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Vignettierung Testbericht Nikon AF-P DX NIKKOR 10-20 mm – Review

Das neue  Nikon AF-P DX NIKKOR 10-20 mm Objektiv verspricht gute Bildqualität zu einem fairen Preis. In diesem Testbericht beschreibe ich die Vignettierung. Schärfe, Lichtsterne, Autofokus, etc. folgen dann in den kommenden Beiträgen. Die Fotos sind JPGs out of camera oder RAWs ohne Bearbeitung. Die JPGs haben die Objektivkorrektur in der Kamera an. Das ist eine Korrektur der Vignettierung, aber auch eine Entzerrung (die zu einem Beschnitt führt). Alle Fotos sind aufgenommen mit der Nikon D7500. Disclaimer: Kamera und Objektiv sind Leihgeräte von Nikon Deutschland.

 

Das Foto von Colmar ist praxisrelevant und beantwortet die Frage nach der Vignette eigentlich schon.  Hier ist ein ND1000 Filter im Einsatz, der eine Vignettierung erzeugt, es ist also quasi ein Worst-Case-Foto. Aufgenommen in RAW, ohne Bildkorrektur. Mit einer leichten Korrektur wäre die Vignette gar nicht mehr zu sehen. Den ND1000 Filter habe ich eingesetzt, um mit der Langzeitbelichtung die Touristen „unsichtbar“ zu machen.

 

Vignettierung Nikon AF-P DX NIKKOR 10-20 mm

Ultraweitwinkel haben immer eine Vignettierung, die Frage ist nur wie stark. Aktuell hat Lightroom noch keine Korrektur für das Objektiv, aber man kann sie in der Kamera aktivieren. Daher hier ein paar Fotos im Vergleich JPG vs. RAW. Die RAW-Dateien sind mit meinem Standard-Landschaftsfilter importiert, sonst unbearbeitet. Wichtig ist zu wissen, dass die Vignettierung stärker ist, je weitwinkliger man arbeitet und stärker je mehr man die Blende öffnet (sofern man hier davon reden kann). Die Vignette fällt besonders bei hellen Hintergründen auf – also meist beim Himmel. Daher ist eine Vignettierung für die Landschaftsfotografie meist störend – anders als in der Portraitfotografie.

Erwartungsgemäss ist die Vignettierung bei Blende 8 nicht mehr praxisrelevant. Achte bei den beiden Fotos mal auf die kleine Tanne rechts unten. Bei einer starken Vignettierung wäre diese abgeschnitten (siehe das Beispiel weiter unten).

Vignettierung Nikon 10-20 mm Objektiv

Vignettierung Nikon 10-20 mm Objektiv

 

Vignettierung Nikon 10-20 mm Objektiv

Vignettierung Nikon 10-20 mm Objektiv

Bei 20mm ist die Vignettierung zu sehen, aber nicht so stark, dass sie auffällt (achte auf die Tanne). Das ist ungewöhnlich gut für ein Objektiv in dieser Preisklasse und mit diesem Zoombereich. Bei 10mm fällt sie dann jedoch deutlich auf. Auch hier scheint sie auf den ersten Blick nicht schlimm zu sein, aber wenn ich im Lightroom durchblättere, dann fällt auf, wieviel weggeschnitten wird (siehe unten). Im Zoom sieht man auch die starke Chromatische Abberation. Auch die ist nicht ungewöhnlich bei einem solchen Objektiv.

Der Zoom ist aus dem gleichen Foto! JPG vs. RAW. Man sieht im einen Foto z.B. noch einen Strauch, der komplett weggeschnitten wird, wenn die Objektivkorrektur an ist.

Vignettierung Nikon 10-20 mm Objektiv

Vignettierung Nikon 10-20 mm Objektiv

Vignettierung Nikon 10-20 mm Objektiv

Vignettierung Nikon 10-20 mm Objektiv – Achte auf den Strauch unten rechts

 

 

Fazit

Das Nikon AF-P DX NIKKOR 10-20 mm Objektiv hat eine deutliche Vignettierung bei 10mm und Blende 5.6, die bei 20mm oder Blende 8 nicht mehr praxisrelevant stört. Mit der Objektivkorrektur aktiviert ist sie praktisch nicht mehr sichtbar – was natürlich einen Preis hat. Die Ergebnisse sind gut für ein Objektiv mit einem Zoombereich von 10-20mm. Insbesondere aufgrund des geringen Gewichts von nur 230g bietet es für Nikon APS-C User ein ideales „immer mitnehmen Objektiv“.

In den nächsten Beiträgen gehe ich dann auf die Schärfe, den Autofokus, etc. ein.

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Juni 24th, 2017|Categories: Fotoausrüstung|Tags: , |

8 Comments

  1. Jürgen 1. Juli 2017 at 8:56 - Reply

    Offenbar hapert es zumindest im Fachhandel mit der Verfügbarkeit dieses Objektivs. Bin aktuell beruflich in Berlin und selbst in dieser Großstadt habe ich erst im dritten größeren Fachgeschäft eines bekommen (und laut Fachverkäufer war es das einzige Exemplar, das er bisher von Nikon geliefert bekommen hat). Bin mal sehr gespannt, ob es an der D500 eine leichte Alternative für unterwegs zum 12-24/2,8 ist. Wobei mir klar ist, daß das 12-24/2,8 nicht nur finanziell in einer anderen Liga spielt, aber die Tatsache, dass Du das 10-20 nicht gleich in der Luft zerrissen hast ( auch wenn das Review zu Schärfe usw. noch aussteht), scheint für eine zumindest akzeptable Abbildungsqualität zu sprechen.

    • Stephan Wiesner 1. Juli 2017 at 18:25 - Reply

      Nein, das Review zur Schärfe ist schon lange online.

      • Jürgen 2. Juli 2017 at 10:05 - Reply

        Sorry, hatte ich übersehen.
        Da ich das Objektiv nun mal erstanden habe, habe ich vor Schreck über Deine eher negative Bewertung bezüglich Schärfe heute morgen einen eigenen schnellen und subjektiven Vergleichstest zw. dem 10-20 an der D500 und dem 14-24/2,8 an der D750 gemacht. Waldrand mit einzelnen Gebäuden und bedecktem Himmel am Hang gegenüber, out of the window, Freihand, über das ges. Brennweitenspektrum bei f4,5 und f8 und Import in LR mit Deinem Landschaft-Preset.
        Subjektives Fazit: ich muss schon auf 200% gehen, um Unterschiede in der Schärfe zu erkennen und die CA´s lassen sich in LR mit einem Klick problemlos wegzaubern.
        Also für mich ist zumindest mein Exemplar des 10-20 eine leichtgewichtige Alternative für unterwegs an der der D500. Im Grenzbereich ist es dem 14-24/2,8 natürlich unterlegen, aber das spielt eben finanziell, aber auch vom Gewicht in einer ganz anderen Liga.
        Mag auch sein, dass es bei dem 10-20 grössere Chargenschwankungen gibt und Du ein „Montags-Objektiv“ erwischt hast, oder ich bin einfach zu anspruchslos 🙂

  2. Stephan P. 30. Juni 2017 at 17:52 - Reply

    Dieser Kommentar ist privat: ich habe das „Danke für deine Zeit und deine Videos!“ in meinem letzten Kommentar vergessen. Wenn du möchtest und kannst, darfst du das gerne anhängen.

  3. Stephan P. 30. Juni 2017 at 17:44 - Reply

    Danke für den ersten echten Test dieses DX Weitwinkels welches zumindest für alle D3xxx und D5xxx Freunde wegen seines Preises und seines Gewichts sehr attraktiv ist. (Mein Sigma WW ist ein Schwergewicht am Gürtel.)
    1) Als Feedback: ich habe das Gefühl du meinst die automatische Verzerrungskorrektur die für JPGs in der Kamera gemacht wird, aber schreibst über die Vignettierung (Verdunklung am Bildrand). Bitte prüfe nochmal: „Bei 20mm ist die Vignettierung zu sehen, aber nicht so stark […] Bei 10mm […] fällt auf, wieviel weggeschnitten wird (siehe unten).“. Ich habe die fehlende Ecke gesehen, schiebe es aber auf die Verzerrungskorrektur. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nikon Bildteile wegschneidet, um die Verdunklung rückgängig zu machen.
    2) Damit du deine Leser besser verstehst; autom. Verzerrungskorrektur und autom. Korrektur der chrom. Abberation in der Kamera für JPGs sind ein Traum für alle die sich das LR Abo nicht kaufen wollen oder nicht jedes WW-Foto in ViewNX einladen möchten. Klar, Korrekturen der Helligkeit und der Farben sind bei JPGs im Nachhinein eingeschränkt. Aber das habe ich vor Ort mit dem Histogramm, der Belichtung und Active D-Lighting gut in meiner Kontrolle. Gegen Verzerrung und CA hilft nur zu Hause mit Profisoftware hinsetzen und hoffen, dass beides mit den Mitteln der Software wirklich weg geht und nicht die CA Korrektur andere Farbsäume hinzufügt, weil ein spezielles Profil für mein Objektiv noch nicht da ist oder die nötigen Einstellungen doch von der Szene abhängen und damit manuelle Arbeit erfordern. Deswegen denke ich, dass Nikon die CA nicht stört, weil sie für JPGs sehr gut in der Kamera herausgerechnet werden kann und sie damit das Objektiv günstiger und leichter bauen und anbieten können. Interessant sind deswegen die Fragen:
    2a) Schafft es die autom. CA Korrektur für JPGs wirklich alle Farbsäume rauszurechnen?
    2b) Wieviel wird bei der autom. Verzerrungskorrektur für JPGs abgeschnitten (bei 10,14,20mm)?
    3) Kannst du dich bitte bei deinen Kollegen dafür stark machen, dass sie das Objektiv endlich durchmessen und reviewen?

    • Stephan Wiesner 30. Juni 2017 at 17:51 - Reply

      3) Welcher Kollege?

      • Stephan 30. Juni 2017 at 23:33 - Reply

        Ich meinte „Kollegen“ in Anführungszeichen; dpreview, DxOmark, KenRockwell (hat was geschrieben, aber nichts getestet), photozone, imaging-resource. ; )

        • Stephan Wiesner 1. Juli 2017 at 6:14 - Reply

          Mit denen habe ich keinen Kontakt und kann deren Beiträge nicht beeinflussen.

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