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Was ist 2017 alles passiert? Halbjahres-Bilanz

„Was ist los mit Dir? Du ziehst den ganzen Tag ’n langes Gesicht und maulst mich ständig an!“ Kristina erlebt man nicht oft sauer, aber langsam reicht es ihr. Wir sitzen auf der Terrasse beim Abendbrot und ich brüte schweigsam vor mich hin. „Ich stehe still.“ druckse ich schliesslich heraus. „Das Jahr ist halb vorbei und ich habe kaum was geschafft!“ Mein Blick wandert in die Ferne, in Gedanken bin ich in meinem Lightroom-Katalog und blättere das letzte Halbjahr durch. In meiner Vorstellung sind da nur Looser-Fotos drin. „Aber das stimmt doch nicht! Du hast super viel gemacht!“ Ich wende den Kopf ab und blinzle ein paar Tränen der Verzweiflung weg. „Nein, gar nichts habe ich gemacht. Ich stehe still.“, wiederhole ich leise und verlasse den Tisch.

Es ist einer dieser Tage, wo einem alles über den Kopf zu wachsen scheint. Ich habe den verregneten Sonntag damit verbracht, meine Buchführung zu überarbeiten, mein zu klein gewordenes Büro mal aufzuräumen und mich in Selbstmitleid zu ergehen. Das sind Tage, die man so nicht von aussen sieht. Immerhin bin ich alt genug, um zu wissen, dass es dazu gehört und auch zu wissen, dass es wieder vorbei geht. Wie ich mit persönlichen Krisen umgehe, steht in diesem Blog-Artikel. Ein guter Zeitpunkt, um mal zu schauen, was im letzten Halbjahr gegangen ist.

Selbstständig – Selbst und Ständig am Arbeiten

 

 

Die wichtigsten Dinge sind privat

Die wichtigsten Dinge des Jahres sind mal wieder die privaten. Kristina ist im Februar zu mir gezogen. Zwei Haushalte zusammenzuführen kostet viel Zeit und Nerven und so schön es auch ist, dass wir jetzt zusammen wohnen: Es ist natürlich auch eine Umstellung. Als ich heute Morgen aufgestanden bin, hat ihre Katze, äh, ich meine UNSERE Katze sich erstmal demonstrativ die Krallen am Kratzbaum gewetzt und ist dann zu mir stolziert, hat mir erlaubt sie kurz zu streicheln und dann deutlich gemacht, dass es Zeit für ein Stück Fisch ist. Lachs, wenn es keine Umstände macht!

Ordner aus dem Studium aussortieren

Ordner aus dem Studium aussortieren

 

 

Januar – Besuch bei Calvin Hollywood und Workshop in Traben Trarbach

Im Januar war ich bei Calvin Hollywood zu Besuch und wir haben ein gemeinsames Sport-Shooting gemacht. Es war eine sehr gute Gelegenheit, mal einen ganzen Tag zu reden über Fotografie, Geschäft und Work-Live-Balance. Calvin ist jemand, der länger als ich dabei ist. Er kennt die ganzen Probleme und daher tat es gut, sich mal offen auszutauschen.

 

In Traben Trarbach habe ich mit Klaus ein Workshop-Wochenende verbracht, das erste der Saison. Im Oktober gibt es eine Tournee durch Deutschland. Die Termine stehen bei ihm im Shop.

Stephan Wiesner bei Klaus Reinders

Stephan Wiesner bei Klaus Reinders

 

Februar – E-Books und Workshop Hamburg

Im Februar ist nicht nur Kristina zu mir gezogen, ich war mit Klaus in Hamburg zu einem tollen Workshop bei Frank Fischer im Studio.

 

Ausserdem habe ich das E-Book zum Fotografieren mit Blitz lernen geschrieben. Dabei haben mir viele Leute geholfen, wie z.B. Thomas von Blogografie, der inzwischen ein guter Freund von mir geworden ist.

Buch Portraits mit Blitz fotografieren

Buch Portraits mit Blitz fotografieren

Der Erfolg vom E-Book hat dazu geführt, dass ich bei meinem Arbeitgeber SwissQ Consulting in Zürich gekündigt habe. Keine leichte Entscheidung nach fünf (überwiegend) guten Jahren. Hatte ich im November nach sechs Monaten Auszeit doch noch gesagt, dass ich gerne zurück gehe. Irgendwann kommt aber der Zeitpunkt, an dem man sich entscheiden muss. Man kann nicht auf Dauer zwei Berufe sehr gut machen und meine Gesundheit hat verlangt dass ich mich entscheide. Die ersten fünf Monate des Jahres habe ich also noch zu 80% gearbeitet.

 

März – Eisklettern in der Gletscherhöhle und Workshops in Köln und Göttingen

Auch im März standen Workshops an: Mit Klaus war ich in Köln und Göttingen. Im Anschluss habe ich mein Wissen zur Nachbearbeitung von Portraits in Photoshop in ein Tutorial gesteckt.

Portrait Workshop in Köln und Göttingen

Portrait Workshop in Köln und Göttingen – Einfaches Lichtsetup by Klaus

 

Mit der neu angeschafften Drohne DJI Mavic Pro war ich in einer Gletscherhöhle in Graubünden. Mal wieder mit Bernhard Witz unterwegs.

 

 

April – Geraldine Ruckstuhl, Venedig und Milchstrasse

Im April ging langsam die Post ab. Wir haben mit den Vorbereitungen für das GO! Magazin gestartet, hatten ein gescheitertes Auftragsprojekt in Venedig und ich habe mir ein paar Milchstrassen-Nächte um die Ohren geschlagen und ein Tutorial Video zum Milchstrasse fotografieren lernen erstellt. Ausserdem habe ich mit Ulf Schiller ein grösseres Shooting für die Siebenkämpferin Geraldine Ruckstuhl durchgeführt.

Milchstrasse in Thun am Thunersee in der Schweiz

Milchstrasse in Thun am Thunersee in der Schweiz

 

Witzigerweise habe ich aus dem Venedig-Auftrag sehr viel gelernt und auch wenn der Auftraggeber letztlich abgesagt hat, finanziell habe ich mehr verdient, als er mir gezahlt hätte. Die kleinen Ironien des Lebens.

 

Mai – GO! Magazin und Lawinenunglück

Der Mai stand voll im Zeichen des GO!-Magazins. Viele Nächte habe ich mit meinem Team gechattet, Texte revidiert, Gastbeiträge eingesammelt und die ganzen kleinen Drumherum-Dinge erledigt. Eins meiner Jahres-Highlights ist dann der überwältigende Verkaufserfolg gewesen. Das Vertrauen, dass ihr uns entgegen gebracht habt ist eine sehr starke Motivation und Bestätigung. Ich bin mir sehr bewusst, dass das nicht selbstverständlich ist!

Das Vertrauen von euch gibt mir die Kraft weiter zu machen, wenn ich mal keine Kraft habe.

 

Gasthaus Aescher Wildkirchli

Gasthaus Aescher Wildkirchli

 

Am Simplonpass ist die DJI Mavic Pro Drohne das erste Mal so richtig zum Einsatz gekommen. Auf der Tour sind Tom und ich fast von einer Lawine erwischt worden. Direkt vor uns ist sie aus dem Nichts heruntergekommen. Das sind die Momente im Leben, die ein paar Prioritäten verschieben.

 

Juni – Nikon D7500

Im Juni ist privat sehr viel Bewegung gewesen, nicht alles einfach. Daher bin ich nur relativ wenig zum Fotografieren gekommen. Deswegen hatte ich gestern wohl auch das Gefühl, dass ich „schon ewig nicht mehr auf Tour“ war. Ein Highlight war aber sicher die Nikon D7500 (Testbericht).

 

Wasserfall in der Schweiz fotografieren

Wasserfall in der Schweiz fotografieren

 

 

Fazit 2017 erste Hälfte

13.000.000 Minuten wurden meine Youtube Videos im ersten Halbjahr geschaut. 50.000 Likes gab es für diese Videos. So aufgeschrieben haut mich das um. Es gibt so Momente, da sitze ich hier am Rechner und mir fällt die Kinnlade runter. Aber wirklich wichtig ist das natürlich nicht. Auch nicht die 34.000 CHF Aufwand, die in diesem Jahr bereits zusammengekommen sind (in ganz 2016 waren es 30.000). Der Druck der GO! war… nicht ganz billig.

Viel wichtiger sind doch Dinge wie: Neue Freunde gefunden zu haben. Freunde die einem helfen mit den Steuern, der Rechtschreibung oder dem Design. Die einem Polen zeige oder den Harz. Freunde die mit einem fiebern, wenn ein neues Produkt herauskommt oder die sich fotografieren lassen, wenn ich ein Video machen möchte. Freunde mit denen man am Abend mal ein Bier ziehen gehen und übers Leben reden kann. Von daher kann ich also sagen:

Es war bislang ein gutes Jahr 2017!

Und ich freue mich auf eine spannende zweite Hälfte. Die nächsten Monate ist der Kalender bereits voller toller Abenteuer! Es wird spannend bleiben!

 

 

Juli 10th, 2017|Categories: Beruf Blogger, Beruf Fotograf, Beruf Youtube|Tags: |

27 Comments

  1. Sebastian Pasicnjek 2. September 2017 at 2:56 - Reply

    Ich bin unheimlich froh dich im großen weiten WWW gefunden zu haben! Dein Blog, wie offen du über alles schreibst, deine Videos die ich schon stundenlang gemütlich auf dem Balkon mit einem Bier angeschaut habe und deine Leidenschaft der Fotografie und den Weg in die Selbstständigkeit als Fotograf. Das alles zusammen inspiriert mich sehr! Ich liebe die Fotografie und durch deine Tipps und Tricks werde ich immer besser. Mach weiter so. Ich freue mich jedes Mal aufs neue wenn du etwas online stellst.
    Danke
    Sebi

    • Stephan Wiesner 2. September 2017 at 15:44 - Reply

      Danke für das tolle Feedback Sebi 🙂

  2. Tom Pohorski 11. Juli 2017 at 7:44 - Reply

    Dank Dir wurde die Fotografie zu dem Hobby, welches mich sehr im Leben erfüllt. Ich habe das Glück in den Bergen zu wohnen, die tollsten Fotomotive direkt vor der Nase, aber erst als ich Dein Video zum Walimex 12mm gesehen habe, hat es in mir Klick gemacht. Ein manuelles Objektiv, das mir das Gefühl gibt, Teil der Natur zu sein und bewusst und wacher die Umgebung wahrzunehmen.
    So viel wie heuer war ich noch nie in den Bergen, erst letzten Sonntag auf der Kendlspitze, einem Dretausender. Und immer frage ich nich davor, was werde ich fotografieren?
    Auch ich war im Juni grantig, also schwer auszuhalten, nachdem mein geplantes Milchstraßenshooting mit einem bestimmten Zielfoto aufgrund des Wetters nicht zustande gekommen ist. Da wurde ich auch von meiner Freundin zu Recht zurechtgewiesen.
    Immer, wenn am Smartphone eine Nachricht aufblinkt „Neues Video von Stephan Wiesner“ freue ich mich, denn ich kann entweder etwas Neues lernen oder etwas Tolles sehen.
    Und dafür kann ich Dir nicht genug danken, ich bin einer unter Vielen, die du beflügelt hast, sinnlos fühlt sich das nicht an. Ein großes Danke!

    Liebe Grüße,
    Tom

  3. Jochen R. 11. Juli 2017 at 7:38 - Reply

    Ratschläge sind auch Schläge. Selbige kenne ich zu gut und durfte dies in „trockenen Zeiten“ oft selbst erfahren „dürfen“. Besonders dann, wenn man sie gar nicht hören mag und man sie wegstößt oder mitunter auch zeitweise ablehnt.
    Und wenn ich dir nun als ein unbekannter Dritter sage, dass du deine Ressourcen betrachten sollst, ist das kein Ratschlag, sondern ein Versuch einer Aufmerksamkeitslenkung in die konträre Richtung. Ok, man könnte auch sagen, dass dies ein Ratschlag ist – aber davon distanziere ich mich; vehement! 🙂

    Als unbedarfter Fan deiner Arbeiten möchte ich dir sagen, dass du in der Halbzeit von 2017 deinen Ressourcen-Rucksack ziemlich vollgepackt hast. Aber das eigene Empfinden und der Selbstanspruch an sein eigenes Tun, bewertet jeder für sich selbst – I know. Und davon wirst letztlich nur du dein Empfinden irgendwann überzeugen können.
    Dennoch hatte ich gerade den Impuls, dir keinen Ratschlag (!), sondern eine andere Richtung deiner Gedanken anbieten zu wollen. Sollte mein Versuch kläglich scheitern, kick ihn in die Tonne. Aber wisse, dass auch ich eine Ressource bin – ein Fan deiner Arbeiten nämlich.
    Kreativität sollte niemals an Quantität gemessen werden. Denn dadurch würde sicherlich die Qualität leiden.
    Also gib „deiner Katz'“ ein saftiges und versöhnliches Stück vom frischen Lachs und packe deinen Rucksack aus und werde dir dem Inhalt bewusst. Er ist toll; gänzlich!

    „GO!“ for it. 🙂

    Beste Grüße, Jochen.

  4. Christoph Feldhaus 10. Juli 2017 at 22:53 - Reply

    Ja, kann mich den Vorschreibern nur anschließen. Wie es in Dir aussieht, wie Du das ganze beurteilst, ist und bleibt Deine subjektive Sicht. Da kann man mit dem Blick von außen wahrscheinlich schreiben´, was man will. Dennoch habe ich das Gefühl, auch und gerade nach dem Lesen dieses Blogbeitrags, das Du doch ’ne Menge geschafft hast.

    [Zitat] „Viel wichtiger sind doch Dinge wie: Neue Freunde gefunden zu haben. Freunde die einem helfen mit den Steuern, der Rechtschreibung oder dem Design. Die einem Polen zeige oder den Harz. Freunde die mit einem fiebern, wenn ein neues Produkt herauskommt oder die sich fotografieren lassen, wenn ich ein Video machen möchte. Freunde mit denen man am Abend mal ein Bier ziehen gehen und übers Leben reden kann.“
    Auch von außen beobachtet eíne Ergänzung: Kristina nicht vergessen !!!

    Das S/W-Portrait der jungen Dame ist schlicht superb in meinen Augen, Dein Bild in dem Anzug nicht weniger!

  5. Christian 10. Juli 2017 at 22:33 - Reply

    HI Stephan,

    also wenn du still stehst, dann rennen aber alle anderen rückwärts! Alles ist relativ…

    Grüße, Christian

  6. Steffen 10. Juli 2017 at 21:57 - Reply

    Mal nur so als Anregung: Kristina auf der Düne, Kristina vor dem Wasserfall… Augen sind spannender als Hinterköpfe. Warum nicht mal von vorne? Deswegen muss das Model ja nicht unbedingt direkt in die Kamera schaun..

  7. Roger 10. Juli 2017 at 21:07 - Reply

    Hallo Stephan
    Stillstand sieht anders aus 😉 (denke mal dad kennst du noch aus IT-Projekten hehe)
    Ich habe mal eine Frage die nicht direkt den Blog-Post betrifft. Sie kam aber in mir auf, als ich deinen bisherigen Jahresaufwand sah.
    Wie teilt sich dein Einkommen prozentual ca.auf die Quellen auf? (eBooks, Youtube, Workshops, Aufträge, evtl. Affilate) und achtest du überhaupt auf die „Rendite“ der einzelnen Sparten?
    P.s. ich weiss Geld ist immer ein heikles Thema, daher habe ich vollstes Verständnis, wenn du dazu keine Angaben machen willst.
    Gruss
    Roger

    • Stephan Wiesner 10. Juli 2017 at 21:21 - Reply

      Natürlich achte ich auf Rendite, ich bin Geschäftsmann und Wirtschaftsinformatiker. Ich kann Excel 🙂
      Youtube z.B. rechnet sich überhaupt gar nicht – aber es gibt mir die Reichweite die anderen Dinge zu puschen. In der Praxis alles ein wenig schwierig auseinander zu halten.

      • Roger 10. Juli 2017 at 21:36 - Reply

        Besten Dank für die schnelle Antwort, fast wie vermutet Youtube mehr oder weniger als Werbung 🙂 (p.s. es wirkt, ich kenne dich auch von YT)

  8. Catia Baioni 10. Juli 2017 at 21:01 - Reply

    Ich sitze im Büro und lese zur Abwechslung meiner IT Ticket deinen Blogbeitrag und bleibe beim Satz: ich stehe still stehen. Da dachte ich hab ich mich verlesen und lese den Abschnitt nochmals. Ne Stephan hat es wirklich geschrieben, hey du stehst nicht still Du hast so viel erreicht/gemacht in diesen 7 Monaten. Du bist Selbständig wo viele davon Träumen (auch ich). Die Zeit steht nicht still die rennt einem davon, du kanst von dir selber sagen das du schon vieles erreicht hast, du lebst dein Hobby als Beruf, warst an der Photokina als Speaker, hast 3 oder 4 Bücher geschrieben, vor kurzem ist deine erste Zeitschrift veröffentlichen worden. Da sag ich nur WOW, sei nicht so hart zu dir auch du bist nur ein Mensch. Es läuft nicht immer zu 100% gut aber wenn es mal schlech läuft schaut man auf die Erfolge die hinter einem liegen gerne zurück und schaut dann nach vorne auf die nächsten Ziele.
    Gib dir einen Ruck und sag dir das es ein super halbes jahr war und das ein noch schöneres vor die steht 🙂

    Wie immer deine Beiträge berühren mich, schönen Feierabend wünsche ich euch.

    • Stephan Wiesner 10. Juli 2017 at 21:22 - Reply

      Danke für Dein Feedback Catia 🙂

  9. PeK 10. Juli 2017 at 20:11 - Reply

    sorry, was soll das. Wenn ich das alles machen könnte, das Du neben Deinem Brotjob erreichst, wäre ich der glücklichste Mensch. Willst Du zeigen, dass Du ein Mensch bist? Das sehe ich in Deinen Videos, und es gefällt mir sehr. Willst Du „Mitleidsfollower“? Die wirst geliebt, erhältst Anerkennung, hast einen Brotjob, eine Beschäftigung, welche viel Freude bereitet und die Butter aufs Brot bringt, hast ein Magazin herausgebracht und viele Leute, die Dein Wissen schätzen und von Dir lernen wollen. Also, ehrlich – was noch?

  10. Valeri 10. Juli 2017 at 16:46 - Reply

    Coole! So was muss ich auch mal machen.
    TOP Halbjahres-Bilanz!

  11. Dr. Hubert Kopeček 10. Juli 2017 at 14:26 - Reply

    Was soll man sagen?! Körper, Geist und Seele schieben den „Wohlfühlschalter“ manchmal in Richtung STOP. Dieses Signal muss man meiner Erfahrung nach beachten. Ich wünsche Dir, dass Du mit neuer, erholter Motivation wieder an Deine geliebte Arbeit gehen kannst, von der ich auch so viel profitiert habe. Danke.

    Alles Gute – Hubert

  12. Tom 10. Juli 2017 at 13:37 - Reply

    Ich beglückwünsche dich sehr und so Phasen gibt es immer wieder. Eine tolle Frau wie es scheint, ein Beruf der dir Spaß und Freude macht und viel Anerkennung weil du sehr viel sehr gut machst, z.B. Bilder und Videos und v.a. Trainings. Dazu noch Sport. Und die schöne Schweiz! Andere Menschen träumen davon. Und klar, die sehen nicht was da dazugehört weil Buchhaltung muss sein. Wobei es sogar hier spannend wäre welche Software verwendet wird, wie du was machst. Warum. Muss ja keine Zahlen nennen.
    Viele Menschen sind nicht mit alledem gesegnet und daher ist es wichtig, damit zufrieden zu sein was man hat. Gerade durch Krankheit fällt es mir z.B. schwer einfach mal ein Wochenende in die Berge zu gehen – früher ganz gesund hat mich das nie interessiert aber jetzt würde ich gerne und es ist nicht einfach – aber was nicht ist kann noch werden. Auch habe ich eine tolle Frau gefunden – die letzte in diesem Leben und die wird nicht mehr umgetauscht!
    Mein Ziel für 2017 war es weg von den Landschaften zu gehen und hin zu den Menschen. Und da kamen ein paar deiner Videos gerade richtig, z.B. die Blitzreihe. Aber auch viele alte Videos waren (und sind) Gold wert! Mein Ziele war es jeden Monat ein Menschenshooting zu machen und zur Halbzeit habe ich jetzt 16 Shootings fertig, mit weit über 20 Menschen wobei da teilweise komplett unterschiedliche Settings dabei waren. Zusätzlich auch ein paar gute Pay Aufträge, Fotowalks,… Daneben weniger Landschaften aber – oh Wunder – Milchstraße war auch dabei. Und den ein oder anderen Event begleitet, mit Bekannten eine eigene Ausstellung gehabt und schon im privaten Rahmen Photoshop und Lichtsetzung anderen beigebracht. Durch all das kann ich mir diese Woche ein 70-200 kaufen und nächstes Wochenende geht es damit Cosplayer fotografieren. Dann neuen Job, nicht nur paar Stunden die Woche und nebenher Kleingewerbe sondern richtig Teilzeit mit der Option auf fast Vollzeit.
    Für das, dass ich vor ein paar Jahren beim Kauf meiner ersten Kamera teilweise keine 500m laufen konnte und tagelang nicht rauskonnte um zu fotografieren, bin ich so wahnsinnig stolz auf mich aus welchem Mist ich mich da rausgezogen habe. Unendlich Theorie aus Videos gelernt weil Praxis nicht möglich war. Aber manchmal vergisst der Mensch eben, dass es ihm mehr als gut geht. Und dann lohnt es sich mal zurückzuschauen und nachzudenken, was man alles erreicht hat.

    • Stephan Wiesner 10. Juli 2017 at 13:41 - Reply

      Hoi Tom, danke für Deine offene Mail. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du künftig wieder mehr in die Berge kannst. Und Du hast Recht: Die richtige Frau hilft alles im Leben einfach durchzustehen.

  13. Ben 10. Juli 2017 at 12:53 - Reply

    Moin Stephan,
    manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und wenn man dann mal 5 Minuten die Augen zu macht und neu hinschaut, blüht doch alles in vielen Farben und man ist erstaunt, was man vorher nicht erkannt hat. Du bist Perfektionist und Macher, wenn ich Dich mittlerweile einschätzen kann. Was mir aber wohl nur grob gelingen mag. Ich glaube, wenn Du große Ziele hast und die bewältigt sind, dann fühlt sich der Moment danach großartig an. Aber wenn eine Phase der Ruhe kommt, ist sie wie eine große Leere. Das ist doch aber Blödsinn, denn Du holst nur Luft, für das nächste Projekt, auf das Du Lust hast.
    Wir alle haben auch mal private Turbulenzen. Irgendwann ist aber auch das überstanden und man kann sich auf andere Dinge konzentrieren. Leben ist was passiert, wärent man es plant. Ich glaube, ich wiederhole mich da. 😉 Zu all Deinen beruflichen Erfolgen, hat sich eine sympathische Frau an Deine Seite gesellt und ich glaube, ihr seid ein gutes Team.
    Du hast durch harte Arbeit viel geschafft und kannst mit Stolz auf Deine Erfolge zurückblicken. Wir alle sind wohl gespannt, was noch so kommt, aber auch wenn es mal ruhiger wird, ist das ja nicht gleich Stillstand.
    Ich bin sehr dankbar für all das, was ich bisher von Dir lernen konnte und freue mich wie ein kleiner Junge, wenn mir etwas Neues gelingt

    Da steht man in seinem kleinen Wohnzimmerstudio, hat dem Stephan etwas nachgemacht und die Ergebnisse legen den Schalter um. Ach so geht das… Oder man steht wieder irgendwo und wartet das die Sonne neben dem Leuchtturm endlich untergeht, weil der kalte Wind langsam fies wird, aber der Moment, wo man das Ergebnis in LR sieht, entschädigt für alles.
    Mir hat sich durch Dich ein Hobby eröffnet, welches mich Erfolge generieren lässt und ich habe wahnsinnigen Spaß daran. Für etwas brennen und wirklich an sein, dass hatte ich schon sehr lange nicht mehr.
    Ich bin da sicher auch nicht der Einzige.

    Viel Spaß im nächsten Halbjahr, mein Lieber und vielleicht sieht man sich mal irgendwo wieder.

    Beste Grüße aus dem Norden
    Ben

    • Stephan Wiesner 10. Juli 2017 at 13:27 - Reply

      Wow, merci für Dein umfangreiches Feedback Ben! Und am Leuchtturm frieren wir dieses Jahr noch mal zusammen, ist doch klar! 🙂

      • Ben 10. Juli 2017 at 20:11 - Reply

        Sehr gern Stephan!
        Na, ich halt Dir immer einen Platz frei, bei meinen Fotoausflügen 😉
        Wenn Du mal in die Heinat kommst, meld Dich ruhig.
        Wir sind ja connected.

  14. Daniel Sebastian 10. Juli 2017 at 12:48 - Reply

    sehr toll geschrieben und schön auch mal diese nicht immer positiven Dinge zu lesen von denen man sich oft blenden lässt… Du hattest ein Großprojekt mit der GO! somit fielen da sicher einige kleinere Dinge aus bzw. in dem Stress hat man sich nicht mehr so auf’m Zettel und vielleicht kommt es dir deshalb so vor, dass du nicht viel geschafft hast.
    Das Bild mit dem Wasserfall ist für mich sehr inspirierend und symbolisch…
    Die Steine zeigen die Ruhepunkte, das Wasser ist der Stress und mittendrin braucht man noch jemanden der dazwischen vermittelt, damit man nicht nur dem Stress ausgesetzt ist oder sich nicht nur ausruht, denn da kommt man ebenso schlecht weider raus…
    Mach weiter so wie bisher, kann ich da nur sagen

  15. Pascal Betke Photography 10. Juli 2017 at 12:38 - Reply

    Na da hat aber jemand eine Depriphase. Vielleicht hast Du in kürzester Zeit schon zu viel erreicht und das Erreichte wird für dich zur Normalität? Du hast viele Fotos gemacht, neues gelernt, Bücher rausgebracht, eine Zeitschrift rausgebracht und dazu noch einen gut laufenden Youtubekanal. Welcher Fotograf kann das alles von sich behaupten? Sicher nicht ganz so viele. Insofern würde ich mich einfach mal über das Erreichte freuen und mich damit auch dann zufrieden geben.

  16. Susanne Fricke 10. Juli 2017 at 12:34 - Reply

    Trost: gerade als Selbständigem, der keine feste Einkommensquelle hat, geht einem regelmäßig mal die Düse, insbesondere, da Du wohl kein oberflächlicher, sondern eher nachdenklicher Mensch bist! Da brauchst Du in der Tat Freunde, die Dich wieder aufbauen, oder wie bei Dir: positive Gedanken, damit Du Dich selbst wieder aus dem Tief holst!
    Aber ein Leben ohne Höhen und Tiefen wäre Dir sicher auf Dauer auch zu öde 😉
    Läuft bei Dir!!

  17. Udo 10. Juli 2017 at 12:17 - Reply

    Als Selbständiger hat man doch immer das Gefühl still zu stehen. Man arbeitet 80 Stunden in der Woche und hat am Ende doch das Gefühl nichts geschafft zu haben. Was mir dabei hilft die Wahrnehmung gerade zu rücken ist ein kleines Review am Sonntag, was ich in der letzten Woche alles erledigt habe. Also sowas wie deinen Artikel hier, nur im kleinen wöchentlichen Rahmen. Das öffnet die Augen für die Realität. Kann ich empfehlen! 🙂

    • Stephan Wiesner 10. Juli 2017 at 12:21 - Reply

      Ja, macht absolut Sinn die kurze Besinnung auf die letzten Tage, wie Du das empfiehlst 🙂

  18. Steffen Rhode 10. Juli 2017 at 11:55 - Reply

    Ich durfte dich zwar nur kurz kennlernen ,letztes Jahr an der rosstrappe im harz,
    Kann aber sagen ,das ich selten einen so Ergebnis orientierten Menschen getroffen habe wie
    Dich😁 Wenns auch mal ein schlechtes Ergebnis ist .so ist es doch eins oder wie Edison,glaub ich , gesagt hat er kennt jetzt 1000 Möglichkeiten eine Glühbirne nicht herzustellen 😁😁😁
    Es muss nicht immer ein basejump vom Berg sein 😉
    Meinen Respekt hast du
    Steffen

  19. Stephan Otto 10. Juli 2017 at 10:25 - Reply

    Wenn Du nach dem Programm den Blues von wegen Stillstand ziehen willst – Dein Problem 😉
    Dann müßte aber wohl mehr als die Hälfte Deiner Fans von Brücken springen, will sagen, da ist viel gelaufen, mehr als viele von uns Fans schaffen würden!!
    Vielleicht bist Du zu sehr Perfektionist, oder hast im Kopf zu hohe Ziele gesetzt…

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