an der Hütte sein, um rechtzeitig zur blauen Stunde am Fotospot unter dem Taranaki Vulkan zu stehen. Dafür hat der Wecker um kurz nach drei geklingelt und ich war so müde, dass ich nur träge in Fahrt gekommen bin. Neunzig Minuten bin ich jetzt unterwegs im dichten Wald. Die Äste ragen zu beiden Seiten in den schmalen Pfad und Nachtfalter fliegen wir Kamikaze Bomber auf meine Stirnlampe zu. In der warmen Luft hängt der schwere Geruch von … Verwesung? Ich kann nichts sehen, als dem schmalen Lichtkreis meiner Stirnlampe. Es ist die gruseligste Wanderung seit langem!

Der Schweiss läuft mir von knapp 700 m Aufstieg den Rücken herab und jetzt als ich den Wald verlasse, kühlt mich ein kalter Wind schnell aus.

Der Weg führt durch dichten, dschungelartigen Wald.
Der Weg führt durch dichten, dschungelartigen Wald.

Fünfzehn Minuten später stehe ich endlich am kleinen Tümpel. Den letzten Kilometer bin ich gejoggt, um rechtzeitig zu kommen. Der Himmel ist bereits rot verfärbt und sofort packe ich Kamera, Stativ und das Filterset aus. Die Stimmung könnte schöner nicht sein und sofort sind Angst und Anstrengung des Aufstiegs vergessen und ich bin voll im Fotografie-Flow!

Testbericht Rollei Rechteckfilter Mark II

Neuseeland besteht aus Inseln und bei einer Rundreise steht man entsprechend viel am Wasser. Dazu kommen unzählige Wasserfälle, Seen und Bäche. In unseren sieben Wochen Urlaub hatten wir praktisch jeden Tag Wolken am Himmel, ideal für den Einsatz eines Polfilters. Sprich: Als Landschaftsfotograf braucht man hier ein Set Filter.

Die Rechteckfilter von Rollei (Affiliate Link) bestehen aus Gorilla-Glas und gehen daher nicht gleich kaputt, wenn sie mal runter fallen. Zudem haben sie keine Vignettierung, ein Problem bei manchen Steckfilter-Systemen. Man kann sich sein eigenes Set an Polfilter, Graufilter und Verlaufsfilter zusammenstellen. Ich arbeite hier z. B. häufig mit Polfilter + ND1000 + ND8 Filter. Das Foto vom Vulkan ist mit dem ND64 an der Sony A7R III mit 16-35 aufgenommen worden (82 mm Filtergewinde).

Rollei Polfilter am Meer
Mit und ohne Polfilter

Fotografieren in die Sonne: Reflexionen

In der Landschaftsfotografie ist die Sonne häufig mit auf einem Foto. Insbesondere bei Sonnenaufgängen nehme ich sie gerne mit rein oder fotografiere zumindest in Richtung Sonne, um einen verfärbten Himmel mit ins Bild zu bekommen.

Rollei Polfilter bei Sonnenaufgang
Rollei Polfilter bei Sonnenaufgang

Solche Aufnahmen können mit dem Rollei Steckfilter vorgenommen werden. Sowohl mit Graufilter, als auch Polfilter.

Fazit: Bedienung, Robustheit, Praxis

In der Praxis haben sich die Die Rechteckfilter von Rollei (Affiliate Link) für mich sehr bewährt. Im ersten Einsatz erscheint es umständlicher zu sein, als ein einfacher Rundfilter. Aber schnell lernt man die Flexibilität zu schätzen. So kann ich den Filter z. B. per Knopfdruck abnehmen, etwa um ein Vergleichsfoto zu machen. Auch passen sie mit den Adapter-Ringen an verschiedene Objektive.

0.8 Sekunden Belichtung: Die Wellen werden weich, aber man sieht auch noch Bewegung im Wasser.
Langzeitbelichtung ist auch in der Mittags-Sonne möglich.
Sechs-Sekunden Aufnahme am frühen Nachmittag dank ND1000 Filter

Die Filter sind aus Gorilla-Glas und in der Tat sind sie mir in den letzten Wochen mehrfach runtergefallen. Vor allem aber sind sie Salzwasser, Sand und Wind ausgesetzt, einer zerstörerischen Kombination. Bislang haben dem standhalten können.