Der RoundFlash ist ein faltbares Beauty Dish. Er kostet nur einen Bruchteil von einem „richtigen“ Beauty Dish wiegt praktisch nichts und passt in die Jackentasche. Aber wie schlägt er sich im direkten Vergleich zur Profi-Version von Elinchrom? Wir haben es ausprobiert. In diesem Beitrag siehst Du die Ergebnisse im direkten Vergleich zum Studioblitz. Die Produkt-Links sind Affiliate Links zu Amazon.

 

Was ist ein Beauty Dish?

Was ein Beauty Dish ist und was man damit machen kann zeige ich in diesem (alten) Youtube Video:

Verwendet werden sie häufig in der Beauty-Fotografie. Kosmetik-Werbung für Frauen z.B. ist häufig mit einem Beauty Dish aufgenommen. Das kann man leicht an dem kreisrunden, kleinen Catchlight in den Augen des Models erkennen und dem harten Schatten unter dem Kinn. Da ich nicht für Frauenzeitschriften fotografiere nutze ich das harte Licht gerne für knackige Sportler. Bei dem Kletter-Foto kommt ein 70cm Beauty Dish zum Einsatz, das mit einer Wabe versehen ist, Dadurch kann ich eine grosse Lichtquelle sehr präzise steuern.

 

Klettern in der Kletterhalle - Sportfotograf in Bern

Klettern in der Kletterhalle – Sportfotograf in Bern – 70cm Beauty Dish mit Wabe

Ein Beauty Dish wie der RoundFlash ist keine Softbox. Wer weiches Licht haben möchte, ist mit einem Durchlichtschirm besser bedient!

 

RoundFlash: Verwendung und Bewertung

Die Verwendung vom RoundFlash ist sehr einfach: Den Stab aufspannen, um den Stoff in Form zu drücken. Auf den Aufsteckblitz schieben und einen Klett stramm ziehen. Fertig. Dann kann man ihn verwenden, wie jedes andere Beauty Dish auch – mit dem Unterschied, dass man es nicht modifizieren kann. Beim Elinchrom kann ich das Tuch abziehen für einen noch knackigeren Look. Ich kann auch die Diffusor-Scheibe in der Mitte rausnehmen oder gegen eine farbige ersetzen und bei manchem Beauty Dish kann ich ein Grid aufsetzen (siehe das Klettern-Foto).

Testbericht RoundFlash mit Aufsteckblitz

Testbericht RoundFlash mit Aufsteckblitz

Das folgende Foto zeigt den direkten Vergleich. Ganz auffällig ist der Weissabgleich. In beiden Fotos habe ich den Weissabgleich mit der Graukarte gesetzt. Der Hintergrund wird mit einem Elinchrom Blitz aufgehellt (Hintergrund ist der Lastolite Hilite). Da kann der RoundFlash nicht zwingend was dafür, der Aufsteckblitz hat nicht die gleiche Farbe, wie die Elinchrom-Blitze, das Problem tritt also aufgrund des gemischten Setups auf. Daher vermeide ich es auch möglichst Blitze verschiedener Hersteller zu mischen.

RoundFlash vs. Elinchrom

RoundFlash vs. Elinchrom

Hier noch mal der direkte Vergleich. Weissabgleich auf Auto in der Canon 6D. Die Fotos sind out of camera, also unbearbeitet. Das Setup ist identisch: Grosser Reflektor von unten und das Beauty Dish ca. 60cm von mir entfernt, frontal, leicht erhöht.

Der RoundFlash hat den grossen Vorteil, dass er auf einem Aufsteckblitz verwendet werden kann und in die Jackentasche passt. Er kann und soll keine Studioblitzanlage ersetzen. In Anbetracht des Preises sind die Ergebnisse aber gut. Die Reflektion in den Augen ist kaum unterscheidbar und auch der Schattenverlauf ähnlich stark. Das Beauty Dish von Elinchrom kostet mehr als das Doppelte und der Elinchrom D-Lite RX-2 liegt bei 300 EUR. Verwendung kann der  RoundFlash vor allem dann finden, wenn man On Location ein hartes Licht haben möchte, ohne gleich mit dem Auto vorfahren zu müssen, um ein Fotostudio auszupacken.

RoundFlash vs. Elinchrom

RoundFlash vs. Elinchrom

Disclaimer: Der RoundFlash wurde mir gratis zur Verfügung gestellt.