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Warum arbeiten so viele Fotografen mit einem MacBook?

“Ich überlege mir einen neuen Computer zu kaufen und frage mich, ob es ein Mac werden soll. Viele Fotografen arbeiten ja scheinbar mit Mac, ist der wirklich so viel besser?” Solche Fragen bekomme ich inzwischen mehrfach pro Woche. Die Frage ist aber eigentlich falsch. Die Antwort gibt es dennoch in diesem Artikel. Hier zunächst meine eigene, emotionale, Geschichte. Die wirtschaftliche Betrachtung von Computern allgemein gibt es in einem zweiten Artikel, die Frage was man benötigt, um Lightroom schneller zu machen in einem dritten.

 

Als Fotograf und Digitaler Nomade habe ich immer einen Laptop dabei.

Als Fotograf und Digitaler Nomade habe ich immer einen Laptop dabei.

 

Warum arbeite ich mit einem MacBook?

“Ist da noch frei?” frage ich den Herrn im Anzug im Zweier-Sitz im 1. Klasse Abteil. Er schaut kurz von seinem Dienst-Laptop auf und sein Blick wandert von meinem bärtigen Gesicht über das verschwitzte T-Shirt und die dreckige Wanderhose zu den Stiefeln. Ich sehe, dass er versucht sich nichts anmerken zu lassen. Wir sind in Zürich, im Land der Höflichkeit. “Bitte sehr” sagt er und arbeitet weiter. Ich packe meine Wasserflasche und mein MacBook 12 aus, setze die Kopfhörer auf und beginne mit fliegenden Fingern meine Mails der letzten beiden Tage durchzugehen. In einer Denkpause fällt mein Blick noch mal auf den Laptop gegenüber und ich verkneife mir ein Schmunzeln. Wir sind im Land der Höflichkeit und ich zeige nicht, dass ich froh bin, nicht mit so einer hässlichen grauen Kiste arbeiten zu müssen. Immerhin hat er ein iPhone auf dem Tisch liegen. Wir sind schliesslich auch im Land der Apple Fans.

Sport Fotograf im Fotostudio

Fotografen am MacBook (Foto by Jorge)

 

Ich arbeite seit knapp sechs Jahren mit einem MacBook. Meinen ersten Laptop habe ich als Student beim Aldi gekauft, das muss um 2001 gewesen sein. Danach folgten knapp zehn Jahre Lenovo Laptops für meine Arbeit als IT-Berater. Die Umstellung auf Mac war die ersten Wochen sehr hart für mich. Viele Tastaturkürzel haben nicht mehr funktioniert, den Finder kann ich bis heute nicht bedienen (ich verwende Path Finder) und auch Alt-Tab kriege ich nicht aus meinem Stammhirn für das Wechseln zwischen zwei Fenstern der gleichen Anwendung (cmd + <).

Was aber vom ersten Moment an aufgefallen ist: Die MacBooks sind schön. Und toll verarbeitet. Wenn ich heute am Morgen mit der ersten Tasse Kaffee in der Küche sitze und ein MacBook aufklappe, dann habe ich einfach Freude daran. Am Feeling des Gehäuses. Der Haptik der Tastatur und des Trackpads.

Ich wäre kein Fotograf geworden, wenn ich schönes Design nicht zu schätzen wüsste.

Inzwischen gibt es auch attraktive Windows-Rechner und wir können über Geschmack reden bezüglich welcher “der schönste” ist. Aber niemand wird sagen, dass ein MacBook oder iMac nicht hochwertig verarbeitet sind. Bin ich bereit für Design zu bezahlen? Natürlich.

Ich komme aus sehr einfachen Verhältnissen und lebe unter der Armutsgrenze.

Kein Auto, kein Kino, kein Kantinenessen und alle paar Wochen mal auf ein Bier mit Freunden. Meist trage ich eins von zwanzig weissen T-Shirts, die ich vor Jahren mal beim Aldi gekauft habe. Nur beim Reisen fahre ich konsequent 1. Klasse – weil das für mich billiger ist. Es ist Arbeitszeit und ich bin nirgends so konzentriert, wie im Zug zwischen Bern und Zürich.

Weil ein MacBook vor ein paar Jahren finanziell unerschwinglich für mich gewesen wäre, weiss ich das so zu schätzen. Nicht zum Angeben oder als Statussymbol. Nur für mich. Als Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin und weit gekommen bin von dem armen Studenten aus Lüneburg. Als Student habe ich in einem Computer Laden PCs zusammengebaut, meine ersten Arbeitsjahre mit deutschem Gehalt in Basel gewohnt. Dort bin ich mit dem Fahrrad über die Grenze nach Deutschland gefahren, um beim Aldi einzukaufen, weil die Migros zu teuer für mich war. Das vergisst man nicht.

Peak Design Messenger Bag: Laptop-Fach und Zugriff aufs Hauptfach von oben

Peak Design Messenger Bag: Laptop-Fach und Zugriff aufs Hauptfach von oben

 

Ist ein Mac nicht viel zu teuer?

Die Argumentation ist meist: Ein Mac ist zu teuer, weil man 4.2 GHZ in einem PC billiger bekommt. Meine Gegenantwort ist: Das stimmt so nicht. Ein PC der lautlos ist und nur alle paar Wochen mal abstürzt (meist beim Arbeiten mit einer grossen Excel-Datei) ist nicht mehr billig. Auch wird der Monitor meist rausgerechnet, aber ich kaufe Mac-Produkte auch wegen dem Monitor.

Lautstärke ist ein weiterer Punkt. Mein MacBook 12 hat gar keinen Lüfter, das war für mich ein entscheidender Kaufgrund. Das 15er MacBook Pro lüftet, wenn ich die CPU oder Grafikkarte benutze. Beim Schreiben und Lesen ist es lautlos.

Ein Apple-Produkt ist nicht billig, aber man bekommt auch etwas dafür. Gestern habe ich mir den neuen 27 Zoll iMac bestellt. Ohne ihn mir angeschaut zu haben oder einen Testbericht zu lesen. Ich kaufe keine Speicherkarte, ohne nicht drei Reviews gelesen zu haben, aber einen neuen Computer mit Monitor für 3800 CHF schon. Weil ich weiss, dass ich Top Qualität bekomme. Die gesparte Zeit nutze ich, um diesen Blogbeitrag zu schreiben.

Digitale Nomaden Laptop Berge

Mein Büro ist, wo mein MacBook ist

 

Warum haben so viele Fotografen ein MacBook?

Wer Fotograf oder Designer wird, der weiss Design zu schätzen. Und weiss auch, das gutes Design schwierig ist und mehr kosten darf. Schliesslich möchten wir für unsere Arbeit auch gut bezahlt werden. Es wäre ein Widerspruch zu sagen: “Geiz ist Geil und Design darf nichts kosten!”, wenn man gleichzeitig versucht hohe Rechnungen für die eigene Design-Arbeit zu stellen.

MacBooks haben zudem sehr gute Monitore. Wir können streiten, ob sie die “besten” haben, aber sie sind definitiv gut. Und da wir alle einen Mac-Screen haben, können wir Fotos austauschen und wissen, dass sie beim Partner ähnlich aussehen. In der Theorie haben wir alle kalibrierte Monitore, aber in der Praxis nicht. Ich nutze das kalibrierte Profil nur für den Druck, aber sicher nicht für Online-Publikationen.

Ausserdem werden wir meist pro Zeiteinheit bezahlt. Wenn mein Arbeitsgerät mir die Arbeit leichter macht, dann verdiene ich damit mehr Geld. Und Mac OS ist nach meiner Erfahrung viel stabiler als Windows.

 

Immer synchron

Am Morgen muss ich nicht booten, der Mac ist sofort da. Meine Dokumente synchronisieren zwischen Mac und Laptop? Mit Pages muss ich nicht mal das Dokument zumachen. Ich schreibe am Schreibtisch am iMac und im Zug schreibe ich einfach weiter auf dem MacBook. Null Zeitverlust. Ein auf dem iPhone gemachtes Foto ist wenige Sekunden später auf dem Mac. Die Liste ist lang an kleinen Dingen, die einfach und reibungslos funktionieren. Microsoft kann da gar nicht mithalten. Wenn jeder in seinen PC einbauen kann, was er will, dann ist das Testen unmöglich. Ich bin von Beruf Software Tester und eine Grundregel des Testens ist, dass viele Hardware-Variationen das Testen unmöglich machen (oder jedenfalls unbezahlbar).

 

Ist ein Mac also besser als ein PC?

JaNein. Er ist (arguable) schöner, besser verarbeitet und stabiler. Er steht einem weniger im Weg, weil man weniger an ihm tunen kann. Dafür bezahlt man und diesen Aufpreis möchte nicht jeder zahlen. So wie nicht jeder meinen Stundensatz als Fotograf zahlen möchte. Der Nachbarjunge macht schliesslich auch schöne Fotos und er ist billiger.

Das GO! Magazin hätten wir auf billigem Papier drucken können oder ich hätte auf das teure Design verzichten können. Dann wäre es billiger gewesen. Aber es wäre eben nicht die GO! geworden, sondern nur ein nützliches Heftchen, dass schnell im Altpapier gelandet wäre. Die Käufer bezahlen für das hochwertige Design und die Haptik des Papiers. Weil wir Fotografen sind und schöne Dinge zu schätzen wissen.

Digitaler Nomade bei der Arbeit

Digitaler Nomade bei der Arbeit

 

Juli 9th, 2017|Kategorien: Beruf Blogger, Beruf Fotograf, Beruf Youtube|Tags: , |

34 Kommentare

  1. Maurice 4. Oktober 2017 um 13:34 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,

    ein sehr schöner Beitrag wie ich finde, wirklich toll geschrieben.

    Anfang 2011 hatte ich mir einen 21’5 iMac zugelegt, für mich war es auch erstmal eine Umstellung nachdem ich zuvor auch nur immer mit Windows Rechnern gearbeitet habe, aber es war eine angenehme Umstellung. Die Umstellung war so angenehm dass ich mir in der nächsten Woche direkt noch ein MacBook Pro gekauft habe. 😀

    Und ich muss ehrlich sagen, ich will auf keinen Fall mehr wechseln. Meine beiden Schätze laufen immer noch Stabil und haben mich noch nie im Stich gelassen. Wenn man bedenkt das beide Geräte schon knapp 7 Jahre alt sind laufen sie noch echt Top und zuverlässig. Man merkt zwar dass sie nicht mehr ganz die schnellsten sind, aber wie gesagt zuverlässig sind sie. Ich denke wäre ich bei Windows geblieben, hätte ich mir mindestens schon einen neuen Rechner kaufen müssen. ;-P

    Und so wie du es auch geschrieben hast mit der Synchronisierung, da kann ich dir nur zustimmen. Es ist komfortabel und zeitsparend und die Harmonie zwischen den Geräten läuft zu 100%.

    Mit deinem Beitrag hast du mir eine kleine Inspiration für meinen Blog geliefert. 🙂

    Viele Grüße
    Maurice

  2. Hajnalka 22. Juli 2017 um 13:58 Uhr - Antworten

    Lieber Stephan,
    ich bin damals als Studentin von einem HP Laptop umgestiegen der nach zwei Jahren die Seele aufgegeben hat. Ich komme auch aus sehr einfachen und teils schwierigen Verhältnissen aber nie wieder habe ich etwas anderes als ein Mac gekauft, auch wenn ich dafür extrem viel sparen musste. Du hast es einfach super auf den Punkt gebracht. Danke für den tollen Beitrag 🙂

  3. Tom Greiner 13. Juli 2017 um 18:09 Uhr - Antworten

    Ach ja, immer wieder die selben und etwas langweilig gewordenen Diskussionen! Wir arbeiten bei uns aus guten Gründen auf beiden Systemen und was soll ich sagen: beide habe ihre Vorzüge und Mucken, vollkommen gleich verteilt, kein Unterschied. Abstüürze beim PC, ach bitte, schon wirklich lange nicht mehr. Einzelne Programme schon wie z.B. DaVinci Resolve auf Mac wie PC. Das liegt aber am Programm.
    Ok, Apple Design ist von Haus aus sehr ansehnlich, allerdings kaufen sich auch die wenigsten PC Besitzer richtige Designgehäuse und ich meine richtige, nicht das gängige Zeug. Dann liegt man allerdings sehr schnell teurer als bei einem Apple. Gut, bei Laptops ist das nicht zu bekommen, Surface und Co sehen sehr gut und wertig aus, Apple aber einen Zacken besser. Tja, sollten sich die anderen eben bessere Designer “halten”.
    Andererseits wenn man z.B. wie wir auch viel 3D macht, dann kam man in den 90ern eh nicht am PC vorbei und das war gut so. Da ist Apple bis heute nicht wirklich voll dabei und es ist die Königsklasse der Software.
    Und 2K/4K Editing auch auf PC, Grafikarbeiten auf Mac, Foto auf beiden. Laptops? Mac Book, MacBook Air, hässlichen, aber genialen Medion mit abnehmbaren Monstertablet, dem größten auf dem Markt, für schnelle, mobile Präsentationen auf dem Konferenztisch.

    Aber diese über Jahrzehnte bestehenden, fanatischen, fast religiösen Predigten der Apple Fangemeinde sind mir mehr als zuwider, weil ich lieber über die entstandenen Fotos oder anderen kreativen Arbeiten, als über den dazu benutzen “Hammer”. Geschenkt hat mir bisher weder Gates noch Jobs etwas!

    Metabo oder Bosch… Du musst ein sauberes Loch bohren können! 😉

    Tom Greiner

    Vierte Wand Filmproduktion

  4. Günter 11. Juli 2017 um 20:36 Uhr - Antworten

    Hallo Stefan,

    ich kenne Dich jetzt seit drei Stunden, Google sei Dank, wie das im Internet so ist. Wir haben so ziemlich den gleichen Hintergrund, aber Deine Artikel und Videoblogs sind für mich sehr attraktiv. Nicht etwa, weil ich mit offenem Mund über Deine Tipps staune, nein, ich staune über Deine extrem fokussierte Art und Weise, wie Du in unserem technisch extrem schnelllebigen Feld die für Dich richtigen Entscheidungen triffst.

    Den Switch zu Apple habe ich vor ein paar Jahren auch gemacht, das war ästhetisch und vom Admin-Aufwand her gut, aber ich heule jeden Tag hinter meinen alten Workflows her, die ich auf dem Mac usw. nicht realisieren kann. Leider ist nicht nur der Finder so eine Spassbremse, auch die Apple-Cloud-Mechanismen sind grottig und ich verlasse mich darauf nicht (mehr). Es gibt in diesem ganzen Apple-Universum kein White-Paper zu den jeweiligen Funktionalitäten (weder Betriebssystem noch Applikationen: in einem professionellen Umfeld eigentlich ein NoGo) und Apple ändert manche Dinge ziemlich brutal bei Versionswechseln.

    Die Kids haben sich an all das gewöhnt, die machen sowieso nur noch learning by doing oder kopieren und verändern, – aber ich muss ab und zu doch auf eine virtuelle Maschine wechseln, auf der Windows 7 läuft… 😉
    Und was die Ästhetik anbelangt: Die ganzen neue Techniken vor allem bei den Kameras bringen nichts neues, sie vergrößern nur den Kreis der “Nachbarskinder”, die “auch gute Fotos/Videos” machen können – stimmts? 🙂

  5. Wolfgang Noever 10. Juli 2017 um 21:48 Uhr - Antworten

    Hallo Stefan,
    welche Konfiguration hgat dien neuer I-Mac und warum hast du nicht auf den I-Mac pro ghewartet ?
    Gruß Wolfgang

    • Stephan Wiesner 11. Juli 2017 um 5:17 Uhr - Antworten

      Maximalausbau. Der Pro wird erst irgendwann verfügbar sein und deutlich mehr kosten. Muss ja immer auch wirtschaftlich sein bei mir.

  6. Dennjo 10. Juli 2017 um 15:01 Uhr - Antworten

    Also schon allein dass der Macbook/iMac Monitor immer Glossy ist, macht es für mich unmöglich daran zu arbeiten.

    Ich setze voll auf thinkpad Laptops wenn ich designe und meine desktop Workstation mit Intel Xeon bau ich mir sehr gern selber zusammen obwohl es gute dell, thinkstations komplett zu kaufen gibt.

    Vor Jahren als Apple noch eigene CPUs baute war ich vom G4 bis zum G5 mit Mac unterwegs. Aber seit Intel mit denen zusammen arbeitet gibt’s keinen Grund für mich auf Apple zu setzen.

    Meine thinkpad Laptops halten über ihre Zeit hinaus stabil genauso wie meine Workstations die ich alle 10 Jahre austausche.

    Ich lege neben dem Design der Dinge eher auf verlässlichkeit, sttbilität, Robustheit und Langlebigkeit.

  7. Daniel 10. Juli 2017 um 7:53 Uhr - Antworten

    Hey Stephan,

    wie syncst du deine LR-Kataloge, wenn du abwechselnd an zwei unterschiedlichen Rechnern arbeitest?

    • Stephan Wiesner 10. Juli 2017 um 8:08 Uhr - Antworten

      Gar nicht. Wenn ich unterwegs arbeite, dann exportiere ich den Ordner aus Lightroom. Unkompliziert und effizient.

  8. cubei 9. Juli 2017 um 23:04 Uhr - Antworten

    Beim Design kann man streiten. Aber für mich ist es ein schlechtes Notebook Design wenn der Akku verklebt und RAM sowie SSD verlötet sind. Andere Hersteller schaffen bei ähnlichem Gewicht und Maßen die Hardware Modular aufzubauen, wodurch sie leicht zu reparieren und zu erweitern sind.

    Auch lüfterlos sagt mir nicht zu. Ich habe lieber das Summen eines Lüfters als den glühenden Alublock auf dem Schoss, bzw. gedrosselte Leistung. Wobei ich es schon verstehen kann, dass man vom Lüfterlärm genervt ist, während man versucht in der 1. Klasse seine Ruhe zuhaben XD.

  9. Pascal 9. Juli 2017 um 22:25 Uhr - Antworten

    Also mein Windows 7 PC läut auch wunderbar. Äußerst stabil und eigentlich auch ohne Probleme.
    Aber auch ich bin soweit ganz zufrieden mit meinem iPhone und ein iPad kommt auch bald nach Hause. Eventuell ja auch irgendwann mal ein iMac oder ein MacBook 🙂

  10. Stefan 9. Juli 2017 um 21:37 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,

    früher war alles besser- auch der Mac. Hab selbst ein Mac Book Pro mit maximaler Ausstattung, inzwischen 3 Jahre alt. Es hat jetzt schon 4 Pixelfehler! Ärgerlich!
    Auch bei der Software gab es früher nie Probleme. Lief immer alles super. Jetzt gibt es schon häufiger mal Hänger, so dass ich mit alten Linuxkentnissen runterfahren muß! Bei meinem Windows 10 in Eigenbau hatte ich das lange nicht.
    Ich bleibe trotzdem bei Apple- Design, welches dieses von dir beschriebene Gefühl beim Öffnen produziert… Aber dann den ich die Pixelfehler 😣

    VG. Stefan

  11. Mario 9. Juli 2017 um 19:10 Uhr - Antworten

    Ich habe mein erstes Macbook (late 2008) über 8 Jahre lang als Hauptrechner genutzt. Zwischendurch mal die Festplatte durch eine SSD ersetzt und den RAM aufgerüstet. Aber ansonsten keine Veränderungen. Zeig mir einen anderen Laptop der 8 Jahre lang Bild- und Videoarbeit mitmacht!
    Habe mir 2017 ein neues Macbook Pro gegönnt und rechne mit weiteren 8 Jahren ruhe. Das hieße dann 16 Jahre und nur 2 Laptops. Ich bin nach wie vor begeistert!
    Grüße,
    Mario

    • harmsi (@0quchen) 10. Juli 2017 um 7:05 Uhr - Antworten

      Fraglich ist, ob das neue MacBook Pro so lange im Einsatz bleibt, denn mit dem Aufrüsten von RAM und SSD ist es ja mittlerweile vorbei bei Apple.

  12. Steffen 9. Juli 2017 um 17:29 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan,
    mal eine andere Frage: mit welchem Apple-Gerät steuerst Du eigentlich die Mavic?

    • Stephan Wiesner 9. Juli 2017 um 17:53 Uhr - Antworten

      iPhone

      • Steffen 9. Juli 2017 um 18:38 Uhr - Antworten

        ..ok, und welche Generation? Mit den Androidgeräten gibt es derzeit ja massiv Probleme, daher die Frage

  13. Laurenz 9. Juli 2017 um 16:03 Uhr - Antworten

    Sehr guter Artikel.
    Vor ein paar Jahren hätte ich dir noch vollkommen zugestimmt, aber jetzt mit Windows 10 und neuen Laptops wie dem Surfacebook kommt Windows schon deutlich näher an Mac. Zudem brauche ich zum Beispiel einfach manche Programme die es nur für Windows gibt und ich bastel gerne an PCs. An der Software wie Hardware. Als Bildschirme habe ich den Eizo CG 2730 und ich habe hier nur Platz für einen Monitor. Damit ist Windows für mich einfach besser.
    Laurenz

  14. Hubertus Kamp 9. Juli 2017 um 15:33 Uhr - Antworten

    Hallo Stephan, deine Argumente kann ich alle sehr gut nachvollziehen + bestätigen. Was für mich vor allem zählt, als laienhafter User, ist die “pausenlose” Verfügbarkeit, also seine Zuverlässigkeit. Die Jahrzehnte zuvor mit Windows waren für mich immer von Pannen + Pausen usw. begleitet + diese Probleme habe ich seit dem nicht mehr. Jetzt habe ich den 2. Mac + arbeite seit dem ohne Probleme seit ca. 10 Jahren + der Nächste wird wieder ein Mac sein, dass weiß ich heute schon, da ist mir der Preis egal.

  15. Klaus Broekel 9. Juli 2017 um 14:45 Uhr - Antworten

    Seit 1991 arbeite ich mit Apple Computern und sage heute, was habe ich für ein Glück gehabt, damals durch eine Schenkung in diese Welt gekommen zu sein. Inzwischen ist auch die neue Generation von iPhone, iMac, MacBookPro und iPadPro durch meine Hände gegangen. Mein 27″ iMac von 2009 verarbeitet ohne zu zucken auch 50MB-raw-Dateien und das Betriebssystem ist auf dem neuesten Stand. Alle Geräte und die Foto- und Office-Software sind über die iCloud synchronisiert und werden auf der TimeCapsule gesichert. Ich kenne Niemanden in der Windows- oder gar Linux-Welt, der auch nur annähernd eine ähnlich problemfreie Arbeitsumgebung hat. Adobes Fotosoftware läuft wunderbar auf den Rechnern und gute kostenlose Software wie Gimp oder Pixelmator ist reichlich vorhanden. Der einzige Grund, nicht mit Applecomputern zu arbeiten, ist Software, die nur unter Windows läuft. Für mich sind das berufsbedingt (Ingenieur) CAD- und FEM-Programme wie Catia, Creo und Ansys. Aber das ist eine andere Geschichte.
    Danke für Deine Darstellung der Dinge, so wie sie sind und weiter viel Spass und Erfolg mit Apple.
    Beste Grüsse von der Ostsee, Klaus!

  16. Patrick Illhardt 9. Juli 2017 um 14:38 Uhr - Antworten

    Im Grunde genommen ist das System mit dem man arbeitet fast egal, solange es zur persönlichen Arbeitsweise passt. Das scheint bei dir Fall zu sein, von daher alles richtig gemacht. Gibt sicherlich genug Leute, bestimmt auch den ein oder anderen Fotografen, die mit Windows genauso gut fahren. Es muss halt zu einem selber passen. Mir passt mein Zenbook Pro ganz gut ins Konzept. Ist auch nach 1 Sekunde ausm Standby wieder da und wirklich leise usw. Ich hab da jetzt keine Lust auf MAC vs. WIN weil das ne völlig unnötige Diskussion ist.

    Ich kann aber nachvollziehen, dass du einfach nen Mac gekauft hast. Allein schon ich daran denke wie lange ich Testberichte gelesen habe bis ich mich für mein Notebook entschieden hatte, da haste halt recht mit dem Zeitaufwand.

    Mach dir noch nen schönen Sonntag =)

    Gruß aus Bayern

  17. Kay 9. Juli 2017 um 14:21 Uhr - Antworten

    Interessant ist die Tatsache alle medial Kreativen schon immer auf Mac schwören. Allerdings dies noch gar nicht so lange 10bit Farbtiefe kann. Windows kann dies schon ewig. Ist doch komisch, dass es trotzdem immer als besser genannt wurde….

  18. Alex 9. Juli 2017 um 13:10 Uhr - Antworten

    Die Funktionen, die du aufgezählt hast, beherrscht auch Microsoft. Das alles nutze ich auch mit Windows 10. Und MacOS habe ich auch schon öfter abstürzen sehen. Dabei kenne ich gar nicht so viele Nutzer.
    Und wenn ich sehe wie oft Mac Nutzer Windows (oft ohne Lizenz) in der virtuellen Maschine starten müssen, muss ich immer lachen 🙂
    Beim Design scheiden sich die Geister. Aber ein Dell XPS, ein Xiaomi oder ein Microsoft Surface Book kann da auch mithalten.

    • Ralf 9. Juli 2017 um 14:09 Uhr - Antworten

      Aber nicht beim OS Design. Für mich sieht Windows 10 nach wie vor “unfertig” aus, spätestens, sobald man etwas in die Menüs abtaucht. Da steckt noch sehr viel Windows 7 drin, was man offenbar noch nicht angefasst hat. Als man seinerzeit das Design von iOS und dann macOS umgestellt hat, erfolgte das durchgänging von hinten bis vorne. Da gibt es einfach nicht diese enormen Brüche im GUI.

    • cubei 9. Juli 2017 um 22:57 Uhr - Antworten

      “Und MacOS habe ich auch schon öfter abstürzen sehen.”
      Im Artikel heißt es ja auch, dass sein MacBook alle paar Wochen abstützt. Ich als Windows Nutzer kann mich nicht dran erinnern wann mir das letzte mal ein Computer abgestürzt ist. Und ich klappe mein Notebook auch nur noch zu und fahre es nur selten herunter. Mein Windows Server der quasi nie ausgeschaltet wird läuft auch absturzfrei, wäre bei einem Server ja sonst auch doof 😉

  19. Kai Evers 9. Juli 2017 um 13:00 Uhr - Antworten

    Die Beschreibung könnte fast von mir stammen. Nachdem ich mich jahrelang mit diversen Windows Laptops und PCs geplagt habe, genieße ich es jeden Morgen das MacBook einfach mit einem Finger aufklappen zukönnen, sowohl das alte MacBook Air wie das nun auch das neuen MacBook Pro 13”. Schon am MacBook Air konnte man mit Lightroom flüssiger arbeiten als mit einem 8-Kern Windows PC (beide mit SSD), zu dem Zeitpunkt habe ich den PC meiner Tochter zum Zocken geschenkt und mir mein ersten MacBook Pro gekauft. Inzwischen habe ich ein 5K iMac 27” und das MacBoob Pro 13”, Late 2016, mir kommt keine Windows (Linux) Rechner mehr ins Haus!

  20. Marius 9. Juli 2017 um 12:56 Uhr - Antworten

    Guter Artikel, dem ich zu 98% zustimme 🙂
    Ganz wichtig ist natürlich das Look & Feel, arbeite persönlich auch lieber mit einer Sony als mit Canon – Geschmack eben.

    Widersprechen muss ich allerdings dem alle paar Wochen abstürzen, das ist ein bisschen 2005 🙂
    Lightroom crasht mir nie, selbst wenn ich 800 RAWs aus der A6500 auf einmal einlese. Dann sind noch 30 GB von 64 GB RAM frei 🙂

    Lautstärke gebe ich Dir recht, aber auch das ist größtenteils Vergangenheit. Wenn man heutzutage nur einen 50€ CPU-Kühler kauft, gibts schon richtig gute Dinger wie ein Thermalright Macho Rev. B oder ein bequiet Dark Rock 3 – die kühlen sogar deutlich heissere CPUs gut weg.

    Ich kann aber verstehen dass Du die Aussage bringst, denn sie hat ihren Ursprung in der Vergangenheit.
    Früher wurden halt leider viel zu viele billige Kisten gebaut und verkauft, daher auch der schlechte Ruf. Baut man einen aktuellen Rechner wirklich gut auf, d.h. gutes Mainboard, Kühler und auch ein, zwei Gehäuselüfter, zählt den Monitor dazu, kommt man auch auf hohe Beträge.

    Aber früher gabs das halt nicht als Gesamtpaket und da verstehe ich schon, dass man als Apple-Benutzer dann verwöhnt ist.
    Mal flugs gerechnet, für meinen Rechner (Ryzen 7 1700, 64 GB DDR4, ASUS Prime X370 Pro) inkl. Zubehör und Display lande ich auch bei 1800€ :-). Und es ist ein 300€ Monitor, nimmt man da einen wirklich guten, kommen da auch nochmal locker 700€ drauf und das ist fast der Preis vom iMac.

    Gute Entscheidung, Stephan und viel Spass mit dem neuen Arbeitsgerät.

    • Stephan Wiesner 9. Juli 2017 um 13:01 Uhr - Antworten

      🙂 Da ich auch 2017 noch fast täglich einen PC in der Hand habe, ist “ein bisschen 2005” für mich noch sehr reale 2017. Das sind Firmen-PCs mit vielen Policies drauf, die Windows verlangsamen, zugegeben, aber mit aktueller Hardware und Betriebssystem.

      • Marius 9. Juli 2017 um 13:16 Uhr - Antworten

        Da muss ich Dir auch recht geben. Firmen-PCs kann man nicht wirklich vergleichen mit einem Gerät, das man selbst unter der Hoheit hat. Bei einem großen deutschen Automobilhersteller in Stuttgart schleppt man teilweise auch Software mit, die uralt ist und die der Leistung garantiert nicht förderlich ist. Und selbst da stehen halt auch nur die Standard-HP-Kisten. Da werden zwar z.B. SSDs verbaut, aber selbst M.2-SSDs sind nicht über PCI-Express wie beim Mac und guten Windows-PCs angebunden. Da sind halt schon viele Flaschenhälse drin und alleine das LAN verlangsamt die Rechner, weil auf diverse Server bei Programmen einfach gewartet werden muss, z.B. Lizenzserver.

        Auf einem “Standalone”-Gerät wäre das definitiv nicht so.
        EIn Lightroom-Beispielkatalog mit 30 Fotos zum Rendern als Benchmark wäre mal wirklich spannend 🙂

    • Ralf 9. Juli 2017 um 13:59 Uhr - Antworten

      Ich hatte nun allerdings schon zum zweiten mal Probleme mit meinem Windows PC – Entwicklungsmodul von Lightroom stürzt ab bei aktiver GPU Beschleunigung. Grund war in beiden Fällen ein Problem mit den AMD Treibern für die Grafikkarte. Es gab zwar jeweils einen Lösungsvorschlag von Adobe (immerhin kannte man dort das Problem wenigstens schon), aber lästig ist das trotzdem. In der Beziehung hat mir mein MacBook noch nie Ärger gemacht. Aus den bereits beschriebenen Gründen (“alles aus einer Hand”) scheint mir hier ein Apple Rechner schon im Vorteil, was nicht heißt, dass ein Windows Rechner nicht genau so stabil laufen kann, mit Betonung auf kann.

  21. Matthias Plohmann 9. Juli 2017 um 12:51 Uhr - Antworten

    Das ein Windows PC nicht stabil läuft ist so nicht richtig. Was nicht stabil läuft, ist meist die Anwendung die darauf läuft oder manch ein Treiber für irgend eine “billige” Hardware. Wir betreiben Windows PC’s seit Jahren in verschiedenen Prozessleitsystemen. Hier laufen die Rechner Tag und Nach durch und das wochen- oder gar monatelang, ohne abzustürzen. Oft werden die Rechner erst wieder gebootet, wenn ein Softwareupdate ansteht. Was die Haptik betrifft, da muss ich Dir neidlos recht geben. Trotzdem bietet mir ein Windowsrechner die gleiche Leistung für den Bruchteil des Geldes, was ich für einen Mac ausgeben würde. Vor zwei Jahren hab ich mir ein Mac Book Pro zugelegt….für mich ein Fehlkauf. Andauernd verliert er die Verbindung zum NAS…gerade bei arbeiten mi LR, bei mir liegen die Fotos auf dem NAS, nervt das gewaltig. Ansonsten besitze ich etliche Apple-Produkte, mit denen ich mehr als zufrieden bin.

    Matthias

  22. Nikolaus 9. Juli 2017 um 12:43 Uhr - Antworten

    Unterschreibe ich alles !

  23. Peter Praum 9. Juli 2017 um 12:43 Uhr - Antworten

    Sehr sehr gut geschrieben!!!
    Endlich mal alles auf den Punkt gebracht.

    Meine Frau hat ihr MBA seit 2009 und es läuft und läuft 😉
    Mein MBP wird alle 3…5 Jahre getauscht,.. weil ich es mag und genau deine Argumente auch so sehe.
    Und das (alte) Apple 27″ TB Display, der Knaller.

    Wie immer, ein sehr guter Beitrag “a-la Wiesner” !!!

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