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Beruf Fotograf – Turning your passion into a profession

Fotografieren ist mein Hobby, meine Leidenschaft, mein Beruf – noch immer meine Leidenschaft? Oder etwas, dass ich machen muss? Ist der “Traumberuf” Fotograf nur solange ein Traumberuf, wie er ein Traum ist? Oder wie schafft man es, die Passion am Leben zu halten?
Sport-Fotografie beim Fotograf in Bern. Triathlon: Frau rennt bei Abendsonne aus einem See bei Bern, Schweiz. Neoprenanzug und Schwimmbrille

Triathlon: Frau rennt bei Abendsonne aus einem See bei Bern, Schweiz. Neoprenanzug und Schwimmbrille

Beruf Fotograf – Buchhaltung statt fotografieren

Angefangen mit Fotografieren habe ich 2004, als ich die Berge kennen gelernt habe. Aus dem Hobby wurde eine Leidenschaft und inzwischen auch ein Beruf, der meine Miete zahlen muss. Sobald man Geld damit verdient, ändert sich jedoch viel. Das Fotografieren ist nur noch ein kleiner Teil der Arbeit. Marketing, Buchhaltung, Kunden hinterher telefonieren, die Steuererklärung, die Sorgen, wo die nächsten Aufträge herkommen, etc.
Laptop und Akten auf Schreibtisch, Mann im Hemd mit Brille an der Buchhaltung in der Nacht

Laptop und Akten auf Schreibtisch, Mann im Hemd mit Brille an der Buchhaltung in der Nacht

Dazu kommt in meinem Fall, dass ich ein Mensch bin, der Herausforderungen sucht und braucht. Körperlich, aber auch geistig. Portraits und Bewerbungsfotos bringen mir das Geld ein – aber sie bieten mir keine Herausforderung mehr. Wenn sie aber zur Routine werden, geht der Spass verloren. Meine Art das Problem zu lösen ist, wieder mehr das zu fotografieren, was meine andere Passion ist: Sport und Outdoor.

Sportler haben kein Geld

Bislang zahlt mich niemand dafür, dass ich wandern und bergsteigen gehe und Fotos mitbringe. Ich bin mit Freunden unterwegs oder fotografiere junge Sportler. Auch wenn da durchaus Weltmeister dabei sind – es sind keine Fussballstars oder Tennis Spieler. Meine Währung sind also Likes und Wachstum – und die Hoffnung, dass Sportartikel Hersteller auf mich aufmerksam werden.
Tai Chi bei Sonnenuntergang in Bern - Sport-Fotograf in Bern fotografiert Kampfsport.

Tai Chi bei Sonnenuntergang in Bern – Sport-Fotograf in Bern fotografiert Kampfsport.

Das Wichtige ist aber: Es macht mir Spass und es gibt mir die körperlichen und technischen Herausforderungen, die ich brauche. Ich wachse als Fotograf und als Mensch.

2016 wird alles anders

Was Dir vielleicht schon aufgefallen ist: Ich poste mehr Landschaftsfotos und weniger junge Tänzerinnen oder Portraits. Das ist ein Trend, der sich verstärken wird. Hier auf Facebook und auch auf Youtube. Es wird die nächsten Monate ein komplettes Landschaftsfotografie Tutorial geben mit allem was dazu gehört. Ausrüstung, Kameraeinstellungen, Nachbearbeitung, tutti.
Es ist kein Zufall, dass ich inzwischen auch einen Outdoor-Youtube-Kanal habe.
In der Praxis ist es so, dass meine Fotografie sehr gut läuft und ich mehr Portraits mache, als im letzten Jahr. Aber das sind dann Sessions, die ich nicht zeigen darf oder möchte – was ein Dilemma ist. Denn wenn ich keine Portraits zeige, kommen evtl. irgendwann auch keine Leute mehr zu mir, um mich dafür zu bezahlen. Das Rennradfoto z.B. habe ich umsonst gemacht, aber nächste Woche kommt eine junge Dame für ähnliche Fotos und bezahlt mich dafür. Nur werde ich ihre Bilder dann nicht auf Facebook zeigen dürfen.
Geraldine Antoinette habe ich als TfP Shooting fotografiert – aber gemeinsam haben wir am letzten Workshop von mir Einnahmen erzielt.
Workshop Bern Frühling 2016

Workshop Bern Frühling 2016

Ziele und Träume

Natürlich habe ich fotografisch Ziele und Träume. Die kennen nur meine engsten Freunde. Werde ich irgendwann zu 100% vom Fotografieren leben (können)? Will ich das überhaupt? Das hängt natürlich auch davon ab, welchen Lebensstandard man haben möchte. Als Informatiker mit 17 Jahren Berufserfahrung verdiene ich sehr gut. Als Fotograf von jungen Talenten sehr schlecht. Aber je älter ich werde, desto unwichtiger ist Geld.
(Man braucht Träume und Ziele, um zu wachsen)
Sternenfotografie mit Milchstrasse und Zelt

Milchstrasse in den Alpen der Schweiz. Zelt bei Langzeitbelichtung.

Du gibst mir die Kraft weiter zu machen

Es gibt immer Phasen, wo man keine Kraft mehr hat. Wo nichts läuft, wo selbst das Fotografieren nur noch ein MUSS ist. Und dann gibst DU mir die Kraft, weiter zu machen. Der Support und das überwiegend positive Feedback, dass ich von Dir bekomme hilft mir, diese Phasen durchzustehen.
Dafür an dieser Stelle noch mal ein dickes Danke 🙂
Juni 1st, 2016|Kategorien: Fotografieren Lernen, Landschaftsfotografie|Tags: , , , , |

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3 Kommentare

  1. Thomas 27. Januar 2017 um 16:42 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,
    ich finde diesen Treat sehr Interessant! Meiner Meinung nach, könnte dieser ruhig noch mehr in den Fordergrund gehoben werden.
    Viele Mensche beschäftigen Sich bestimmt mit dieser Frage, wie kann ich meine Passion zum Beruf machen und ich stehe was das angeht noch ganz am Anfang. Dein Blog bietet auf jeden, hier sehr viel Fotografische und Inhaltliche Inspiration. Keine Floskeln sonder ehrliche Worte. Daumen hoch dafür.
    Sehr Interessant pfände ich noch wenn du noch mehr darauf eingehen würdest: wie hat alles Angefangen, wann hast du gemerkt das sich damit Geld verdienen läßt und was war deine Basic Ausrüstung mit welcher du angefangen hast deinen Ruf aufzubauen und auch dann auch irgendwann als Profi wargenommen wurdest.
    Auf jeden Fall weitermachen und weiterhin gutes Gelingen!!

    Schönen Gruß aus München
    Thomas

  2. Lars Hoffmann 4. Januar 2017 um 20:52 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,
    Als Webdesigner und Hobbyfotograf weiß ich, wie viele Arbeit eine Homepage, das ganze Marketing und die Selbstständigkeit allgemein macht. Aber auch welche Freiheiten es einem bietet. Was dich von den ganzen anderen Fotografen auf YouTube und Facebook unterscheidet, ist dass Du so ehrlich zu dir und zu deinen Kunden, Models und Lesern bist. Du bist ein “Typ von nebenan” und das macht dich sehr sympatisch. Ich freue mich auf viele weitere Videos von dir und den ein oder anderen Blogartikel!
    Viele Grüße aus Dresden,
    Lars

  3. Josef Töller 12. Dezember 2016 um 10:29 Uhr - Antworten

    Lieber Stephan, beeindruckend offen, wie Du bist. Ich wünsche Dir ein wunderbares Wachsen mit liebevollen Menschen drumrum. Herzliche Grüße aus dem Rheinland. Josef

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