Ziele erreichen statt träumen, oder wie ich das gerne sage: “Einfach mal machen!”. Wie ich meine Ziele finde, setze und erreiche thematisiere ich hier im Blog in mehreren Beiträgen. Heute aktuell: Der Meilenstein 1.Advent. Zum Jahresende möchte ich meine gesetzten Ziele abgehakt haben. Entsprechend prüfe ich ein paar Wochen vorher, ob noch was offen ist und bereite die Jahresplanung für 2017 vor. Die eigentliche 2017 Planung mache ich dann in Ruhe über die Weihnachtstage.

Ein Blick zurück: Ziele 2016

Der Facebook Chat mit Thomas trifft ein wenig den Ton der Zeit: Wir arbeiten zu viel und schlafen zu wenig. Thomas ist jung, der steckt das weg. Ich brauche Super Foods (Artikel zu meinen Trick-Foods), um mit den jungen Leuten mitzuhalten 🙂

Facebook Chat mit einem Freund

Facebook Chat mit einem Freund

Ich schreibe mir seit vielen Jahren Ziele auf. Das sind keine Excel-Listen, sondern ausformulierte Sätze zu meiner aktuellen oder der gewünschten Ziel-Situation – gefolgt von Listen konkreter Massnahmen. Hier ein Beispiel aus dem Dezember 2014:

Die runden Zahlen rollen ein und sie sind unglaublich! 5 Mio Aufrufe auf Google+, 200.000 im Blog, 1 Mio auf Youtube und Facebook hat ja nicht so die Statistiken, aber da siehts mit 5-20.000 in der Woche ähnlich aus. CRAZY!
Für 2015 will ich mir wieder konkretere Ziele setzen und diesmal die Fahne höher hängen! Im letzten Jahr war ich in Laos recht mit den Nerven runter und mochte mich nicht mehr strecken. Diesmal bringe ich viel mehr Grund-Energie mit! Es geht mir mental viel besser, als vor einem Jahr!
Eine wichtige Frage ist, wofür ich stehen möchte. Ich kann nicht der beste Fotograf für alles sein. Ich kann Generalist sein, aber dann bin ich nicht sehr gut. Allerdings kann ich sehr gut lehren und als Teacher könnte ich mir erlauben Generalist zu sein. Reicht mir das? ==> Studio-Fotografie ausbauen. Schwarzweiss sehen lernen. Weihnachten 2016 neu bewerten.

Vor einem Jahr sah das dann so aus:

Fotografisch finde ich meinen Weg – ohne mich kaputt zu machen. 2016 kommt mein Durchbruch und ich stehe auf Augenhöhe mit den „Stars des deutschen Fotografierens“. 
Beruflich finde ich mein Ding.  Die Kombination aus Spezialist für technische Tests, Dozent und agile Projekte in Bern bewährt sich weiter. Ich erhalte wieder Top Bewertungen meiner Kunden.
Beruflich war es aber ein weiteres sehr anstrengendes Jahr. Der Lohn: Intensive Projekte und sehr zufriedene Kunden. Der Preis war aber zu hoch. 
Die Hochschule war intensiv und hat mir viel gegeben. Ich stelle sie in 2016 dennoch ein, weil ich sie nicht mit dem Niveau betreiben kann, mit dem ich möchte – wenn ich gleichzeitig das Fotografieren ausbauen will. Statt dessen werde ich die frei werdende Kraft fürs Fotografieren einsetzen. 
Zahlen-Ziele für 2016: Youtube: 40.000, Facebook: 10.000, Instagram: 7000, einmal Top 10 auf 500px
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Auf Fototour mit den Bärner-Kollegen (Olympus EM-1, Foto by Ingo Schneider)

Wichtig im Leben ist nicht nur der Erfolg

Die Zahlen habe ich schon vor Monaten erreicht. Aber was sind schon Zahlen? Viel wichtiger ist dieses Ziel:

Neulich mit der Fotogang in Bern? Laut und viel gelacht! Shootings, egal mit wem? Es wird immer viel gelacht! Und auch auf meinen Videos sieht man mich oft lachen – und wenn es über mich selbst ist 😃
Zwar bin ich immer noch häufig einsam, aber ich habe eine Heimat gefunden. Nach 20 Jahren Herumwandern von Stadt zu Stadt bin ich ein Bärner. Trotz all der langen Tage und kurzen Nächte: Ich lache und ich habe eine kleine, feine, Truppe, auf die ich mich verlassen kann.
Vor allem also: Ich halte meine Freunde und weite das aus. Sie sind für mich da und wissen, dass ich ihnen jederzeit helfe. Freunde halt.
Ich verliere meine Augenringe wieder und schlafe gut und erholsam. Habe viel Energie – bin aber nicht mehr so gehetzt.

Das war übrigens, bevor ich Kristina im Frühling kennen gelernt habe, was natürlich ein paar Prioritäten verschoben hat.

Lagerfeuer mit Freunden

Lagerfeuer mit Freunden auf 3.000m

Konkrete Massnahmen für 2016

Ich plane rollierend. Ich habe drei Listen: Dinge die ich im Leben erreichen/machen möchte, einen Dreijahresplan und einen Jahresplan. Der Jahresplan enthält konkrete, messbare und terminierte Dinge – richtige Ziele also. Grosse Massnahmen für 2016 waren, dass ich meinen Job als Dozent an der Berner Fachhochschule aufgeben und meinen IT-Job auf 80% reduziert habe. Und die 6 Monate Auszeit. Die Auszeit wiederum hatte das Hauptziel, die beiden Bücher zu schreiben und für mich den Modus zu finden, mit dem ich leben möchte. Siehe dazu meinen Blogbeitrag: Beruf Rosinenpicker – warum ich zurück ins Büro gehe.
In der Fotografie wollte ich 2016 ein Outdoor-Jahr machen, nachdem ich 2015 primär im Studio gearbeitet habe. Das Studio bleibt wichtig bei mir und wird jetzt im Winter wieder eine grössere Rolle spielen, aber für mein aktuelle 3 Jahres Ziel war mir wichtig, in der Landschaftsfotografie viele Referenzen zu schiessen und ein fundierteres Wissen zu haben. Mein Image verändern. Die Milchstrassenfotografie z.B. habe ich diesen Frühling erst begonnen.
Dazu ein paar private Dinge, die ich hier nicht wiedergebe 🙂
Es sind noch ein paar Dinge offen, an denen ich die nächsten Wochen noch aktuell arbeiten werde, ich bin jedenfalls gut im Plan.
Digitaler Nomade bei der Arbeit

Digitaler Nomade bei der Arbeit

Was lief 2016 besser als erwartet?

Meine Fans sind netter geworden. Oder ich bin netter geworden und bekomme das zurück. Ich habe viel weniger negative Kommentare und viele Gelegenheiten gehabt, tolle Leute kennen zu lernen. Sei es virtuell oder live an der Photokina oder einem User Treffen im Harz oder Workshop in Bonn.

Ohne das Jahresende vorwegnehmen zu wollen: 2016 war das beste Jahr, dass ich seit langem hatte. Natürlich auch wegen Kristina. Gesundheitlich geht es mir sehr gut. Ich bin jeden Morgen froh, dass ich ohne Schmerzen aufwache – das war nicht immer so. Mein Bart ist etwas grauer geworden, aber körperlich bin ich fitter als vor 20 Jahren (siehe: Fit über 40 – So trainiere ich effizient meine Kraft). Fototechnisch habe ich wieder gute Fortschritte gemacht – aber nicht mehr so wie die letzten Jahre. Details Details Details.Es wird immer schwieriger, das Niveau weiter anzuheben – ich kann aber deutlich konkreter sagen, wo ich noch Optimierungspotential habe und was ich machen muss, um daran zu arbeiten.  Mein Workflow ist (noch) effizienter geworden, ich habe sehr viel Selbstbewusstsein in der Fotografie aufgebaut und gut 20.000 Fotos ins Archiv gestellt. Deutlich weniger als die 32.000, die ich aus 2015 archiviert habe – obwohl ich mehr Shootings hatte. Quantität statt Qualität. 

Mental stehe ich stabiler im Leben als die letzten Jahre. Auch passiert es mir immer häufiger, dass ich durch die Stadt laufe – und jemanden treffe, den ich kenne. Das ist für mich als Ausländer sehr sehr wichtig. Bern ist meine Heimat geworden und nicht nur eine weitere Stadt auf der Liste. Die Einladung zur Photokina war nicht geplant und hat mir gut getan. Der Urlaub im Yosemite und Death Valley stand auf der Lebens-Liste.

 

Wie bereite ich die Planung für 2017 vor?

Die Planung werde ich erst über die Weihnachtstage machen – und diesmal halt auch mit Kristina abstimmen müssen/dürfen. Konkret ist es aber so, dass ich mir eine Mail angefangen habe, in der ich Ideen, Wünsche und Pläne sammle. Brainstorming, völlig ohne Zwang oder Druck und vor allem: Ohne ABER.

Das kleine Wort aber ist vielleicht der grösste Traum-Killer aller Zeiten

Die nächsten Wochen schreibe ich da einfach rein, was mir über den Weg läuft. Ohne ein “aber das werde ich wohl nicht schaffen”. Kein “aber das ist zu teuer” und kein “aber dafür bin ich zu alt”. No Limits! Weihnachten hole ich das dann raus und streiche die Hälfte raus, gehe meine Lebens-Ziele durch und gleiche das ab, etc. Dazu werde ich dann mal einen eigenen Blogbeitrag schreiben.

Ausserdem futtere ich mir aktuell ein paar kg auf die Rippen und pumpe mehr statt auf Ausdauer zu setzen. Nach Weihnachten geht dann die jährliche get-ripped-Phase los.

Sonnenuntergang in Emden - Workshop 2016

Karriere ist nicht alles im Leben. Man muss auch mal den Horizont schief hängen lassen und ein kaltes Jever geniessen!

Fazit: Ziele setzen

Ich fahre nach dem Motto: Schreibe Dir Dein Leben. Es ist psychologisch gut untersucht und belegt, dass der Akt des Aufschreibens bereits zu einer viel höheren Erfolgsrate bei persönlichen Zielen führt. Je konkreter und spezifischer man dabei wird, je mehr Sinne man einbindet, desto höher ist die Erfolgsquote. In meiner typischen, primitiven Art habe ich mir dafür eine sehr einfache und effektive Methode erarbeitet, welche die Basis meines persönlichen und beruflichen Erfolgs ist. Wie genau das geht, beschreibe ich dann im nächsten Teil. Stay tuned… und lies solange vielleicht schon mal Talent is overrated oder Outliers: The Story of Success (Affiliate Links).

 

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